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Review: ETERNITY´S END – UNYIELDING Review: ETERNITY´S END – UNYIELDING
Die Power Metal-Expertentruppe ETERNITY´S END geben auf ihrer zweiten Scheibe “Unyielding” wieder mit viel Power und Melodie Vollgas. Wo auf der einen Seite die... Review: ETERNITY´S END – UNYIELDING

Die Power Metal-Expertentruppe ETERNITY´S END geben auf ihrer zweiten Scheibe “Unyielding” wieder mit viel Power und Melodie Vollgas. Wo auf der einen Seite die Finger in Hochgeschwindigkeit über Saiten und Tasten fliegen, kommen auf der anderen Seite Melodie und Eingängigkeit nicht zu kurz. Mit „Unyielding“ orientieren sich ETERNITY´S END an Genre-Größen wie STRATOVARIUS oder DRAGONFORCE nicht nur sound-technisch, sondern auch qualitativ. Und das soll was heißen.

Auch wenn ETERNITY´S END erst 2014 von Gitarrist/Songwriter Christian Muenzner ins Leben gerufen wurden, strotzt das Line up nur so an Power Metal-Erfahrung. Für ETERNITY´S END´s zweites Album holte sich Muenzner neben den Original-Mitglieder Pitts und Grossmann zusätzlich den Quebecer Gitarristen und Songwriter Phil Tougas an die Seite. Dazu kamen die beiden Power Metal–Veteranen Iuri Sanson (ex-Hibria) und Mike Lepond (Symphony X). Und genau diese geballt Erfahrung macht sich beim zweiten Werk „Unyieling“ bemerkbar. ETERNITY´S END zocken einfach Power Metal vom Feinsten. Hierbei pendeln sie stilistisch zwischen der melodischen Variante der Marke STRATOVARIUS, dem Hochgeschwindigkeitsexpress DRAGONFORCE und dem hymnischen Powersound von RHAPSODY. So ist „Unyielding“ technisch hochwertig mit neoklassischen Elementen und komplexen Spielweisen von Gitarren und Keyboards. Die Gitarre-Keyboard (Cembalo-Klang)-Duelle haben das Flair alter Malmsteen/Johannson-Genialitäten. Die Gitarren-Duelle und -Soli hätten auch gut aus dem Hause Shrapnel stammen können. Und doch klingt „Unyielding“ modern und ETERNITY´S END finden ihren eigenen technischen, kraftvollen und griffigen Sound. Dazu kommt die passende Power Metal-Stimme von Iuri Sanson, dessen Screams im wahrsten Sinne des Wortes höchstes Niveau erreichen. Gemischt wurde „Unyielding“ von IRON SAVIOUR-Mastermind Piet Sielck.

Der Opener „Into Timeless Realms“ geht direkt in die Vollen und bietet alles, was das Power Metal-Herz begehrt – technisch hochwertig, gewitterartig riffend und melodisch griffig.  Bei „Cyclopean Force“ und „Unyielding“ geht man minimal vom Gaspedal, was die Gitarren/Keyboard-Parts griffiger macht. Mit „Blood Brothers“ wird es zwar nicht langsamer, aber hymnischer, was durchaus gefällt. Im Instrumental-Song „Dreaming Of Cimmerian Shadows” duellieren sich Gitarren und Keyboard ziemlich genial mit einer enormen Energie. Grandios. „Horizonless“ ist etwas ruhiger und rockiger. Dadurch fällt der Song sehr atmosphärisch und hymnisch aus und ist sicherlich der eingängigste des Albums. Danach wird mit „Under Crimson Moonlight” im bekannten Format wieder Gas gegeben. “Necromantic Worship” ist etwas düsterer angelegt und hat einen minimalen Black Metal-Einschlag. „Triumphant Ascent” eröffnet im RUNNING WILD-Stil. Später darf indem Song munter soliert und duelliert werden. Den Abschluss findet das Album mit „Beyond The Gates Of Salvation”, einem Song der noch einmal neue Aspekt zum Sound hinzufügt und dadurch interessant aber auch etwas inhomogen klingt.ETERNITY´S END – UNYIELDING_Cover

Insgesamt ist „Unyielding“ ein tolles Power Metal-Werk, das die Klasse der Musiker voll und ganz widerspiegelt. Trotz Unmengen an technischen Finessen greifen die Songs beim ersten Durchlauf. Gitarren und Keyboard sind perfekt aufeinander abgestimmt. Lediglich die Texte harmonieren nicht immer mit der Melodieführung, was her und da etwas holpert. Dennoch ist „Unyielding“ sehr gelungen und sollte besonders bei den Fans der oben genannten Bands Anklang finden.

Anspieltipps: Into Timeless Realms, Blood Brothers (The Oath), Dreaming Of Cimmerian Shadows, Under Crimson Moonlight

Veröffentlichungstermin: 22. März 2019

Review: Michael Glaeser

Tracks:

  1. Into Timeless Realms
  2. Cyclopean Force
  3. Unyielding
  4. Blood Brothers (The Oath)
  5. Dreaming Of Cimmerian Shadows
  6. Horizonless
  7. Under Crimson Moonlight
  8. Necromantic Worship
  9. Triumphant Ascent
  10. Beyond The Gates Of Salvation

 

Line up:

Iuri Sanson – Vocals

Christian Muenzner – Guitars

Phil Tougas – Guitars

Jimmy Pitts – Keyboards

Mike LePond – Bass

Hannes Grossmann – Drums

Einbettungscode Youtube von „Triumphant Ascent“:

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de