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Metal-Review: SCHATTENMANN – EPIDEMIE Metal-Review: SCHATTENMANN – EPIDEMIE
SCHATTENMANN manifestieren mit ihrem zweiten Album „Epidemie“ ihre Stellung in der NDH 2.0. Dabei bleiben SCHATTENMANN aber nicht eindimensional im Bereich Neue Deutsche Härte,... Metal-Review: SCHATTENMANN – EPIDEMIE

SCHATTENMANN manifestieren mit ihrem zweiten Album „Epidemie“ ihre Stellung in der NDH 2.0. Dabei bleiben SCHATTENMANN aber nicht eindimensional im Bereich Neue Deutsche Härte, sondern bieten fließende Übergänge zu hartem Metal und tanzbarem Groove.        

Im Bereich der Neuen Deutschen Härte ist es absolut nicht einfach, sich neu zu etablieren. SCHATTENMANN haben dieses mit ihrem letztjährigen Debüt „Licht An“ und ausgiebigem Touren sehr gut geschafft, so dass hier und da von NDH2.0 gesprochen wurde. Mit ihrem neuen Album „Epidemie“ machen SCHATTENMANN den nächsten Schritt und werden reifer und facettenreicher. Über die Entstehung von „Epidemie“ berichtet Frontmann Frank Herzig (Ex-Stahlmann): „Schon das Erlebnis unserer ersten richtigen Tournee hat bei mir für einen gewaltigen Kreativitätsschub gesorgt. Das musste einfach raus!“

In monatelanger Arbeit entstanden Ideen und Melodien für „Epidemie“, woraus sich eine breitere stilistische Aufstellung des Sounds ergab. Der stoischen Härte der NDH wurden brachiale Metalriffs auf der einen Seite und tanzbare Beats und Synthesizer-Klänge  auf der anderen beigefügt. Bei Songs, wie „Schattenland“, „F.U.C.K.Y.O.U.“, „Wahrheit Oder Pflicht“, „Darkroom“ oder „Kopf Durch Die Wand“ wird ein harter Sound in der Strophe mit einem  eingängigen Beat im Refrain kombiniert, wodurch ordentlich Bewegung in die Knochen fährt. Weniger hart und electro-lastiger fallen „Schlag für Schlag“, „Epidemie“, „Schwarz = Religion“ (Marilyn Manson lässt grüßen) und „Gewissen“ ausBalladesk kommen „Ruf der Egel“ und „Nadel Und Faden“ daher. Gleichzeitig wird in so manchem Song munter drauflos gerockt („Phantom“).

Bei allen mitreißenden Grooves und Beats glänzt „Epidemie“ aber auch durch seine Texte. Diese gehen gedanklich und emotional deutlich tiefer als es zunächst scheint.

Insgesamt wirkt „Epidemie“ durch die neu gewonnene Bandbreite enorm frisch. SCHATTENMANN halten sich nicht damit auf Althergebrachtes zu kopieren, sondern entwickeln dieses weiter. Musikalisch holpern die Texte zwar hier und da und manche Stelle ist etwas weichgespült. So ist noch Luft nach oben. Aber „Epidemie“ ist für SCHATTENMANN genau der richtige Schritt in die richtige Richtung, da hier Headbangen, Tanzen und massives Abgehen Programm sind.

Anspieltipps: F.U.C.K.Y.O.U., Wahrheit Oder Pflicht, Gewissen,

Tracks
01. Schattenland

  1. F.U.C.K.Y.O.U.
  2. Schlag für Schlag
  3. Epidemie
  4. Wahrheit oder Pflicht
  5. Ruf der Engel
  6. Kopf durch die Wand
  7. Schwarz = Religion
  8. Gewissen
  9. Darkroom
  10. Nadel und Faden
  11. Phantom

 

Line up:

Frank Herzig – Vocals

Jan Suk – Guitar

Luke Shook – Bass

Nils Kinzig – Drums

Review: Michael Glaeser

Veröffentlichungstermin: 05.07.2019

Label: AFM Records

Hörprobe/Video auf Youtube von „Epidemie“:

 

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