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NACHBERICHT mit FOTOSTRECKE zum CHRISTMAS BASH 2018 Tag 1 NACHBERICHT mit FOTOSTRECKE zum CHRISTMAS BASH 2018 Tag 1
Das Christmas Bash zählt inzwischen zu den beliebtesten Winterfestivals Deutschlands. Und auch dieses Jahr war das Event wieder ein voller Erfolg und eine großartige,... NACHBERICHT mit FOTOSTRECKE zum CHRISTMAS BASH 2018 Tag 1

Das Christmas Bash zählt inzwischen zu den beliebtesten Winterfestivals Deutschlands. Und auch dieses Jahr war das Event wieder ein voller Erfolg und eine großartige, ausgelassene und zugleich friedliche Party mit einem Großaufgebot an namhaften Bands. Wir beschreiben euch hier auf METALOGY den ersten Tag des Christmas Bash 2018 in einem NACHBERICHT mit FOTOSTRECKE.

Seit September trauert Geiselwind um seinen Autohof König. Obwohl der Tod von Toni Strohofer, das diesjährige Christmas Bash immer noch überschattete, war das Festival wieder ein voller Erfolg und eine großartige, ausgelassene und zugleich friedliche Party. Die originelle Kulthalle füllte sich nach Einlass um 16h30 rapide. Schnell noch ein erstes Feierabendbierchen und schon kann’s losgehen. Fast pünktlich, um 17h startete die erste Band, SKALMÖLD und heizte dem schon in Feierlaune sehnsüchtig auf Metalbeschallung wartenden Publikum gehörig ein

Mit einer angemessenen Portion epischen Viking Metals, Old School Death – und Thrash Metal mit irisch-keltischen Tanzrhythmen und Texten, die allesamt unter strenger Einhaltung der Regeln antiker isländischer Dichtung, unter Einfluss der heidnischen Wurzeln des Landes geschrieben wurden, brachten SKALMÖLD das Publikum innerhalb weniger Minuten zum Kochen.

SINNER hatten es danach nicht schwer. Sie begeisterten hauptsächlich mit Klassikern und ihrem umfangreichen Heavy Rock-Repertoire. Sie setzten auf ihre eingängigen Songs, aber auch auf Fremdmaterial aus Superhits von Billy Idol oder Deep Purple. Die Stimmung blieb weiterhin sensationell. Und trotz ihres doch schon recht fortgeschrittenen Alters, haben die Herren rein gar nichts verlernt.

Danach trat Meister Peavy mit seinem RAGE Team an. Dass das Trio auch in der aktuellen Besetzung immer noch fetzt als wäre es eine Zehn-Mann-Band, überrascht nur wenig. denn Rage hatten bereits einige Besetzungwechsel hinter sich, doch als Live-Band haben sie es immer voll gebracht und das bleibt wohl auch weiter so. Als sie die ersten Takte ihres Superhits Straight to Hell ansetzten, war die Menge nicht mehr zu halten und tobte in freudiger Extase.

Und dann kamen GLORYHAMMER auf die Bühne. Sie bewiesen ein weiteres Mal, dass sie derzeit zu den am höchst gehandelten Metal-Bands überhaupt zählen. Während Frontman Christopher Bowes kürzlich noch vorrangig unter der Flagge ALESTORM die Weltmeere unsicher gemacht hat, gewinnt er mit GLORYHAMMER seit einigen Jahren die glorreichsten Schlachten des Erdenballs. Und das mit einer gehörigen Portion Humor und virtuosem Getöse.

Als D.A.D, vormals DISNEYLAND AFTER DARK, die Bühne betraten, musste der eine oder andere über das originelle Outfit des Bassisten schmunzeln. Er trat in einem marzipanschweinchenrosa Ganzkörperbody auf und wechselte seine stylischen Bässe mehrmals während des Gigs. Eine der Bassgutarren bestand aus einem eisernen Kreuz als Gitarrenkörper und am Hals saß ein rotes Flugzeug, unschwer als eine kleine Nachbildung des Roten Barons zu erkennen. D.A.D. ist eine der alteingesessensten Rockbands Dänemarks und stellte dies auch eindrucksvoll in Geiselwind unter Beweis.

Vorletzte Band war ALESTORM. Dass Alestorm jede Halle mit ihren eingängigen Melodien und lustigen Texten, die zum Mitgröhlen einluden, zum Kochen bringen, ist ja allerorts bekannt. Die Strohofer Eventhalle bebte und kaum einer blieb ruhig auf seinem Platz stehen, alle tanzten. Am Ende wurde das überdimensionierte aufblasbare Schwimmentchen, das den ganzen Gig hindurch die Bühne zierte, ins Publikum geworfen. Alle spielten mit und das Entchen hüpfte fröhlich durch den Saal, bis einige verwegene Ganoven das Entchen kurzerhand entführten. Die Band war sprachlos ob so großer Dreistigkeit.

Den würdigen Abschluss bildeten die Finnen von CHILDREN OF BODOM. Mit ihrer gefeierten Mischung aus Melodic Death Metal, Thrash Metal, Symphonic Metal Band, melodischen Hooks und ihren typischen akrobatischen Instrumentalteilen konnten sie das Publikum trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit immer noch mehr als erfolgreich in ihren Bann ziehen. Dass der Sänger innerhalb einer halben Minute durchschnittlich sieben Mal die Wörter „Fuck“ oder „Fucking“ gebraucht, daran hat sich das Publikum schon längst gewöhnt und nimmt ihm seine Ausdruckseskapaden nicht übel. Denn die Musik macht alles wett. Sie ist und bleibt sensationell.

Danach leerte sich die gut gefüllte Halle innerhalb einer halben Stunde. Ein gelungener Festivaltag ist vorbei.

FOTOSTRECKE

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Alle Fotos sind von Lydia Polwin-Plass.

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de