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Metal-Review: LEGION OF BOKOR  –  #DIGITAL_LIFE Metal-Review: LEGION OF BOKOR  –  #DIGITAL_LIFE
Man nehme traditionellen Hardrock und verbinde ihn mit Metal-Elementen verschiedenster Prägung und engagierten Texten. Das ist das Rezept von LEGION OF BOKOR aus Österreich,... Metal-Review: LEGION OF BOKOR  –  #DIGITAL_LIFE

Man nehme traditionellen Hardrock und verbinde ihn mit Metal-Elementen verschiedenster Prägung und engagierten Texten. Das ist das Rezept von LEGION OF BOKOR aus Österreich, das sie auch mit ihrem neuen Album #DIGITAL_LIFE klar unter Beweis stellen.

Die fünf Recken der heimischen Szene starteten 2010 ganz ohne großes Label und organisierten aus eigener Kraft mehrere erfolgreiche Tourneen durch halb Europa, einige Support Shows für ex-IRON MAIDEN-Legende PAUL DI ANNO, HOUSE OF LORDS etc.. und zahlreiche Festival- und Fernseh-Auftritte. Das damit aufgebaute exzellente Image wurde dann mit dem selbstbetitelten Debütalbum, das weit über die Landesgrenzen hinaus sehr gut angenommen wurde, gefestigt.

Am 13 09 2019 veröffentlichten die Österreicher von LEGION OF BOKOR ihr neues Album mit dem topaktuellen Namen #DIGITAL_LIFE via Terrasound Records. Live präsentierten sie ihr neues Werk am  13.09. Szene Wien – mit  MORTAL STRIKE & CHAOS MESSERSCHMITT & MEPHISTOS in der Szene Wien.

Das Geheimrezept der sympathischen Band: Man nehme traditionellen Hardrock und verbinde ihn mit Schwermetall-Elementen verschiedenster Prägung, füge einen zeitlos-eleganten Hauch von Rock´n´Roll  hinzu und jede Menge treibende Riffs und fette Double Bass Attacken. Um das ganze abzurunden, dürfen die angenehm melodiösen Gitarren Soli auf der einen und fieses Screaming auf der anderen Seite natürlich nicht fehlen.

Nicht zuletzt auch noch angereichert mit engagierten Lyrics mit literarischen und philosophischen Referenzen – gesellschaftskritisch aber nicht wertend. Fertig ist der einzigartige hochqualitative Mix aus eigenen Zutaten und dezent eingesetzten Vorbildanleihen  von  Bands wie SKUNK ANANSIE, LUDWIG WITTGENSTEIN, JUDAS PRIEST oder DOUGLAS ADAMS.

Aufgenommen wurde #DIGITAL_LIFE in den renommierten „Hinterhof Studios“ von Andi Baum (Drums), Norbert Leitner (Bass, Vocals) und Randy Reed (Guitars). Produziert von Norbert Leitner und Randy Reed. Das passende Artwork stammt von D’Arc Design.

Das Album startet gleich mal mit ordentlich Bass und Rums.  Die erste Nummer „Digital Age“  ist ein Intro wie es sein soll. Der namengebende Titel #Digital_Life befasst sich mit der Tatsache, dass viele Menschen freiwillig  ihre Privatsphäre für die berühmten „15 minutes of fame“ eintauschen. „Into The Sink“ handelt davon, dass man sich seinen Ängsten stellen soll. Außerdem beschäftigt sich der Track, etwas verborgen, auch mit der Frage nach dem freien Willen, dem Bewusstsein und der Schuldfähigkeit.

Zur Nummer Vier  sagt die Band folgendes: „The Day I Killed Chuck Norris“ – wir haben lange diskutiert, ob dieser Song veröffentlicht werden darf. Nicht aus rechtlichen Gründen, sondern weil wir Angst vor Chuck Norris haben… Der Song könnte auch die Erzählung eines Traumes sein.“

Das darauf folgende „Change It“ ist die ruhigste Nummer des Albums. Sie war ursprünglich als romantischer Song gedacht. Er handelt davon, sich selbst untreu zu werden und sich sehr zu verändern, nur um zu gefallen.

Track 6, „The Finest Brand“ ist ein Liebeslied, leider ohne Happy End. „Love Song In Bitch Minor“ ist kein Liebeslied, hat aber auch kein Happy End.

„Head First“ heißt mit dem Kopf durch die Wand. Wenn Egoismus auf Dummheit trifft, kommt es zu schlechten Entscheidungen. „Hell Of A Fight“ ist eine kritische Betrachtung unserer Wohlstandsgesellschaft. Es müssen nicht unbedingt alle immer einer Meinung sein, um dennoch etwas verändern zu können.

In „Creature Of Brutality“ geht es eine weiteres Mal um Egoismus, aber aus der Perspektive des Solipsismus, also des philosophischen Fremdexistenzproblems.

Einen würdigen Ausklang bietet dann „Automated Universe“  mit sattem Rock’n’Roll. Eigentlich der perfekte Party-Hit, der zugleich ein Statement an jene Leute richtet, mit denen man definitiv nicht feiern möchte.

Fazit: #DIGITAL_LIFE bietet alles was das Metallerherz begehrt: Starke Riffs, rotzige Screams Melodienreichtum, poetische und gesellschaftskritische Texte, ein bisschen Philosophie, eine Portion Herzschmerz und last but not least einfach supergute Mucke.

www.facebook.com/LegionOfBokor

 

Tracks:

#01 Digital Age“

#02 #Digital_Life

#03 „Into The Sink“

#04 „The Day I Killed Chuck Norris“

#05 „Change It“

#06 „The Finest Brand“

#07 „Love Song In Bitch Minor“

#08 „Head First“

#09 „Hell Of A Fight“

#10 „Creature Of Brutality“

#11 „Automated Universe“

 

LEGION OF BOKOR Line up: 

 

The Mosh – Vocals

Randy Reed – Guitar

Hare Hotter – Guitar

Bennet Ration – Bass

LX – Drums

 

www.facebook.com/LegionOfBokor

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de