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Metal-Review: F.R.I.D.A. – Meinungsmonument Metal-Review: F.R.I.D.A. – Meinungsmonument
„F.R.I.D.A“ hübschen auf deren Erstling „Meinungsmonument“ ihren geradlinigen Punk mit Hardcore- und Metal-Elementen auf. Metal-Review: F.R.I.D.A. – Meinungsmonument

„F.R.I.D.A“ hübschen auf deren Erstling „Meinungsmonument“ ihren geradlinigen Punk mit Hardcore- und Metal-Elementen auf.

Die Gruppe der fünf Freigeister aus der deutschen Hauptstadt ist nach der kleinen Tochter des Gitarristen Micha benannt, die mit der Band auch das Geburtsjahr 2015 eint. Allerdings kann der Nachwuchs Papas zelebrierter Musik (noch) nichts abverlangen, da sie ihr zu laut ist.

Punk und Hardcore verschmelzen bei den Berlinern „F.R.I.D.A“ miteinander, gewürzt mit einer leichten Brise Metal, die dem erschaffenen Konstrukt namens „Meinungsmonument“ recht gut tut.

Sänger Toni bringt dazu eine satte Röhre zum Einsatz und rotzt dementsprechend die Verse ins Mikrophon. Bei der Eröffnung „Graue Vögel“ bekommt er sogar Unterstützung von Schulle, dem Kreischer der heimischen Kollegen „Toxpack“. Die meisten Titel sind zudem mit einem gehörigen Satz Aggression versetzt, der aber wiederum mit den Botschaften in positives Wirken münzen soll.

In dieser Kombination hauen einige der Lieder schön auf die Mütze und dürften beim geneigten Hörer für gute Unterhaltung sorgen.

Die Texte sind Milieu-gerecht ausgelegt und an einigen Stellen für Außenstehende mit einer manchmal etwas fragwürdigen Freiheitsattitüde versehen. Dabei wirken die Zeilen jedoch nicht stumpfsinnig, sind aber auch nicht als besonders philosophisch zu betrachten. Mit dem lustig geratenen Trinklied „Drehmoment“ zeigen sie, dass sie auch nicht alles bierernst sehen und man den Spaß, trotz aller Querelen des Lebens, nie aus den Augen verlieren sollte.

Mit all diesen Zutaten erschaffen sie ein „Meinungsmonument“, das nicht unbedingt jeder uneingeschränkt zu teilen bereit ist.

Alle, die es mit der Namensgeberin halten und nichts mit Punkmusik anfangen zu wissen, wird auch dieses Werk nicht umstimmen. Aber die genannten Metal – Anleihen machen das Anhören an manchen Stellen auch für diejenigen, die nicht mit allen Textpassagen konform gehen, interessanter und befördern „F.R.I.D.A.“ etwas aus der gängigen Wahrnehmung der Grundstilrichtung Punk.

Anspielempfehlung: Graue Vögel, Apathie, Schuld

Review: Daniel Oestreich

Besetzung: Toni – Gesang, Alex – Gitarre, Micha – Gitarre / Gesang, Paul –  Bass, Lars – Schlagzeug

Titelliste:

  1. Graue Vögel 2:24
  2. Höret den Ruf 2:49
  3. Niemandskind 2:24
  4. Justizia 2:32
  5. Apathie 2:43
  6. Komm mit uns, komm 2:15
  7. Antiheld 2:39
  8. Königsgnade 2:53
  9. Schuld 2:38
  10. F.U.C.K. 2:43
  11. Jetzt schlägt’s 13 2:55
  12. Drehmoment 2:50

Hörprobe auf Youtube von „Antiheld“

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