Review: Ivar Bjørnson & Einar Selvik – Hugsjá Review: Ivar Bjørnson & Einar Selvik – Hugsjá
Nach dem Erfolg ihrer früheren Zusammenarbeit "Skuggsjá" veröffentlichten Ivar Bjørnson (Enslaved) und Einar Selvik (Wardruna) am 20 April 2018 ihr neues Werk mit dem Titel "Hugsjá"... Review: Ivar Bjørnson & Einar Selvik – Hugsjá

Nach dem Erfolg ihrer früheren Zusammenarbeit „Skuggsjá“ veröffentlichten Ivar Bjørnson (Enslaved) und Einar Selvik (Wardruna) am 20 April 2018 ihr neues Werk mit dem Titel „Hugsjá“ via By Norse / Membran.

Das Wort „Hugsjá“ bedeutet, mit dem Geist zu sehen oder darin zu sein – und es spiegelt die Idee wider, dass der Geist weiter und tiefer sehen kann, als die Augen es vermögen. Indem sie indigene und zeitgenössische Gedanken, Klänge und Instrumente miteinander verweben, laden sie Ivar Bjørnson & Einar Selvik zu einer lebendigen Reise ein. Mit ihnen erkunden die Hörer die lang vergangene Geschichte und Tradition entlang der Küsten-Norwegens.

Das Album wured am 20. April 2018 vom norwegischen Label By Norse Music veröffentlicht.

Hugsjá wurde zum ersten Mal vom Bergen International Festival im Jahr 2017 gebucht und trat als Teil einer Konzertreihe namens Nordvegen („die nördliche Straße“) auf. Inspiriert von der lokalen Geschichte und Tradition jedes der besuchten Orte. Die Nordvegen-Konzerte bildeten eine akustische und intime Grundlage für die absolut hörenswerte Auftragsarbeit „Hugsjá“. Das Werk wurde in Bergens Premierenkonzertsaal Grieghallen uraufgeführt und  das Material schließlich aufgenommen und  zu diesem Album zusammengefasst.

Der Opener „Hugsjá“ startet gleich stimmungsvoll mit traditionellen Saiten-Instrumenten und Gesängen. Meditativ und beruhigend. Geil!

Das darauffolgende „WulthuR“ beginnt mit traditionellen Blasinstrumenten und ist nicht minder stimmungsvoll. Moderne Schlagszeugbeats geben dem Song eine ganz eigene Note.

Keltisch anmutende Gesänge á la Alan Stivell zieren den nächsten Song „Ni Døtre av Hav„. Nummer 4 „Ni Mødre av Sol“ bedient den Hörer wieder mit atmosphärischen Klängen von Streichinstrumenten, traditionellem Gesang und Hintergrundchören. Modernes Schlagzeug rundet die Klänge ab. „Nattseglar“ klingt dann fast ein wenig asiatisch. Auch die darauffolgenden Lieder sind nicht minder stimmungsvoll und atmosphärisch.

Immer wieder tauchen zwischen den Songs Geräusche aus der Natur wie Wind oder Wasserplätschern auf.

Fazit: Hugsjá ist absolut hörenswert und entführt den Hörer in romantische Landschaften des Nordens und stimmungsvolle Klangbilder.

Hugsjá

Hugsjá

Trackliste:
1. Hugsjá
2. WulthuR
3. Ni Døtre av Hav
4. Ni Mødre av Sol
5. Fornjot
6. Nattseglar
7. Nytt Land
8. Nordvegen
9. Utsyn
10. Oska
11. Um Heilage Fjell

Die Band:
Einar Selvik: Lead vocals, Kravik-lyre, Taglharpa, goat-horn, Bronze-lure, flute and percussion.
Ivar Bjørnson: Guitars and electronics.
Silje Solberg: Hardanger-fiddle and backing vocals.
Iver Sandøy: Drums, percussion and backing vocals.
Håkon Vinje: Backing vocals.

Gastmusiker:
The songs ‘Ni Mødre av Sol’ and ‘Um Heilage Fjell’ feature a mixed choir under management of Stine Kobbeltvedt with the voices of Anna Lisa Lekven, Laila Moberg, Marianne Evensen Østrem, Lisa Nøttseter, Lise Renee Aase, Kristine Bjånesøy Tikkanen, Linda Nytræ, Leif Østrem, Brede Lærum, Jan Helge Kordts, Jan-Ove Hansen, Richard Myhre Gåssand and Stine Kobbeltvedt.

Hörprobe auf YouTube:

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de