Review: BLOODBOUND – RISE OF THE DRAGON EMPIRE Review: BLOODBOUND – RISE OF THE DRAGON EMPIRE
Dass Schweden ein guter Boden für exzellente Metalbands ist, ist hinreichend bekannt. BLOODBOUND stehen da ihren Genrekollegen in nichts nach. Ihr neues Album „Rise... Review: BLOODBOUND – RISE OF THE DRAGON EMPIRE

Dass Schweden ein guter Boden für exzellente Metalbands ist, ist hinreichend bekannt. BLOODBOUND stehen da ihren Genrekollegen in nichts nach. Ihr neues Album „Rise Of The Dragon Empire“ ist der beste Beweis dafür. Hymnischer Heavy Metal mit großen Melodien, wie man ihn von BLOODBOUND kennt, wird mit stimmungsvollen nordischen Folk-Einflüssen gemischt. Das Ergebnis macht einfach Spaß.   

Im Jahre 2018 schickten sich die Schweden BLOODBOUND an, ihr achtes Studioalbum aufzunehmen. Hierbei wurde musikalisch der klassische Heavy Metal des 2012er Releases “In The Name Of Metal” und die orchestrale, bombastische und symphonische Richtung des letzten Albums „Stormborn“ fusioniert werden. Dieser Kombination wurden schließlich mit einem guten Schuss nordischer Folk-Klänge gewürzt und fertig war „Rise Of The Dragon Empire“. Und so bieten BLOODBOUND das, was man an ihnen schätz und erhofft geliefert zu bekommen: Hymnische Songs mit großen Melodien und stimmungsvollem Heavy Metal. Natürlich haben BLOODBOOUND jede Menge skandinavisches Blut in ihren Song, so dass man sich an verschiedensten Stellen an Größen, wie Nightwish, Sabaton oder Stratovarius erinnert fühlt, was ja nicht gerade das Schlechteste ist. Die Gitarren riffen wie gewohnt grandios und die Keyboards sorgen für mächtig Stimmung und Atmosphäre. Dank ihres ausgeprägten Gefühls für tolle Melodien und der perfekt dazu passenden Stimme von Sänger Patrick J. Selleby wirkt „Rise Of The Dragon Empire“ bei aller tollen Stimmung deutlich ausgereifter als so manch anderer Release aus der skandinavischen Party-Metal-Fraktion. Gleichzeitig haben sich BLOODBOUND vom Sound her auch weiterentwickelt. Besonders die nordischen Folk-Klänge geben den Songs zusätzlich Flair und helfen neue Stimmungen zu schaffen. Für den richtigen Mix zeigte sich wie auch bei den letzten vier Alben wieder Jonas Kjellgren verantwortlich. BLOODBOUND – RISE OF THE DRAGON EMPIRE

Mit „Rise Of The Dragon Empire“ gibt es als Opener direkt einen absoluten Stimmungsmacher, der hymnisch, melodisch und einfach Metal ist und mit tollen Hooks und einem packenden Refrain glänzt. Gewürzt ist das Ganze mit ein paar Nightwish-Anleihen. Bei diesem Song wird deutlich, was BLOODBOUND von den anderen Metal-Stimmungskanonen abgrenzt: BLOODBOUND machen Stimmung und sind melodiös ohne in den totalen Kitsch abzugleiten. „Slayer Of Kings“ startet stimmungsvoll nordisch, um dann mächtig Vollgas zu geben. Der Refrain ist ein Mega-Mitgröler im Sabaton-Stil mit nordischem Einschlag. Die hymnische Midtempo-Nummer „Skyriders And Stormbringers“ hat eine sehr interessante Melodieführung. Hier machen besonders das Gitarrensolo und die tollen Power Metal-Harmonien Spaß. „Magical Eye“ repräsentiert danach einfach alles, wofür BLOODBOUND geliebt wird – und das ist wahrlich ein echtes Qualitätsmerkmal. „Blackwater Bay“ klingt am Anfang leider kitschig. Der Song ist zwar nett und hat sicherlich seine Qualitäten, wirkt aber irgendwie zu durchkalkuliert. „Giants Of Heaven“ läuft dann wieder auf höherem Niveau und gesteigertem Tempo. Der Refrain hat mächtig Power. Wer auf die frühen Avantasia steht, ist bei diesem Song genau richtig. „The Warlock’s Trail“ ist die nächste nordisch angehauchte Power-Nummer mit enorm viel Stimmung im Refrain und einer tollen Melodie. „A Blessing In Sorcery“ dagegen fehlen etwas die Auffälligkeit und ist ein durchschnittlich guter Song mit den BLODBOUND-Trademarks, mehr aber nicht. „Breaking The Beast“ kommt als melodiöser Stampfer daher, der zwischendurch Fahrt aufnimmt und mit ordentlich Power weiterstampft. „Balerion“ ist sehr genialer symphonischer Power Metal. Die grandiose Gitarren/Keyboard-Einleitung ist ein Brett. Der Song ist eines der Highlights von „Rise Of The Dragon Empire“, bei dem einfach alles stimmt. Zum Abschluss gibt es mit „Reign Of Fire“ eine sehr schöne folkloristisch angehauchte Nummer. Das Plätschern eines Bachs, atmosphärische Keyboards, Akustikgitarren, Flötenklänge, indianisch-klingende Hintergrundstimmen und viel Gefühl werden mit einer tollen Melodie verwoben und entführen den Hörer in eine verzauberte Welt. Der Song ist ein ungewöhnlicher, aber schöner Abschluss für ein sehr abwechslungsreiches Album.

Insgesamt haben BLOODBOUND mit „Rise Of The Dragon Empire“ ein Album geschaffen, dass vor Abwechslung, stimmungsvollen Melodien, packenden Refrains und einfach klasse Heavy Metal einfach nur so strotzt. Gerade wenn man kurz mal denkt, dass es zu kitschig wird, hauen BLOODBOUND eine tolle Melodie raus und heben die Songs auf einen anderen Level. Selbst die ein, zwei schwächeren Momente des Albums bewegen sich immer noch auf hohem Niveau und fallen nur auf, weil der Rest des Albums so stark ist. BLOODBOUND sind einfach in Höchstform.

Anspieltipps: Slayer Of Kings, Magical Eye, Giants Of Heaven, Balerion, The Warlock’s Trail, Reign Of Fire

Veröffentlichungstermin: 22. März 2019

Review: Michael Glaeser

Tracks:

  1. Rise Of The Dragon Empire
  2. Slayer Of Kings
  3. Skyriders And Stormbringers
  4. Magical Eye
  5. Blackwater Bay
  6. Giants Of Heaven
  7. The Warlock’s Trail
  8. A Blessing In Sorcery
  9. Breaking The Beast
  10. Balerion
  11. Reign Of Fire

 

Line up:

Patrik J. Selleby – Vocals

Tomas Olsson – Guitars

Henrik Olsson – Guitars

Anders Broman – Bass

Fredrik Bergh – Keyboards

Daniel Sjögren – Drums

 

Hörprobe und Video auf Youtube von „Rise Of The Dragon Empire“:

 

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