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Metal-Review: FOR ALL I CARE – FOREVER AND A DAY Metal-Review: FOR ALL I CARE – FOREVER AND A DAY
Die Post-Hardcore-Truppe FOR ALL I CARE hat mit “Forever And A Day” im April dieses Jahres endlich das langersehnte Debütalbum veröffentlicht. Hierauf lassen es... Metal-Review: FOR ALL I CARE – FOREVER AND A DAY

Die Post-Hardcore-Truppe FOR ALL I CARE hat mit “Forever And A Day” im April dieses Jahres endlich das langersehnte Debütalbum veröffentlicht. Hierauf lassen es die Jungs aus Langenfeld mächtig krachen, zeigen sich aber auch gefühlvoll. Mit düsteren Growls, mächtigen Shouts und feinem Klargesang decken FOR ALL I CARE variabel alle Härtegrade zwischen hartem Metalcore, groovendem Post-Hardcore und gefühlvollen Balladen ab und schießen ein paar kernige Punk-Einflüsse mit ein.  

FOR ALL I CARE hatten sich zunächst mit ihrer EP „Everything Changes“, die 2018 neu gemastert rauskam, einen Namen in der Szene gemacht. Im April 2019 folgte dann der nächste große Schritt mit der Veröffentlichung des Debütalbums „Forever And A Day“. Mit der Unterstützung des Essener Label Boerma Records konnte die Post-Hardcore-Truppe dabei die Vorzüge des Zheng Production Studio nutzen.  Musikalisch bieten die Langenfelder eine ganze Bandbreite zwischen düster, hart, rockig, punkig, gefühlvoll und balladesk. Diese Variabilität wird vor allem durch das Konzept der drei Sänger getragen. Düstere Growls lassen es zwischendurch richtig finster werden („My Insanity“), mächtige Shouts treiben die Songs fett nach vorne („Hilken“) und feiner Klargesang haucht den Songs eine gefühlvolle Note („Absolute Zero“). Stark werden die Songs aber vor allem durch klasse Gangshouts („No Regrets“) und kanonartigen Gesang („Her Final Breath“). Gleichzeitig treiben die beiden Gitarren gekonnt durch alle Stimmungslagen und lassen es richtig krachen. Auch die Drums wirbeln was das Zeug hält und der Bass hämmert die unterschiedlichsten Rhythmen gekonnt in die Songs.

Was auf der einen Seite Segen ist, ist an manchen Stellen aber auch der Fluch. Zu viel Variabilität tut dem einen oder anderen Song nicht gut, da die Stimmigkeit verloren geht („Painkiller & Tranquilizers“). Hier hätte es den Songs sicherlich gut getan, sich auf eine oder zwei Stimmarten zu beschränken. Leider kommt gerade der Klargesang etwas dünn rüber, was den Kontrast zu den anderen beiden Gesangarten teilweise etwas zu stark werden lässt („Brotherhood“).  Dazu lässt mancher Song durchblicken, dass die Richtung zwischen Metalcore, Post-Hardcore  und Punk nicht ganz entschieden ist, was den einen oder anderen Holperer hervorruft.

FOR ALL I CARE zeigen aber auch, was sie drauf haben, wenn an ein paar kleinen Stellschrauben gedreht wird. Besonders bei „Awakening“ und „Forever And A Day“ zeigt sich das Potential der Truppe. Bei diesen beiden Highlights passt alles, was FOR ALL I CARE ausmacht, perfekt zusammen. Ohne Kanten geht es fett nach vorne, wodurch beide Songs stimmiger und fließender klingen.

So hat „Forever And A Day” als Debütalbum viele gute Ansätze und mit „Awakening“ und dem Titelsong zwei Highlights, die als Versprechen an die Zukunft Appetit auf mehr machen.

Anspieltipps: My Insanity, Awakening, Forever And A Day

Tracks

  1. Hilken
  2. Brotherhood
  3. Absolute Zero
  4. My Insanity
  5. Painkiller & Tranquilizers
  6. No Regrets
  7. Her Final Breath
  8. Awakening
  9. Forever And A Day
  10. Escape Myself 

Line up:

Carlos Kuger – Bass
Dominik Röwer – Drums
Holger Dirnberger – Vocals
Mark Zheng – Guitar/ Vocals
Niklas Zeler – Guitar
Alex Hagner – Vocals

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 26.04.2019

 

Label: Boersma-Records

 

Hörprobe auf Youtube von „Forever And A Day“:

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