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Review: Broken Fate – Reborn Review: Broken Fate – Reborn
Schon das Debüt „The Bridge Between“ der Schweizer Heavy Thrasher „Broken Fate“ wusste zu gefallen. Mit „Reborn“ wird in nicht minderer Qualität nachgelegt. Review: Broken Fate – Reborn

Schon das Debüt „The Bridge Between“ der Schweizer Heavy Thrasher „Broken Fate“ wusste zu gefallen. Mit „Reborn“ wird in nicht minderer Qualität nachgelegt.

„Broken Fate“ aus Zürich vermengen stellenweise klassischen Heavy Thrash Metal mit zeitgenössischen Strömungen. Auf ihrem aktuellen Werk „Reborn“ bleiben sie ihrer Linie weitestgehend treu. Hier und da wird Raum für Experimente geschaffen. Doch die ursprüngliche Marschrichtung wird beibehalten. Selbst die konsumentenfreundliche Spielzeit des Vorgängers von über einer Stunde wird auch dieses Mal beinahe erreicht.

Recht stilsicher wandeln die Vier zwischen Tradition und Moderne. Die meisten Lieder werden durch eine gute Soli-Arbeit und den angenehmen Reibeisengesang wohlfeil gehobelt.

Das erste Lied ,,We want more“ erweckt zum Teil den Eindruck, dass man mehrere Geschmäcker bedienen und so viele Hörer wie möglich auf einmal für sich gewinnen wollte und wirkt daher ein wenig überladen.Broken-Fate-Reborn-CD-Cover

Dieser vermeintlich ungünstige Eindruck lässt sich jedoch leicht durch die späteren Stücke revidieren.

Bereits das nachfolgende „Forget Nothing“ lockert diese Struktur etwas und wendet sich einer traditionellen Vortragsweise zu. Ab den zielstrebigen „The Hammer crushes you“ und „Don’t wake me up“, das womöglich einprägsamste Stück, das wahrlich im Gedächtnis Anker wirft, wird dieser Grad vollends erreicht. Ähnliches Potenzial entwickelt vor allem das auch textlich das Genre zelebrierende „Kiss the Night“.

Mit „Everything around you“ und „Our War against all“ kehrt man zwar kurzzeitig zur eingangs vorzufindenden Mischung mit Gebrüll und modernen Schlagzeug-Passagen hin.

Das gelungene Instrumental „Souls of Metal“, das seinen Namen wahrlich im Inneren trägt und das feurige „Fire and Gasoline“ bringen die Scheibe aber wieder auf die erfolgreiche Heavy-Schiene.

In der rauhen Stimme des Sängers Bänteli steckt zudem ein große Klarheit. Der beste Beweis wird in der das Album beschließende Ballade „On the Other Side“ erbracht. Hier zeigen die Eidgenossen, dass sie auch ruhigere Töne beherrschen, die mit dem kernigen Gesangsbeitrag eine harmonische Einheit bilden.

Die eingeschlagene, größere Spartenabdeckung gelingt an sich ganz gut und dürfte für viele ansprechend sein. Die klassisch anmutenden Stücke stehen ihnen jedoch am besten zu Gesicht und wirken wesentlich überzeugender.

Dabei gelingt es ihnen immer wieder die verschiedenen Stilrichtungen stimmig in ihr eigenes Klangbild zu verpacken.

Die kleine, musikalisch zu Unrecht nicht allzu sehr beachtete Schweiz brachte schon ein paar nennenswerte Formationen hervor. Mit „Broken Fate“ findet sich nun eine weitere helvetische Bereicherung.

Anspielempfehlung: The Hammer crushes you, Don’t wake me up , Kiss the Night

Review: Daniel Oestreich

Besetzung:  Tobias John Bänteli  – Gesang / Gitarre, Gabriele Sacco – Gitarre, Patrick von Gunten –  Bass, Alessandro de Cicco – Schlagzeug

Titelliste:

  1. We want more 4:46
  2. Forget Nothing 3:45
  3. The Hammer crushes you 5:02
  4. Don’t wake me up 4:33
  5. Humanity in Black 5:46
  6. Kiss the Night 3:20
  7. Everything around you 4:26
  8. Our War against all 4:06
  9. Souls of Metal 5:24
  10. Fire and Gasoline 4:18
  11. The Ruler of Mankind 4:27
  12. On the Other Side 5:02

Hörprobe auf Youtube von „Don’t wake me up“

 

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