NIGHTWISH – Interview mit TROY DONOCKLEY Teil 1 NIGHTWISH – Interview mit TROY DONOCKLEY Teil 1
NIGHTWISH finden auf dem zweiten Teil ihrer „Decades“-Tour den Weg in die Frankfurter Festhalle. Dort steht TROY DONOCKLEY Lydia und Michael von Metalogy.de Rede... NIGHTWISH – Interview mit TROY DONOCKLEY Teil 1

NIGHTWISH finden auf dem zweiten Teil ihrer „Decades“-Tour den Weg in die Frankfurter Festhalle. Dort steht TROY DONOCKLEY Lydia und Michael von Metalogy.de Rede und Antwort und erzählt über das neue NIGHTWISH-Album, Pläne für eine besondere Tour, ein neues AURI-Album und Floors Gesangskünste. Und zwischendurch gibt er seine Zauberkünste und Kenntnisse über „Dick und Doof“ zum Besten.

Hallo Troy, wie läuft Eure „Decades“-Tour bisher?

Troy: Furchtbar. (Lacht laut) Nein. Es läuft wunderbar. Sie ist relativ kurz im Vergleich zu den Touren über zwei Jahre, die wir sonst machen. Dieses Mal ist es nur ein Jahr. Aber es war bisher sehr intensiv und es war großartig. Es war richtig gut und wir haben jetzt auch nur noch fünf Shows vor uns. Und dann war es das erst einmal für eine Weile. Es war wirklich fantastisch.

Bezüglich der „Decades“: Du bist relativ neu in der Band. Welche der Dekaden bevorzugst Du persönlich? Die Letzte?

Troy: Natürlich. Die Dekade, seit ich dazu kam. Es war interessant, an dem alten Material zu arbeiten, dem Material vor der „Dark Passion Play“, dem Album bei dem ich das erste Mal dabei war. Das alte Material vor dem Album „Once“ war für mich komplett neu. Das war sehr aufschlussreich für mich.

Hast Du einen Lieblings-NIGHTWISH-Song?

Troy: „The Greatest Show On Earth“. Definitiv. Und ohne Zweifel.

Als Du damals gefragt wurdest, was war für Dich der Schlüsselfaktor dich NIGHTWISH snzuschließen?

Troy: Es waren die Möglichkeiten, die mich in die Band brachten. Neue Horizonte. Neue Wege sich musikalisch auszudrücken. Bevor ich NIGHTWISH beigetreten bin, habe ich nie etwas von NIGHTWISH gehört gehabt. Ich wusste gar nicht, wer die waren. Es kam durch meinen Freund Pip Williams, der die Orchesterarrangements für NIGHTWISH seit  „Once“ gemacht hat. Ich hatte keine Ahnung, wer sie waren und er schickte mir eine Kopie von „Once“. Ich habe sie mir angehört und dachte mir, dass das wirklich sehr außergewöhnlich ist. Davor habe ich ein bisschen New Wave Of British Heavy Metal in den frühen 80ern gehört. Aber eigentlich war ich eher für Progressiv Rock zu haben, wie Pink Floyd, Yes, Genesis, Jethro Tull und so. Ich kannte mich also gar nicht so in der Metal-Szene aus. Ich habe den klassischen Metal gemocht, hatte aber keine Ahnung von neuem, modernem Metal. Symphonic Metal? Davon hatte ich noch nie etwas gehört. Als ich es dann aber gehört habe, hat es sofort meine Neugierde geweckt. Weil es sich für mich sehr progressiv anhörte, das NIGHTWISH-Album „Once“. Aber um deine Frage zu beantworten: Es war das Potenzial. Mit der Band neue Horizonte ausloten und sehen, wie weit man gehen kann.

Wann hast Du angefangen Metal zu spielen?

NIGHTWISH_Festhalle Frankfurt © Lydia Polwin-Plass

Troy: Genau dann. In 2007. Aber davor war ich in einigen Progressive Rock Bands. Wir haben etwas Hard Rock gespielt, wie Led Zeppelin oder Deep Purple.

Hast Du selber ein Vorbild?

Troy: Seit ich ein kleines Kind war, bin ich ein riesiger Pink Floyd-Fan. Mein Held damals war David Gilmour, der Gitarrist von Pink Floyd. Und Peter Gabriel. Und Mike Oldfield. Ich war auch ein riesiger Mike Oldfield-Fan. Aber: Ja, ich war ein unglaublicher Floyd-Freak damals und ich bin da auch noch nicht so richtig rausgewachsen.

Du erwähntest, dass nur noch fünf Shows für diese Tour anstehen. Was sind Eure Pläne für danach? Wie sieht es mit dem neuen Album aus?

Troy: Alles, was im ganzen nächsten Jahr passieren wird, hat mit dem neuen Album zu tun. Das wird das gesamte Jahr einnehmen. Wir haben einen Zeitplan, an den wir uns halten werden. Die Arbeiten am Album und das Arrangement des Albums werden den Sommer über in Finnland stattfinden. Und dann nehmen wir die Chöre und die Orchester im Herbst auf. Und dann ist es Weihnachten und wir werden sehen, was passiert, wenn das Album Anfang 2020 rauskommt.

