Nachbericht + FOTOSTRECKE: Amorphis, Soilwork, Jinjer, Nailed To Obscurity – Schlachthof Wiesbaden, 13.02.2019 Nachbericht + FOTOSTRECKE: Amorphis, Soilwork, Jinjer, Nailed To Obscurity – Schlachthof Wiesbaden, 13.02.2019
Mitten in der Woche schaute im Wiesbadener Schlachthof das Vierergespann AMORPHIS, SOILWORK, JINJER und NAILED TO OBSCURITY vorbei und wusste die örtlichen Metalheads gut... Nachbericht + FOTOSTRECKE: Amorphis, Soilwork, Jinjer, Nailed To Obscurity – Schlachthof Wiesbaden, 13.02.2019

Mitten in der Woche schaute im Wiesbadener Schlachthof das Vierergespann AMORPHIS, SOILWORK, JINJER und NAILED TO OBSCURITY vorbei und wusste die örtlichen Metalheads gut zu unterhalten. Jede Band auf ihre Weise.       

An einem kalten Mittwochabend beehrten die Co-Headliner SOILWORK und AMORPHIS den Schlachthof in Wiesbaden und brachten mit JINJER und NAILED TO OBSCURITY einen bemerkenswert starken Support mit.

In einem so starken Package von vier Bands ist es sicherlich für den Opener ein hartes Stück Arbeit einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. NAILED TO OBSCURITY gelang dieses. Die Halle vom Schlachthof war für 18:10 Uhr erstaunlich gut gefüllt, wenn man betrachtet, dass die Show wider Erwarten nicht ausverkauft war. Mit ihrem doomigen Melodic Death Metal und vier Songs von ihrer neuen Scheibe „Black Frost“ wussten die Jungs aus dem ostfriesischen Esens das Publikum zu begeistern. Auf der einen Seite präzise und soundtechnisch sehr sauber und auf der anderen sehr düster und atmosphärisch. Entsprechend gut waren die Stimmung und der Zuspruch des Publikums. Starker Auftritt.

An den folgenden JINJER aus der Ukraine schienen sich an diesem Abend die Geister zu scheiden. Mit ihrem kraftvollen, progressiven Modern Metal und der sehr agilen Frontgrowlerin Tatiana Shmailyuk wurde die eine Hälfte der Metalheads mitgerissen. Von dieser Hälfte wurde JINJER gut abgefeiert. Die andere Hälfte schien aber leider eher ein unschlüssiges Fragezeichen im Gesicht stehen zu haben. Diese Hälfte widmete sich eher dem Biergenuss oder schaute einfach nur zu. Eigentlich schade, weil JINJER richtig Gas gegeben haben. Wie gewohnt stand Frontfrau Tatiana im Mittelpunkt der Aktivitäten und wusste geschickt die aktive Menge zu animieren. Leider war der Sound nicht ganz so gut, so dass sich die inaktive Hälfte sich nicht besonders antreiben ließ. Dennoch lieferten JINJER einen gewohnt souveränen Auftritt ab.

Schließlich enterten Co-Headliner SOILWORK die Bühne und brannten ein wahres Hitfeuerwerk ab. Neben fünf Songs des neuen Albums „Verkligheten“ hatten die Schweden natürlich jede Menge Klassiker im Programm, wie „Stabbing The Drama“ oder „The Ride Majestic“. So hatte SOILWORK alles klar im Griff und das Publikum hatte seinen Spaß, auch dank der starken Präsenz von Frontmann und nebenbei-THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA-Sänger Björn Strid. Einziges Manko war der etwas unpräzise Sound und das nicht besonders spektakuläre Stageacting. Aber an diesem Abend waren die Leute im Schlachthof sowieso nicht auf superviel Action aus, sondern genossen sichtlich einfach die Show. Zwischendurch durfte ein Crew-Mitglied seiner Holden auf der Bühne einen Antrag machen. Glücklicherweise hat sie „Ja“ gesagt und alle waren glücklich. Nette Sache. Letztendlich rissen SOILWORK mit ihrem Melodic Death Metal der Marke Göteborg die Menge mit und lieferten eine gute, wenn auch nicht spektakuläre Show.

Auf dem gleichen Level nahmen AMORPHIS den Ball dann auf. Neben „The Bee“ und „The Golden Elk“ zum Start wurden noch weitere vier Songs vom neuen Album „Queen Of Time“ in die Menge gehauen. Dazu gab es eine bunten Mix und vor allem den Mega-Klassiker „Black Winters Day“. Sänger Tomi Joutsen hatte dabei sichtlich seinen Spaß und gab alles. Auch der Sound hatte sich wieder normalisiert, so dass dem Abfeiern nichts im Wege stand. AMORPHIS zeigten sich spielfreudig und das Publikum ließ sich gerne animieren. So lieferten AMORPHIS eine Show, die einem Headliner würdig war. Als Zugaben wurden die starken und stimmungsvollen „Death Of A King“ und „House Of Sleep“ zum Besten gegeben.

Am Ende war es ein ereignisreicher Abend, an dem es viele glückliche Gesichter gab. Zwei starke Metal-Größen als Headliner und zwei mitreißende Newcomer – eine Mischung bei der man sich für jede Band etwas mehr Zeit gewünscht hätte. Das tat der Gesamtstimmung aber keinen Abbruch, wobei dieses Package an einem Wochenende vielleicht mehr Leute mit mehr Feierlaune angezogen hätte. So bleibt einfach ein schönes Konzert im Gedächtnis.

Nachbericht: Michael Gläser

FOTOSTRECKE: Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen weder kopiert noch heruntergeladen werden. Wenn Interesse an Bildern besteht, setzt euch bitte mit uns in Verbindung.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Setliste SOILWORK:

Arrival
The Crestfallen
Nerve
Full Moon Shoals
Death In General
Like The Average Stalker
The Akuma Afterglow
Drowning With Silence
The Phantom
The Nurturing Glance
Bastard Chain
The Ride Majestic
The Living Infinite II
Witan
Stabbing The Drama
Stålfågel

Setliste AMORPHIS:

The Bee
The Golden Elk
Sky Is Mine
Sacrifice
Message In The Amber
Silver Bride
Bad Blood
Wrong Direction
Daughter Of Hate
Heart Of The Giant
Hopeless Days
Black Winter Day

Encore:

Death Of A King
House Of Sleep

 

 

 

Das interessiert euch bestimmt auch:

Rueckblicke