Review: HERMAN FRANK – FIGHT THE FEAR Review: HERMAN FRANK – FIGHT THE FEAR
Heavy Metal-Urgestein HERMAN FRANK ist mit seinem vierten Album “Fight The Fear” zurück. Auch dieses Mal gibt es von dem Hannoveraner und seinen Mannen... Review: HERMAN FRANK – FIGHT THE FEAR

Heavy Metal-Urgestein HERMAN FRANK ist mit seinem vierten Album “Fight The Fear” zurück. Auch dieses Mal gibt es von dem Hannoveraner und seinen Mannen die metallische Vollbedienung. Krachende Riffgewitter, treibende Grooves und geniale Soli – HERMAN FRANK liefert in vierzehn mächtigen Heavy Metal/Rock Songs einfach das, was er am besten kann. Und das geht richtig ab.

Nach seinen Zeiten bei ACCEPT und VICTORY startete HERMAN FRANK 2009 sein Soloprojekt. Zehn Jahre später gibt der Gitarren-Veteran nun mit seinem vierten Soloalbum „ Fight The Fear“ Vollgas – und zwar mächtig. Dabei hat HERMAN FRANK statt einer One-Man-Show eine zusammengewachsene Band am Start, die sich durch perfektes Teamwork auszeichnet und aus absoluten Vollblutmusikern besteht, wie HERMAN FRANK es einer ist. So stehen der Gitarren-Legende MASTERPLAN-Frontmann Rick Altzi, Gitarrist Heiko Schröder, Ex-RAGE-Schlagzeuger André Hilgers und JADED HEART-Bassist Michael Müller zur Seite und gemeinsam lassen sie es richtig krachen. HERMAN selber sagt dazu: “Ein solches Bandgefüge hatten wir bisher noch nicht. Jeder bringt sich ein und es ist ein fantastisches und konstruktives Arbeiten.“ Die gute Zusammenarbeit zeigt sich auch beim Songwriting. HERMAN Frank erklärt hierzu: „Ich finde, dass der Sänger die Texte beisteuern sollte, denn letztendlich muss er sie ja rüberbringen und mit Leben erfüllen. So arbeite ich mit Rick schon seit „Right In The Guts“ und alles klappt wunderbar.“ Sänger Rick Altzi erklärt zu seinen Texten: „Es war nicht meine Absicht, irgendeine politische Aussage zu diesem Album zu machen, aber meine Frustration über die Welt, in der wir leben, hat mich irgendwie dazu gebracht, Texte darüber zu schreiben. Wie passen wir uns der Bedrohung und der Angst vor Gewalt an? Die Menschheit scheint eine kurze Erinnerungsspanne zu haben und macht immer dieselben Fehler. Auch in der heutigen Zeit lassen wir uns immer noch von der Religion Entscheidungen diktieren, die von Menschen und Regierungen getroffen werden sollten.“ Und mit einem Grinsen ergänzt er: „Ich habe aber nur acht von vierzehn Texten geschrieben, also ist auch noch genug Platz für Liebeslieder und puren Rock’n Roll.“

Musikalisch ist die Marschrichtung klar: HERMAN FRANK zaubert natürlich rasiermesserscharfe Riffs, knackige Hooks und mitreißende Soli am laufenden Band. Daneben bleibt für Rick Altzi genügend Platz gesanglich zu brillieren und Akzente von hart bis gefühlvoll melodisch zu setzen. Und als Grundlage funktioniert die Rhythmusfraktion wie ein Uhrwerk und treibt die Songs mit viel Power und Gefühl voran. So wirken die Songs, wie aus einem Guss und haben soviel Variation, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt.HERMAN FRANK – FIGHT THE FEAR_Artwork

Die Songs lassen sich grob in drei Kategorien einteilen. Da gibt es zunächst solche, bei denen die Double Bass immer wieder das Vollgas zum Bodenblech durchtritt und die wirbelwindartigen Gitarren den Hörer mitreißen. Dazu gehören die beiden Doppel-Bretter als Opener „Until The End“ und „Fear“, sowie die Uptempo-Groover „Sinners“ und „Wings Of Destiny“. Zur zweiten gehören die wahren Groovemonster, die stilistisch etwas an Accept erinnern. Hier ist vor allem der coole Stampfer „Terror“ und die Mid-Tempo-Dampframme „Stay Down“ hervorzuheben. „Hail & Row“ funktioniert ähnlich, lässt aber etwas durchschnaufen und erinnert ein kleines Bisschen an Black Sabbath. Das packende „Hatred“ pendelt etwa zwischen diesen beiden Kategorien mit treibender Double Bass, mächtig viel Groove und einer kurzen Verschnaufpause mitten im Song. Auf dem gleichen Level, aber ohne Intermezzo, befindet sich „Rock You“. Als dritte Kategorie kommen die richtig fetten Metal-Rocker „Hitman“, „Don´t Cross The Line“ und „Are You Ready“, die einfach Spaß machen. Den Abschluss findet „Fight The Fear“ in der Power-Ballade „Lost In Heaven“, die auf der einen Seite sehr gefühlvoll und auf der anderen sehr kraftvoll ist. Ein sehr gelungener Abschluss einer einfach tollen Scheibe.

Insgesamt hat HERMAN FRANK mit “Fight The Fear” ein sehr geiles Album am Start. Die Songs wirken einfach in sich passend und man kann sich ihnen spätestens nach dem zweiten Hören nicht mehr entziehen. Sie haben Groove, sie rocken und bleiben einfach im Gehörgang stecken. Nicht nur, dass klar ist, dass hier Vollprofis am Werk sind. Auf „Fight The Fear“ funktioniert HERMAN FRANK als Band. Innovationswütige mögen hier vielleicht die Augen verdrehen, aber das ist egal, denn auf „Fight The Fear“ gibt es packenden Heavy Metal mit geilen Gitarren und fettem Groove zum Headbangen.

Anspieltipps: Until The End, Fear, Hatred, Stay Down, Don´t Cross The Line, Wings Of Destiny

Review: Michael Glaeser

Tracks

  1. Until The End
  2. Fear
  3. Terror
  4. Sinners
  5. Hatred
  6. Hail&Row
  7. Hitman
  8. Stay Down
  9. Rock You
  10. Don’t Cross The Line
  11. Are You Ready
  12. Wings Of Destiny
  13. Waiting For The Night
  14. Lost In Heaven

Line up:

Herman Frank – Gitarre

Rick Altzi – Vocals

Andre Hilgers – Drums

Michael Müller – Bass

Heiko Schröder – Gitarre

Hörprobe auf Youtube von „Fear“:

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