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Metal-Review: TERRIBLE HEADACHE – DER ROTE BARON Metal-Review: TERRIBLE HEADACHE – DER ROTE BARON
Nachdem sich TERRIBLE HEADACHE 2015 wieder zusammengefunden haben, haben sie in 2019 nun ihr zweites Album „Der Rote Baron“ in die Umlaufbahn geschossen. Das... Metal-Review: TERRIBLE HEADACHE – DER ROTE BARON

Nachdem sich TERRIBLE HEADACHE 2015 wieder zusammengefunden haben, haben sie in 2019 nun ihr zweites Album „Der Rote Baron“ in die Umlaufbahn geschossen. Das bedeutet zehnmal fetten Thrashmetal mit Einflüssen aus Hardcore, Rock und Melodic Death Metal. Das Ganze wird von drei verschiedenen Sängern auf Deutsch präsentiert. So paaren sich fette Riffs und treibende Doublebass-Drums melodiös mit sozialkritischen Themen. Das ist zwar anfangs ungewohnt, aber dann cool und mitreißend.     

TERRIBLE HEADACHE haben sich bereits 1990 in Losheim am See (Sauerland), machten aber zunächst berufsbedingt eine längere Pause. Als man 2015 wieder zusammen jammte, war der Funke neu entfacht. Vier Jahre später haben TERRIBLE HEADACHE ihr zweites Album „Der Rote Baron“ am Start. Hierauf gibt es zehnmal Thrash Metal mit vielen Einflüssen aus (Deutsch)Rock, Melodic Death Metal und Hardcore mit deutschen Texten. Das bedeutet allerfetteste Riffs und mächtig treibende Doublebass-Attacken, was mal eingängig rockend („Egoist“, „Der Traum“), mal groovend thrashend („Die Welt Brennt“, „Amok“) und mal heftigst kachelnd („Haeschen In Der Grube II“, „Stosstrupp“).  Ein wichtiger Faktor auf „Der Rote Baron“ ist der deutsche Gesang. Der ist anfangs ungewohnt, kommt aber nach kurzer Zeit richtig gut. Das liegt vor allem daran, dass TERRIBLE HEADACHE anspruchsvolle und gesellschaftskritische Texte und Themen abhandeln. Themen, wie Klimaschutz, Krieg und rechte Gesinnungen werden angesprochen und mit dem nötigen Nachdruck in die Ohren geballert. Die Shouts erinnern dabei durchaus an Rammstein oder Deutschrock. Es gibt aber auch tiefe Growls und helle Screams, was für Abwechslung sorgt.  So ergibt sich ein recht eigener Stil, den sich TERRIBLE HEADACHE im Lauf der Scheibe erarbeiten. Und trotz mancher thematischer Schwere, lassen es die vier Jungs mächtig krachen. Nur vereinzelt holpert es mal ein bisschen und hier und da wirkt eine Passage mal etwas unrund, aber das wird in Sekundenschnelle mit viel Groove weggeballert.TERRIBLE HEADACHE – DER ROTE BARON_Artwork

Fazit: Insgesamt ist „Der Rote Baron“ ein sehr guter Neustart für TERRIBLE HEADACHE und lässt auf mehr hoffen. Die Mischung aus mächtigem Thrash und durchdachten, deutschen Texten passt und transportiert die Energie der Aussagen umso stärker. So ist „Der Rote Baron“ eine absolute Empfehlung zum Reinhören.

 

Anspieltipps: Amok, Der Wind, Haeschen In Der Grube II,

Tracks

  1. Die Welt Brennt
  2. Der Rote Baron
  3. Egoist
  4. Amok
  5. Häschen In Der Grube II
  6. Der Wind
  7. Stosstrupp
  8. Der Traum
  9. Die Neue Welt
  10. Der Panther

 

Line up:

Markus Merfeld – Gitarre & Vocals

Christian Busch – Gitarre & Vocals

Ralf Krier – Bass & Vocals

Timo Zenner – Schlagzeug

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 17.05.2019

 

Label: Boersma Records

 

Hörprobe auf Youtube von „Der Rote Baron“/  FULL ALBUM TEASER:

 

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