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Metal-Review: MELOCO – ROOTS Metal-Review: MELOCO – ROOTS
Die Nürnberger Metal-Band MELOCO ist im Alternative Metal zuhause und vermischt diesen mit jeder menge Einflüssen aus allen möglichen Stilrichtungen. Das klingt mal hart,... Metal-Review: MELOCO – ROOTS

Die Nürnberger Metal-Band MELOCO ist im Alternative Metal zuhause und vermischt diesen mit jeder menge Einflüssen aus allen möglichen Stilrichtungen. Das klingt mal hart, mal poppig und eingängig griffig. Das aktuelle Werk „Roots“ bietet breitgefächerten Mainstream-Metal, der durchaus zu gefallen weiß. 

MELOCO verschmelzen auf ihrem zweiten Album „Roots“ mal wieder Alternative Metal und Nu Metal mit verschiedenen Einflüssen aus Genres, wie Pop, Rap und Trap. Aber, egal, in welchem Genre sich MELOCO dabei bewegen, steuern sie doch bei jedem Song zielsicher auf einen mitreißenden, melodiösen, fast poppigen Refrain hin. Diese Reise durch die Genres führt dabei in harte und sehr softe Gefilde. Härter geht es meist zu, wenn es in Richtung Metalcore-Variationen mit Alternative und Nu Metal geht („Social Cannibal“, „Lost But Never Forgotten“, „Let Me Violate You“). Die Härte wird aber durch die Bank durch eingängige Refrains mainstream-verträglich gemacht und durch poppige Keyboards gesoftet. Den Übergang zu den weicheren Songs stellen die Nu Metal/Rap-Fusionen wie „Out Of The Void“, „Insomniac“ (featuring ESC-Kandidatin BB Thomaz) und „Roots“ dar. Etwas rockiger geht es bei „One“, dem Opener „Knockout“ und „Roots“ zu. Dazwischen wabert das blasse „Wonderland“. Ein bisschen von allem enthält die ziemlich durchdesignte Stadion-Hymne „A Tiger From The Start“, die MELOCO für die Nürnberg Ice Tigers (den Sponsor-Namen spare ich mir an dieser Stelle) komponierten. Auf der ganz soften Seite findet sich mit „Believe“ dann eine schöne Pop-Ballade, in der Theresa Blank stimmlich glänzen darf.

Insgesamt ist „Roots” ein Album mit vielen Ideen, die aber leider so richtig zünden. Durch die Vermischung von vielen Spielarten fehlt den Songs der musikalische Tiefgang. Selbst eine Ballade wie „Believe“ leidet irgendwie darunter. Die Songs sind durch die Bank griffig und eingängig. Es gibt wenig Ecken und Kanten, was die Songs absolut mainstream-tauglich macht. Sicherlich finden die Songs daher auch jede Menge Freunde. Dennoch wäre hier und da weniger mehr gewesen, da die weite Bandbreite „Roots“ etwas ziellos wirken lassen.

Anspieltipps: Lost But Never Forgotten, One, Let Me Violate You,

Tracks

  1. Knockout
  2. Social Cannibal
  3. Wonderland
  4. Meilenweit
  5. Out Of The Void
  6. Into The Light
  7. Lost But Never Forgotten
  8. Insomniac (feat. BB Thomaz)
  9. One
  10. Let Me Violate You
  11. Roots
  12. Believe (feat. Theresa Blank)
  13. Back To The Roots
  14. A Tiger From The Start

 

Line up:

Tom – Vocals
Ralph – Bass
Simon – Guitar
Lex – Guitar / Synthesizer
Mike- Drums

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 26.04.2019

 

Label: Boersma Records

 

Hörprobe auf Youtube von „One“:

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