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Metal-Review: Fusion Bomb – Concrete Jungle Metal-Review: Fusion Bomb – Concrete Jungle
„Fusion Bomb“ steht für geradlinigen Thrash Metal und wartet mit dem neuen Album "Concrete Jungle" mit einer kleinen Überraschung auf. Metal-Review: Fusion Bomb – Concrete Jungle

„Fusion Bomb“ steht für geradlinigen Thrash Metal und wartet mit dem neuen Album “Concrete Jungle” mit einer kleinen Überraschung auf.

New York? Detroit? Chicago oder doch von der Westküste? Weit gefehlt. Die Reise geht nach

Nörzingen, einem Stadtteil der luxemburgischen Gemeinde Bettemburg. So uramerikanisch ihr Klanggerüst auch klingen mag, verwurzelt sind „Fusion Bomb“ in der Mitte des alten Kontinents.

Ein schriller Schrei eröffnet den Reigen bei „Zest of Scorn“ und der Sprengsatz auf „Concrete Jungle“ wird gezündet.

Im treibenden Takt gehämmerte Instrumente und rapider, in Höhen und Rauhheit variierender Gesang bohren sich in die Ohren. Für den Thrash Metal üblich werden lyrisch gerne mal sozialkritische Themen angeschnitten.

So führen sie beispielsweise im Titel gebenden „Concrete Jungle“ durch den alltäglichen Wahnsinn im Betondschungel der zugepflasterten Urbanzentren. „ You’re a Cancer to this World“ räumt gar mit den scheinheiligen Weltverbesserern auf, die doch nur an ihrem eigenen Wohl interessiert sind.

„Slam Tornado“ ist das melodiöseste Stück auf dem Silberling ohne ihre Zündkraft zu entschärfen und hat Potential eine angesagte Thrash Metal – Hymne zu werden.

Mit dem abrundenden Excel-Cover „I never denied“ gelingt ihnen eine überzeugende Ehrerbietung, die sogar etwas mehr Schwung bietet als das 89er Original.

Luxemburg mag zwar geringer in seinen Ausmaßen sein, Kunst wird hier dennoch groß geschrieben. Die Literatur hatte den in die USA ausgewanderten Hugo Gernsback (Gernsbacher), die Populär-Musik hat fünf Siege beim europäischen Liederwettbewerb erreicht und der Metal hat nun „Fusion Bomb“.

Ob die „Fusion Bomb“ den ganz großen Einschlag in die Thrash Metal – Szene verbuchen kann, zeigt sich noch. Auf jeden Fall bringen die vier jungen Letzeburger frische Energie mit rein und werden ihrem Namen gerecht in bombenmäßiger Manier einen eindrucksvollen Krater hinterlassen.

Anspielempfehlung: Zest of Scorn , Concrete Jungle, Slam Tornado

Review: Daniel Oestreich

Besetzung: Miguel „Texasranger“ Teixeira Sousa – Gesang / Gitarre, Luc “Lanthanoid Laser-Dazer”  Bohr – Gitarre, Michel „Nippel“ Remy –  Bass / Gesang, Scott „Thrash“ Kutting – Schlagzeug

Titelliste:

  1. Zest of Scorn 3:43
  2. Knuckleburger 3:13
  3. Concrete Jungle 4:11
  4. You’re a Cancer to this World 2:56
  5. Blazing Heat 3:27
  6. TMNA 1:58
  7. Bird of Prey 4:15
  8. Nyctophobia 4:40
  9. Slam Tornado 3:38
  10. I never denied (Excel Cover) 4:50

Hörprobe auf Youtube von „Slam Tornado“

 

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de