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Metal-Review: MAJAK – THE HERALD Metal-Review: MAJAK – THE HERALD
MAJAK aus Neumünster haben aus verschiedenen Einflüssen ihren eigenen Sound geschaffen, den sie selber mit Occult Heavy Death beschreiben. Diesen Sound haben MAJAK im... Metal-Review: MAJAK – THE HERALD

MAJAK aus Neumünster haben aus verschiedenen Einflüssen ihren eigenen Sound geschaffen, den sie selber mit Occult Heavy Death beschreiben. Diesen Sound haben MAJAK im August 2019 auf ihr Debütalbum „The Herald“ gebannt. Dunkler, wilder, wütender Rock´n´Roll wird darauf mit Spiritualität vermischt. Die packende Intensität und der rohe und hungrige Sound machen „The Herald“ zu einem Erlebnis.   

Unter dem Bandnamen MAJAK fanden sich in Neumünster vier Musiker mit verschiedenen Einflüssen zusammen und nutzen diese, um ihren eigenen Stil zu kreieren. Die Songs, die MAJAK in den letzten drei Jahren gemeinsam geschrieben haben, wurden zum Debütalbum „The Herald“ zusammengehämmert. Der Stil, den MAJAK darauf durch die Boxen bügeln, ist fetter, krachender Metal in verschiedenen Variationen. Im Rock´n´Roll-Gewand werden oldschool-mäßig Death („Biblegrinder“), Thrash („Worlds Numb“, „Mother“) und Black Metal („Here Be The Monsterz“, „Blood On The Iconz“) verwoben. Das hat mächtig Energie, Wucht und Nackenbrecherpotenzial. Die Rock´n´Roll-Komponente huldigt dabei gerne der Interpretation von MOTORHEAD („Soley For The Fire“) und das Thrashige hat METALLICA und SLAYER Reminiszenzen. Der rohe Sound der Eigenproduktion passt dabei ziemlich gut zu den wilden und urwüchsigen Songs.

Besonders auffällig ist die Tatsache, dass „The Herald“ voll von Ideen ist. Statt pausenlos drauflos zu knüppeln, schlagen MAJAK gerne mal gekonnt einen Haken. Dadurch bleiben die Songs interessant und eigenständig. Gitarrenmäßig sind natürlich fette Riffs der Treibstoff der Songs. Akustikgitarren sorgen aber gleichzeitig für ein dunkles, spirituelles Flair. Für den düsteren Einschlag sorgen zudem die tiefen Growls von Sänger Marcel „Wild Eye“ Mädel. Dabei werden die Growls zum Beispiel bei „Worlds Numb“ auch mal etwas höher angesiedelt und kommen eher thrashig-rockig rüber. Das musikalische Konzept von „The Herald“ ist durch und durch stimmig und hat jede Menge Power und Wildheit.

Insgesamt ist „The Herald“ eine richtig geile Metal-Scheibe, die in ihrer ganzen Urwüchsigkeit voll und ganz überzeugt. Das Okkulte beschränkt sich weitgehen auf ein paar Texte und vor allem den visuellen Auftritt, wobei an Blutspritzern nicht gespart wird. Die Musik ist aber krachender, wilder, roher Black Death Thrash Rock´n´Roll Metal, der direkt nach vorne geht und mächtig Spaß macht. Natürlich würde das Potenzial von MAJAK bei einer fetteren Produktion noch besser zur Geltung kommen, aber das Debüt ist schon mal verheißungsvoll.

Eine traurige Note bekommt „The Herald“ dadurch, dass hier noch Drummer Johannes „Joe“ Mohr (R.I.P.) zu hören ist, der sich später das Leben nahm. Die zusammen komponierten Songs widmen MAJAK entsprechend ihrem Weggefährten.

Anspieltipps: The Rebellious Archetype, Blood On The Iconz, Mother, Soley For The Fire,

Tracks

  1. The Rebellious Archetype
  2. Here There Be Monsterz
  3. Desert Of Restriction
  4. Blood On The Iconz
  5. Worlds Numb
  6. Mother
  7. In Company Of Marz
  8. Biblegrinder
  9. Soley For The Fire
  10. Five Minute King

 

Line up:

Joe – Drums (R.I.P.)

Hammersmith – Bass

Bomber – Rhythm Guitar, Vocals

Wild Eye – Lead Guitar, Vocals

 

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 28.08.2019

 

Label: Eigenproduktion

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