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Metal-Review: DETRAKTOR – GRINDER Metal-Review: DETRAKTOR – GRINDER
DETRAKTOR haben einst Deutschland beim Wacken Metal Battle vertreten. Nun haben die Thrasher nach zwei EPs endlich ihr Debütalbum zusammengezimmert und lassen es auf... Metal-Review: DETRAKTOR – GRINDER

DETRAKTOR haben einst Deutschland beim Wacken Metal Battle vertreten. Nun haben die Thrasher nach zwei EPs endlich ihr Debütalbum zusammengezimmert und lassen es auf „Grinder“ heftigst krachen. Mit Vollgas, volles Brett nach vorne – so wie es sich gehört. „Grinder“ ist für DETRAKTOR ein absoluter Katapultstart.    

Was machen ein Chilene, ein Brasilianer und ein in Kanada lebender Bulgare, wenn sie im Winter in Hamburg Langeweile haben. Sie formieren eine Thrash Metal Band und nennen sie DETRAKTOR. Mittlerweile wurde der Bass ebenso Chilenisch besetzt. DETRAKTOR haben sich inzwischen mit zwei EPs und einem Auftritt in Wacken als deutscher Vertreter einen Namen in der Szene gemacht. Das Rezept dafür ist einfach richtig geiler Trash Metal mit diversen Einflüssen, der wie eine mächtige Urgewalt abgeht.  Diese unbändige Kraft haben die vier Thrasher nun auf ihren Erstling „Grinder“ gebannt. Und der hat es wirklich in sich.  DETRAKTOR spielen auf „Grinder“ Thrash Metal, wie er als moderne Variante klingen soll. Die hochwertige Qualität von Old School Thrash Metal wird mit einer unglaublichen Energie und verschiedenen Anleihen aus verschiedenen andern Metal-Richtungen veredelt. So klingt in manchen Parts Hardcore durch (z.B. „Parasita“, „Rejekt“) und in manchen Parts Groove Metal a la PANTERA (z. B. „Pride“, „Chupacabra“). Und dazu gibt es granatenmäßigen Thrash Metal, wobei OVERKILL und SEPULTURA ganz gut als Orientierung dienen können.

Dazu kommen teils fremdsprachige Texte zum Einsatz, durch die die Energie der Songs noch verstärkt wird („Parasita“). Es gibt aber auch krachende Trash Metal Granaten, wie den Titelsong „Grinder“ oder „El Sunday“.  Das aller Wichtigste ist aber, dass die Songs frisch und neu klingen. Hier wird nicht stumpf rumgeballt. Auf „Grinder“ wird Thrash Metal musikalisch zelebriert. Sogar das Instrumentalstück „Let It Bitch!“ sprüht nur so vor Energie. DETRAKTOR interpretieren Thrash Metal so, dass er facettenreich, abwechslungsreich und somit hochinteressant ist. Auf „Grinder“ geht es einfach ab, ohne dass es irgendwelche Längen gibt. Hier gibt es Vollgas von der ersten bis zur letzten Sekunde. Dass DETRAKTOR dabei richtig Spaß haben zeigt, sich dazu beim Rausschmeißer „Don’t You Smoke That Weed“. Insgesamt werden DETRAKTOR mit „Grinder“ den Vorschusslorbeeren mehr als gerecht. „Grinder“ ist ein Hammeralbum und wird sicherlich eines der besten Alben 2019 sein. DETRAKTOR bieten einfach alles, was es für modernen (Thrash) Metal braucht. Sänger Henrique Queiroz shoutet sich seine Metal-Seele aus dem Hals und bei jedem Riff reißt es jeden, der nur einen Milliliter Metal im Blut hat, einfach mit. Wer also Bock auf geilen Metal hat, muss bei „Grinder“  reinhören. DETRAKTOR legen mit „Grinder“ einen regelrechten Katapultstart hin.

Anspieltipps: Parasita, El Sunday, Grinder

Tracks

  1. Parasita 03:54
  2. Not Many More 03:36
  3. El Sunday 04:49
  4. Pride 05:00
  5. Let It Bitch! 02:47
  6. Chupacabra 02:55
  7. Grinder 04:26
  8. Rejekt 04:23
  9. Don’t You Smoke That Weed 04:19

 

Line up:

Henrique Queiroz  – Drums / Vocals

Rafael Dobbs – Guitar

Boris Pavlov – Guitar

Juan Orellana – Bass

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 20.09.2019

 

Label: Violent Creek Records

 

Hörprobe auf Youtube von „Grinder“:

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