Review: Fiddler’s Green –  HEYDAY Review: Fiddler’s Green –  HEYDAY
HEYDAY, das mittlerweile 14. Studioalbum von Fiddler’s Green ist eine Mischung aus fetzigem Metal, tanzbarem irischem Folk und wütendem politischem Punkrock. Die ideale Grundlage,... Review: Fiddler’s Green –  HEYDAY

HEYDAY, das mittlerweile 14. Studioalbum von Fiddler’s Green ist eine Mischung aus fetzigem Metal, tanzbarem irischem Folk und wütendem politischem Punkrock. Die ideale Grundlage, unserer Wut gegen die herrschenden Missstände Ausdruck zu verleihen.

Single_CoverSeit fast 30 Jahren sind FIDDLER’S GREEN so etwas wie das gallische Dorf unter den einheimischen Rockbands. Ihre Form des Widerstandes gegen die herrschenden musikalischen Konventionen brachte ihnen Erfolg um Erfolg. Als deutsche Band verrockte irische Musik zu spielen ist zwar mutig aber wenn man’s kann…. Und FIDDLER’S GREEN können es. Das Sextett steht heute besser da denn je und kann sich zu Recht eine der erfolgreichsten Bands des Landes nennen.

Wir bekommen natürlich mit, was um uns herum passiert und es gibt etliche Musiker, die echte Probleme haben. Wir hingegen hatten das Glück, immer erfolgreicher zu werden“, sinniert Akkordeonist Stefan Klug.

Wir haben eine Zeit  in der wir wieder mehr kämpfen müssen: für Gerechtigkeit, für ein politisches und gesellschaftliches Gleichgewicht, für Fairness und für Stabilität. FIDDLER’S GREEN haben die weltweiten Entwicklungen lange genug beobachtet und beziehen mit ihrem neuen Album mehr als eindeutig Stellung.

 „HEYDAY“ erscheint am 8. März 2019. Gemeinsam mit Produzent Jörg Umbreit, unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Bands wie In Extremo, Dritte Wahl, etc.  haben die Musiker 15 Songs auf Scheibe gebannt. Die Lieder bringen alles mit, was Fans an denFIDDLER’S GREEN so schätzen. Dennoch klingen sie überraschend frisch und mit teilweise ungewohnter aber äußerst angenehmer Power.

 Die erste Single „No Anthem“  bezieht sich auf aktuelle gesellschaftspolitische Themen. Der Band ist es ein großes Anliegen, mit „No Anthem“ auch politisch Stellung zu beziehen und eine deutliche Position gegen den zunehmenden weltweiten Rechtsruck zu verdeutlichen.  „Wer uns persönlich oder als Band kennt, dem reicht eigentlich der gesunde Menschenverstand, um zu erkennen, wo wir stehen„, so Stefan. „Vor zehn Jahren gab es eben noch nicht diesen Mitteilungsbedarf“, meint Gitarrist Pat Prziwara dazu. „Heute kannst du nicht oft genug Stellung beziehen, man darf dessen nicht müde werden und gerade wenn du in der Öffentlichkeit stehst, bist du doch quasi dazu verpflichtet.“

So präsentiert sich „No Anthem“ als moderner Protestsong, von der Haltung und Energie dem Schaffen eines Joe Strummer oder Frank Turner ähnlich. Aber mit „This is not an anthem, this is a real rebel song“ eben auch urtypisch Fiddler’s Green. „Der sogenannte Rebel Song ist integraler Bestandteil der irischen Kultur“, so Stefan beipflichtend. „Und wenn du irisch beeinflusste Musik mit einer Aussage verbinden möchtest, liegt es natürlich nahe, einen zeitgemäßen Rebel Song zu schreiben. Andererseits pflegen die Iren auch die Tradition der Trinklieder, der wir uns ebenfalls sehr verbunden fühlen“.

Das Video zum Song entstand in Berlin zusammen mit Oliver Sommer von AVA, der schon in den ganz frühen Jahren erste Berührungspunkte mit der Band hatte. Auch wenn „No Anthem“ textlich dazu aufruft, sich klar und bestimmt gegen rechtes Gedankengut zu stellen, so gibt es im Video am Ende doch eine kleine Wendung, die aufzeigt, dass unsere Gesellschaft nur gemeinsam in friedlichem Miteinander funktionieren kann.

Das Album besteht aus 15 irisch-tanzbaren, aber auch punkig-wütenden Songs, mit denen die Band ihre Statements gegen die zur Zeit herrschenden Missstände in der Welt zum Besten geben.  Mit dem neuen, mittlerweile 14. Studioalbum „HEYDAY“ könnte der ganz große Wurf gelingen. Eine Mischung aus Metal, Folk und politischem Punkrock bietet sich hier als ideale Grundlage an, unserer Wut Ausdruck zu verleihen. Also hört rein und schwingt das Tanzbein!

Bandmitglieder: Ralf Albers, Tobias Heindl, Pat Prziwara, Frank Jooss,

 Titelliste
(Standard Album)

1. Prelude
2. The Freak Of Enniskillen
3. No Anthem
4. Limerick Style
5. Farewell
6. Born To Be A Rover
7. The Congress Reel
8. Sláinte
9. Better You Say No
10. Cheer Up
11. One Fine Day
12. John Kanaka
13. Heyday
14. Steady Flow
15. Together As One

http://heyday.fiddlers.de/de/

Hörprobe auf YouTube

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de