Review: Atrium Noctis  – Aeterni Review: Atrium Noctis  – Aeterni
Die Kölner Schwarzmetaller „Atrium Noctis“ huldigen auf ihrem vierten Werk „Aeterni“ der dunklen Magie der Ewigkeit. Review: Atrium Noctis  – Aeterni

Die Kölner Schwarzmetaller „Atrium Noctis“ huldigen auf ihrem vierten Werk „Aeterni“ der dunklen Magie der Ewigkeit.

„Atrium Noctis“ gehört zweifelsohne zu den Bands, bei denen kritische Zungen behaupten könnten, wozu man überhaupt Texte braucht, man verstehe ja sowieso kaum ein Wort. Andererseits kann man darin auch etwas Positives sehen. Die Stimme des Sängers Hein wandelt zwischen krächzendem Troll und grunzendem Oger. Und die geringe akustische Verständlichkeit der Texte birgt etwas Geheimnisvolles und formt mit der melodischen Instrumentalität eine vertonte Phantasiewelt.

Auf den älteren Alben wie „Blackwards“ und „The Eyes of Medusa“ regiert mehrheitlich roher, melodischer Black Metal. Spätestens ab der dritten Scheibe „Home“ gestaltet sich die Musik nun variantenreicher mit zahlreichen Arrangements und zunehmender Klangtiefe, teilweise ein bisschen Richtung Pagan geneigt, so dass sie auch für weniger geschwärzte Ohren zugänglicher wird. Die treibende Kraft hinter dem Ganzen bleibt aber ganz klar und uneingeschränkt der Black Metal. Manches Mal verstärkt durch elfengleichen Gesang und die beinahe omnipräsenten, sphärischen Melodien.Atrium Noctis  – Aeterni

Annähernd jeder Silberling wurde von einem anderen Sänger eingesungen. Daher gibt es im gesanglichen Bereich kaum Kontinuität. Die einzige Konstante sind schöne Tasten generierte Melodien mit denen die Titel durchwoben sind. Dieser Aspekt ist nicht verwunderlich, da die Bedienerin des Tasteninstruments „Hydra Gorgonia“ die Schlüsselfigur in Atrium Noctis Spielsystem ist.

Lieder wie „Leviathan“, „Datura Noir“ und  „Die Nacht des Falken“ stechen dabei auf „Aeterni“ besonders hervor.

Schon fast als zusätzliches Erkennungsmerkmal anzusehen ist, dass jede bisher erschienene Platte durch ein ruhiges Akkustiklied ausklingt.

Auch Kenner des „The Eyes of Medusa“ – Albums, denen die teils schräge Gesangsdarbietung dort, trotz guter Instrumentalgestaltung, nicht so ganz zugesagt hat, sollten eine Hörprobe bei „Aeterni“ und ebenso dem Vorgänger „Home“ wagen. Denn die positive Entwicklung auf der bisherigen Rotationsposition am Mikrophon erbringt dem stets toll inszenierten Tongewand eine höhere Stellung in der ihm gebührenden Anerkennung.

Anspielempfehlung: Datura Noir, Leviathan, Die Nacht des Falken

Review: Daniel Oestreich

 

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