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Metal-Review: THE TEX AVERY SYNDROME – ORIGIN Metal-Review: THE TEX AVERY SYNDROME – ORIGIN
THE TEX AVERY SYNDROME haben sich seit ihrer Gründung 2012 bereits einen Namen im Metal-Underground gemacht. Mit ihrem Debütalbum „Origin“ sollte der Weg der... Metal-Review: THE TEX AVERY SYNDROME – ORIGIN

THE TEX AVERY SYNDROME haben sich seit ihrer Gründung 2012 bereits einen Namen im Metal-Underground gemacht. Mit ihrem Debütalbum „Origin“ sollte der Weg der Frankfurter nun weiter steil nach oben führen, denn auf „Origin“ wird eine geballte Ladung Energie als eine Mischung aus Modern Metal, Hardcore und Punk aus den Boxen geschossen. Besonders Frontfrau und Growl-Granate Laura Gierl beamt alles an die Wand, was nicht niet- und nagelfest ist. THE TEX AVERY SYNDROME mit „Origin“ sind ein heißer Kandidat für das Newcomer-Album des Jahres.

Wer ist Tex Avery? Tex Avery war ein berühmter Cartoonist, der unter anderem Figuren, wie Bugs Bunny, Daffy Duck und Schweinchen Dick erschaffen hat. Und genauso quirlig, energiegeladen, aufgedreht, hyperaktiv und explosiv wie die Looney Tunes sind auch THE TEX AVERY SYNDROME. Genau diese Eigenschaften sind es, durch die die in 2012 gegründeten Frankfurter Band bereits bei ihrer ersten EP „Wolfcity“ (2015) aufhorchen ließen.

Am 04.10.2019 erwartet die Metalgemeinde dann die absolute Metal-Vollbedienung von THE TEX AVERY SYNDROME in Form des Debütalbums „Origin“. Dass dieses Debütalbum ein Wahnsinns-Metalbrett geworden ist, hat vor allem zwei Gründe.  Der erste Grund heißt Laura Gierl und ist die geniale Frontfrau von THE TEX AVERY SYNDROME mit ihrer Stimmgewalt. Obwohl gänzlich auf Klargesang verzichtet wird, brilliert Laura Gierl mit einer unglaublichen stimmlichen Variabilität und energetischen Präsenz. Zwischen derben Growls verschiedener Höhenlagen (bis ganz tief) bis hin zu aggressiven Screams und bissigen Shouts wird in variierenden Härtegraden und emotionalen Färbungen alles geliefert.  Der zweite Grund sind die Songs selber. THE TEX AVERY SYNDROME ist Schubladendenken mal vollkommen egal. Daher fallen die Songs sehr variabel aus und bilden trotzdem eine soundtechnische Einheit auf der Basis von Modern Metal. Das interessante und kreative Songwriting wird durch die Band mit einer unglaublichen Dynamik, Wucht und Energie umgesetzt. Die Songs werden aber vor allem dadurch so stark, dass Melodie und Groove nicht zu kurz kommen. Rasende, wuchtige Drums zusammen mit groovenden, riffenden Gitarren und einem treibenden, hämmernden Bass bieten dabei das perfekte musikalische Umfeld für Powerfrau Laura Gierl.

Songtechnisch stehen energiegeladene, groovende Modern Metal-Songs, wie „Long Desert Run“, „Circle Around The Sun“, „Pendulum“, „Warflower“ oder „Rage Gene“ neben eher Hardcore orientierten Nummern, wie „Life Is For The Living“, „All Is Not Lost“ oder „Closure“. Dazu gibt es immer mal wieder ein paar Punk-Anleihen. Das coole „Pulling Teeth“ fängt dagegen langsam und brutal leidend an, um über einen fetten Groove Metal-Part zu einem wilden Melodic Death Metal-Ritt zu werden. Ähnlich schwer einzuordnen ist das Groove-Monster „Sangre De Mi Padres“. Zum Abschluss fängt „Betrayer“ langsam an, nur um dann gewaltig los zu grooven. Ab Minute 6:21 muss man nur kurz warten, bevor der Song von neuem loslegt. Insgesamt ist „Origin“ von THE TEX AVERY SYNDROME ein brutal geiles Debütalbum und enthält alles, was ein klasse Metal-Album heutzutage haben muss. Knackige Melodien, geballte Energie, mitreißende Songs und ein Band mit einer starken Präsenz. „Origin“ geht einfach ab – und zwar mit voller Dröhnung. Growlende Frontfrauen sind mittlerweile zwar keine Seltenheit mehr, aber die gesangliche Bandbreite von Laura Gierl ist auch ohne Klargesang beachtlich. Dazu hat die Band einfach ein sehr gutes Gespür dafür, diesen Gesang in richtig fetten Metal mit viel Power und dem richtigen Groove zu packen. Auf „Origin“ sitz einfach alles perfekt. Das Debütalbum „Origin“ von THE TEX AVERY SYNDROME ist eine absolute Hörempfehlung für jeden Metalhead.

 

Anspieltipps: Long Desert Run, Pendulum, Rage Gene, Sangre De Mi Padre

Tracks

  1. Long Desert Run
  2. Circle Around The Sun
  3. Pendulum
  4. Life Is For The Living
  5. Disillusion
  6. Pulling Teeth (feat. Brock Lindow)
  7. Closure
  8. All IS Not Lost (feat. Carl Schwartz)
  9. Warflower
  10. Rage Gene
  11. Sangre De Mi Padre
  12. Betrayer

 

Line up:

Alexander Stehle – Drums
Christoph Kipper – Guitar
Nico Meister – Guitar/Vocals
Thomas Mück – Bass
Laura Gierl – Vocals

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 04.10.2019

 

Label: NOIZGATE Records

 

Hörprobe/Video auf  Youtube von „Pulling Teeth“:

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