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Metal-Review: RAY ALDER – WHAT THE WATER WANTS Metal-Review: RAY ALDER – WHAT THE WATER WANTS
RAY ALDER ist seit Jahrzehnten Sänger der Prog-Legende FATES WARNING. Mit „What The Water Wants“ veröffentlicht er nun Mitte Oktober sein erstes Soloalbum unter... Metal-Review: RAY ALDER – WHAT THE WATER WANTS

RAY ALDER ist seit Jahrzehnten Sänger der Prog-Legende FATES WARNING. Mit „What The Water Wants“ veröffentlicht er nun Mitte Oktober sein erstes Soloalbum unter eigenem Namen. Mit Mike Abdow (FATES WARNING-Tourgitarrist) und Tony Hernando (LORDS OF BLACK) hatte er beim Songwriting zwei absolute Fachleute an Bord. Trotz der Nähe zu FATES WARNING hat RAY ALDER seinen eigenen Sound und seine Songs genretechnisch breitgefächerter aufgestellt. „What The Water Wants“ ist vielschichtig, musikalisch hochwertig, sehr variabel und einfach richtig klasse. Ein absoluter Leckerbissen.

RAY ALDER ist bekanntlich seit Jahrzehnten charismatischer Frontmann und Sänger der Progressive Metal-Legende FATES WARNING. Mit „What The Water Wants“ hat RAY ALDER nun sein erstes Solo-Album unter eigenem Namen am Start. Zwar gab es schon zwei Alben, die man als Solo-Alben von RAY ALDER bezeichnen könnte, aber diese liefen unter dem Bandnamen ENGINE. Alder selber erklärt dazu: „I did a couple of albums under the name of Engine (‚Engine’, 1999, and ‚Superholic‘, 2002), and they were kinda like solo records. But back then I wanted them to be seen more as a band thing than solo releases, which is why they came out as Engine. But now, I feel that I want to branch out and do an album under my own name.”

Die ersten Schritte zu diesem Solo-Album gab es, als ALDER seine Pläne für sein Solo-Projekt mit dem Gitarristen Tony Hernando der spanischen Band LORDS OF BLACK besprach und beide anschließend die ersten Songs zusammen schrieben. Aufgrund von zeitlichen Problemen von Tony Hernando holte ALDER zusätzlich FATES WARNING-Tourgitarrist Mike Abdow an Bord, mit dem er weite Songs schrieb. RAY ALDER beschreibt die Entwicklung so: „Tony was having some issues with Lords Of Black, and that was keeping him pretty busy. I happened to talk to Mike Abdow, who is Fates Warning’s touring guitarist, about how things were going on the writing front, and that it was a little slow. So, I was delighted when Mike told me that he would be very happy to contribute ideas for songs.” So wirkte Hernando bei “Shine”, “Wait” und “Beautiful Lie” mit und Adbow bei den anderen sieben Songs. Dabei klingen die Songs, die ALDER mit Hernando komponiert hat etwas härter und dynamischer. Die mit Adbow komponierten haben dagegen mehr Tiefgang und Atmosphäre, wie man sie von FATES WARNING kennt.

Die Songs auf “What The Water Wants” entstanden so, dass die beiden Gitarristen die Musik schrieben und RAY ALDER die Lyrics und die Gesangs-Melodien dazu schrieb. Dabei nahmen Hernando und Abdow die Gitarren- und Bass-Parts in ihren eigenen Studios auf. RAY ALDER sang die Vocals dann in Madrid ein. Für die Drums zeigt sich ALDER´s langjähriger Freund Craig Anderson von der Band IGNITE verantwortlich. Produziert hat hat die Scheibe RAY ALDER selber. Den Mix übernahm aber Simone Mularone. RAY ALDER erzählt über dessen Einbindung: „I had known Simone a little from seeing him in Madrid, but thought of him as a musician. However, last year, I went out to guest on a song at ProgPower in Atlanta with Redemption, whom I used to sing for. And Simone was also at the festival. We got chatting about my solo album, and that’s when I found out that he was actually a studio engineer. Simone then told me that he’d love to mix the record. “I explained what I was looking for, in terms of the sound, and he did a great job on getting what I was after. Tony and Mike were also delighted with what Simone did.”

Songtechnisch startet „What The Water Wants” mit „Lost“, einem eher ruhigen progressiven Song mit FATES WARNING-Nähe und einem starken, kraftvollen Chorus. „Crown Of Thorns“ und „Some Days“ glänzen mit starken Bass-Rhythmen und fällt in dieselbe Kategorie, wie der Opener. „Shine“, „Beautiful Lie“ und „Wait“ kommen dagegen mit härteren Gitarren-Klängen daher klingt dadurch dynamischer. Bei diesen Songs fällt auch ALDER´s Gesang härter und teilweise aggressiver aus. Bei „Wait“ brilliert ALDER zudem mit einer mitreißenden Gesangslinie. „The Road“ ist wiederum ruhiger und dabei sehr atmosphärisch. Dagegen ist „What The Water Wanted“ dynamisch, energiegeladen und rockiger. Etwas weniger flott, aber genau so kraftvoll und energiegeladen fällt  zum Abschluss „The Killing Floor“ aus, das zudem mit einem starken Gitarrensolo auffällt.

Insgesamt klingt zwar “What The Water Wants” einfach aufgrund der Nähe zur Band etwas nach FATES WARNING. RAY ALDER bringt aber zudem seinen eigenen Stil aufs Tableau, was die Songs teilweise dynamischer, härter und poppiger klingen lässt. So sind die Songs nicht ganz so einfach nur einem Genre zuzuordnen. Dass RAY ALDER ein begnadeter Sänger ist, steht dabei sowieso außer Frage. RAY ALDER´s erstes selbstbenanntes Solo-Album ist daher nicht nur für FATES WARNING-Fans ein absoluter Leckerbissen.

Anspieltipps: Lost, Shine, The Road, Wait, What The Water Wanted

Tracks

  1. Lost 03:45
  2. Crown Of Thorns 04:53
  3. Some Days 04:34
  4. Shine 04:53
  5. Under Dark Skies 03:58
  6. A Beautiful Lie 04:10
  7. The Road 05:38
  8. Wait 04:36
  9. What The Water Wanted 03:46
  10. The Killing Floor 05:47

Line up:

Ray Alder – Vocals

Mike Abdow – Guitars/Bass

Tony Hernando – Guitars/Bass

Craig Anderson – Drums

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 18.10.2019

 

Label: InsideOut Music

 

Hörprobe auf Youtube von „Crown Of Thorns“:

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