Du hast mit Tuomas und Johanna das Nebenprojekt AURI gemacht. Tuomas sagte in einem Interview, dass ihm das AURI-Projekt neue Inspirationen gab. Denkst Du, dass der Sound von AURI auch das neue NIGHTWISH-Album beeinflusst hat?

Troy: Ich bin mir da nicht ganz sicher. Ich denke, für Tuomas war es eine Art Befreiung. Er hatte eine Blockade gehabt, so wie eine Schreibblockade bei einem Schriftsteller. Die Arbeit an AURI hat ihn davon befreit und er hat wieder Spaß daran, Musik zu schreiben. Das ist, was AURI für ihn bewirkt hat. Für mich war es etwas, was ich seit Jahren mit Johanna, der Sängerin, die auch Tuomas´ Frau ist, geplant habe. Wir haben angefangen an ein paar Songs zu arbeiten in 2011. Ich hatte mit ihr zu tun, weil ich damals einen Song für sie geschrieben habe. Wir wollten schon immer AURI machen, wir hatten aber wegen NIGHTWISH keine Zeit dafür. Und als wir dann die Zeit dafür hatten, dachten wir uns: „Lass uns endlich AURI machen. Wir machen das als Trio.“ Und so kam es dann auch. Wir waren dann total begeistert davon und es hat für uns alle super funktioniert. Es war großartig.

Hast Du mal wieder daran gedacht, ein Soloalbum zu machen?

Troy: Ja. AURI ist ja eine Art Solo-Album. Die Zeit ist natürlich das Problem. Und ich habe ja bisher schon drei Solo-Alben gemacht. Zurzeit verspüre ich aber nicht den Drang, ein weiteres Solo-Album zu machen. AURI enthält einen so großen Teil von mir. Ich habe vor, im nächsten Jahr neue Songs für AURI zu schreiben, weil wir vorhaben, ein zweites AURI-Album aufzunehmen. Nach der nächsten NIGHTWISH-Tour planen wir dann wieder mit AURI auf Tour zu gehen. Wir haben den Plan, dann mit AURI in Kirchen und Burgen in Deutschland, Finnland und UK zu spielen. Haltet also die Augen offen. So ist unser Plan. AURI ist für mich wirklich wie an einem Solo-Album zu arbeiten – aber mit meinen Freunden. Das funktioniert für uns alle einfach richtig gut. Auch für Johanna. Sie arbeitet auch etwas an AURI-Songs. Und sobald das NIGHTWISH-Album fertig ist, werden Tuomas und ich das auch tun, dann werden wir mehr als genug Material für das neue AURI-Album haben.

Wann, denkst Du, wird die Tour für das neue NIGHTWISH-Album starten?

NIGHTWISH_Festhalle Frankfurt © Lydia Polwin-Plass

Troy: Das wissen wir noch nicht. Wir werden wahrscheinlich zuerst nach Nord-Amerika gehen – im Frühjahr 2020. Ich denke, wir werden wieder dem Muster der „Decades“-Tour folgen: Zuerst Nord-Amerika, dann Festivals im Sommer, Süd-Amerika im Herbst und Europa im Winter. So mögen wir das, weil es sich so eingespielt hat. Es ist für uns bequemer so.

Gibt es Länder, Städte oder Festivals, wo Ihr noch nicht gespielt habt und wo Ihr gerne mal spielen würdet?

Troy: Absolut. In Afrika. Irgendwo in Afrika. Da waren wir noch nie. Auch nicht auf Island. Ich würde gerne mal in Island spielen. Island würde sicherlich zu uns passen, denke ich. Da müssen wir bald mal hin. Das sind die beiden wichtigsten Orte, wo wir noch nicht waren.

Bist Du in sozialen Projekten aktiv oder involviert?

Troy: Nicht wirklich. Nur indirekt. Ich bin seit etwa 35 Jahren Veganer. Als ich Veganer wurde, wusste überhaupt noch niemand, was vegan ist. Mittlerweile ist es was Normales und es wird immer beliebter, was toll ist. Heute ist es etwas Politisches geworden, aber ich mache das nicht aus politischen Gründen. Ich mache also eher solche Sachen, solche kleineren Sachen. Und ich denke, dass es einen Einfluss auf sehr viele Leben hat, wenn man einen solchen Schritt geht.

Hast Du einen bestimmten Wunsch zu Weihnachten?

Troy: Einen bestimmten Weihnachtswunsch? Ich hoffe, dass der Weihnachtsmann jedem das Box-Set von Laurel & Hardy („Dick und Doof“) schenkt. Ich hoffe, dass jeder von Weihnachten so viel hat, wie ich. Ich weiß, dass meine Bandkollegen das genauso empfinden. Wie lieben alle Weihnachten. Die Nächstenliebe wird besonders gelebt. Und das ist das Wichtigste an Weihnachten. Und natürlich essen und trinken wir viel zu viel und sind dann total vollgestopft. Aber man isst und trinkt einfach zu viel, weile es zusammen auch Spaß macht.

LEST MORGEN TEIL 2 der dreiteiligen Interview-SERIE auf METALOGY

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Review: AURI – AURI

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FOTOSTRECKE – NIGHTWISH und Support „Beast in Black“ in der Festhalle Frankfurt

 

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Nachbericht: Nightwish und Beast In Black – Festhalle Frankfurt, 05.12.2018

 

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de