Metalogy.de - Das Magazin für Metalheadz
Nachbericht: Nightwish und Beast In Black – Festhalle Frankfurt, 05.12.2018 Nachbericht: Nightwish und Beast In Black – Festhalle Frankfurt, 05.12.2018
NIGHTWISH sind seit Jahren Garanten für grandiose Shows und das ganz große Kino. Auf ihrer „Decades“-Tour sind NIGHTWISH in ihrer Setliste an kein aktuelles... Nachbericht: Nightwish und Beast In Black – Festhalle Frankfurt, 05.12.2018

NIGHTWISH sind seit Jahren Garanten für grandiose Shows und das ganz große Kino. Auf ihrer „Decades“-Tour sind NIGHTWISH in ihrer Setliste an kein aktuelles Album gebunden und dürfen aus dem Vollen ihrer Historie der letzten Dekaden schöpfen. Als alleiniger Support und Einheizer wurden die Finnen von BEAST IN BLACK an Bord genommen. Gute Vorzeichen für eine sehr geniale Show.   

NIGHTWISH spielen auf ihrer „Decades“-Tour eine Art Best-of-Setliste und können mit allem glänzen, was während der drei Dekaden seit ihrer Gründung Ende der 90er Jahre an kreativen Meisterwerken geschaffen wurde.

Beast in Black_Festhalle_2018 © Dolores Thunder

Den Abend eröffnen durften aber die Finnen BEAST IN BLACK. Der stimmungsvolle Metal-Stil der Band kam bei der NIGHTWISH-Fangemeinde sichtlich gut an, auch wenn die Songs generell bei Weitem nicht so anspruchsvoll wie beim Headliner des Abends sind. Es gab aber auch einige BEAST IN BLACK-Fans, die mit dem Debütalbum der Truppe, „Berserker“ gut vertraut waren und umgehend in Party-Laune verfielen. Sänger Yannis Papadopoulos war zudem besonders agil und animiert das Publikum immer wieder im besten Stile eines Einheizers. Die gut gefüllte Frankfurter Festhalle nahm dieses gerne an und kam ordentlich in Stimmung. Der ein oder andere hätte sich vielleicht einen Vorgeschmack auf das im Februar 2019 erscheinende zweite Album von BEAST IN BLACK „From Hell With Love“ gewünscht. So wurde das Debüt-Album fast komplett gespielt und BEAST IN BLACK haben auf diesem Wege genau das geleistet, was erwartet wurde: Das Publikum für NIGHTWISH ordentlich in Stimmung zu bringen.

Die folgenden zwei Stunden (plus) standen dann im Zeichen der Symphonic Metal-Megastars NIGHTWISH und einer phantastischen Reise durch ihre musikalische Historie. Aber statt den Abend rasant und explosiv zu starten, gab zum Einstieg der musikalische Tausendsassa Troy Donockley per Flöte eine Instrumentalversion von „Swanheart“ zum Besten. Stimmungsvoller geht es kaum. Und grandioser kann man kaum die Brücke zwischen den Anfangstagen von NIGHTWISH und dem heutigen Line-up schlagen. Die komplette Band legte dann bei „Dark Chest Of Wonder“ richtig los. Und eines wurde sehr schnell (wieder einmal) deutlich: NIGHTWISH wissen einfach, wie man symphonischen Metal auf der Bühne perfekt verkörpert. Sängerin Floor Jansen umgibt eine magische Aura und eine unglaubliche Präsenz. Dass sie sowohl die Songs der Tarja-Ära, als auch die von Anette Olzon ursprünglich gesungenen Stücke einwandfrei beherrscht und grandios verkörpert, steht vollkommen außer Frage. Und auch die anderen Bandmitglieder sind sehr präsent und gut gelaunt und es zeigt sich, wie breit die Band eigentlich aufgestellt ist. Dazu kommt ein sehr geniales Bühnenbild in dessen Mittelpunkt im Hintergrund die Bilder zu den einzelnen Singles und Alben stehen, die sich zudem auf dem Sockel des Schlagzeug-Podests und dem Podest von Troy Donockley fortführen. So entsteht der Eindruck, als ob die Band in die Bilder und Kurzfilme eingebunden sei. Die Setliste für eine solche Show festzulegen, war sicherlich nicht einfach. Wer es sich leisten kann, geniale und stilprägende Songs, wie „Wishmaster“ oder „Sleeping Sun“ nicht zu spielen, muss einfach eine enorm große Auswahl an Hits haben. Das ist bei NIGHTWISH hundertprozentig der Fall. So wurden ein guter Mix gewählt mit einem großen Teil an Songs aus den ersten Alben, z.B. „Oceanborn“.

NIGHTWISH_Festhalle Frankfurt © Lydia Polwin-Plass

Überraschend war vielleicht, dass „The Carpenter“ von Troy Donockley gesungen wurde, was aber irgendwie passte und sehr atmosphärisch rüber kam. Dass das Publikum insgesamt restlos begeistert war und die Songs anbetend aufsaugte, muss wohl kaum erwähnt werden. Wahrscheinlich genauso wenig, dass jede Songzeile inbrünstig mitgesungen wurde. Den stimmungsmäßigen Höhepunkt der Show gab es beim folkigen „I Want My Tears Back“. Die Stimmung wurde zudem natürlich mit der obligatorischen Pyro-Technik, kleinen Feuerwerkeinlagen und Papierschnipsel-Kanonaden zusätzlich angeheizt. Das wäre zwar nicht notwendig, trägt aber zu der sowieso schon unglaublichen Atmosphäre bei. Der Abschluss der rundum genialen Show wird schließlich mit den zwei Überwerken „Greatest Show On Earth“ und „Ghost Love Score“ gebührend begangen. NIGHTWISH sind live einfach eine Macht und jeder der die Show genießen durfte, ging mit einem glückseligen Lächeln nach Hause.

Erfahrt in der nächsten Woche im Interview mit TROY DONOCKLEY, wann mit dem neuen Nightwish-Album zu rechnen ist.

Setliste NIGHTWISH:

Intro – Swanheart

Dark Chest Of Wonder

Wish I Had An Angel

10th Man Down

Come Cover Me

Gethsemane

Élan

Sacrament Of Wilderness

Dead Boy´s Poem

Elvenjig

Elvenpath

I Want My Tears Back

Last Ride Of The Day

The Carpenter

The Kinslayer

Devil & The Deep Dark Ocean

Nemo

Slaying The Dreamer

The Greatest Show On Earth

Ghost Love Score

Setliste Beast In Black

Beast in Black

Eternal Fire

Blood Of A Lion

The Fifth Angel

Born Again

Ghost In The Rain

Crazy, Mad, Insane

Blind And Frozen

End Of The World

Das interessiert euch bestimmt auch:

Rueckblicke