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Metal-Review: D-A-D – A PRAYER FOR THE LOUD Metal-Review: D-A-D – A PRAYER FOR THE LOUD
Nach acht Jahren haut Dänemarks bekanntester Rock-Export D-A-D mal wieder in die Saiten. Und eines hat sich auch nach so langer Zeit nicht geändert:... Metal-Review: D-A-D – A PRAYER FOR THE LOUD

Nach acht Jahren haut Dänemarks bekanntester Rock-Export D-A-D mal wieder in die Saiten. Und eines hat sich auch nach so langer Zeit nicht geändert: Die Mannen um die Gebrüder Binzer spielen begnadeten Rock. Das ist auch auf dem neuen Silberling „A Prayer For The Loud“ nicht anders, wobei sich der lange Reifeprozess für das neue Album durchaus positiv bemerkbar macht.  

Acht Jahre ist es nun her, dass D-A-D ihr letztes Studioalbum „Dic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark“ in den Orbit entließen. Das letzte Lebenszeichen gab es letztes Jahr noch von Jesper Binzer mit seiner Tour zum 2017er Album „Dying Is Easy“. Anno 2019 haben sich die Mannen um die Gebrüder Binzer aber nun endlich wieder aus der Deckung gewagt und „A Prayer For The Loud“ aus dem Hut gezaubert.

Die Wartezeit hat sich mehr als gelohnt. D-A-D hatten den Luxus, aus einem reichlich gefüllten Pool an Songs auszuwählen. Heraus kamen elf Songs, die die reinste Essenz von D-A-D enthalten und den Sound und den Ausdruck der Band auf den Punkt und in seiner reinsten Form treffen. „A Prayer For The Loud“ enthält elf Mal packenden Rock in verschiedensten Farbschattierungen, der vor mitreißender Energie, wildem Rocker-Adrenalin und musikalischer Hingabe nur so strotzen. Frontmann Jesper Binzer beschreibt das mit folgenden Worten: „Vor allem sind wir stolz darauf, dass wir elf phantastische Tracks abgeliefert haben, die auf unserem Status Quo basieren. Das war kein Schuß ins Dunkle, das kommt direkt aus dem Herzen.“ Wichtig war es der Band, sich auf das Essentielle zu beschränken und alles Überflüssige wegzulassen. Schon beim Opener „Burning Star“ wird deutlich, dass es um einfachen Rock geht, der es in sich hat. Es stehen Melodie und Eingängigkeit im Vordergrund, ohne dass die Songs eintönig oder zu simpel wären. Die Band selber sagt dazu: „In der Vergangenheit sind wir manchmal neue Wege gegangen, um Dinge auszuprobieren, die ziemlich weit vom Kern dessen entfernt waren, was wir normalerweise tun. Es hat viel Spaß gemacht, aber diesmal haben wir versucht, uns auf das Wesentliche zu beschränken. Diesmal sind wir einfach nur das, was wir wirklich sind. „A Prayer For The Loud‘ ist eine Platte, bei der der Fokus auf Melodien und Energie liegt. Wir haben uns große Mühe gegeben, wenn es darum geht, die Chöre zu arrangieren, und es sind einige großartige Songs entstanden, bei denen wir die Details sorgfältig behandelt haben, ohne jedoch die unverfälschte Rohheit und pure Energie zu verlieren. A PRAYER FOR THE LOUD

Um diese Fokussierung hin zu bekommen, haben D-A-D die vertraute Umgebung des Grapehouse Studio in Kopenhagen gesucht. Dort haben sich mit Nick Foss und Rune Nissen Petersen zwei alte Bekannte um die Produktion von „A Prayer For The Loud“ gekümmert.

Diese geänderte Einstellung und Refokussierung steht dem Album dabei mächtig gut. Hier finden sich flotte, mitreißende Rocker, wie „Burning Star“, „The Real Me“, „No Doubt About It” oder „Musical Chair“, neben mächtig groovenden Mid-Tempo-Stampfern, wie „Nothing Ever Changes“, „Time Is A Train“ oder „The Sky Is Made Of Blues”, und gefühlvollen Balladen, wie „A Drug For The Heart” und „If The World Just”. Dabei ist dieses nur eine grobe Einteilung, denn eigentlich deckt jeder einzelne Song eine eigene Facette des Rock ab, wodurch „A Prayer For The Loud“ ein enorm abwechslungsreiches Album ist.

Insgesamt ist „A Prayer For The Loud” ein hochinteressantes Rock-Album, das facettenreich ist und einfach von Herzen kommt. D-A-D zeigen, wie mitreißender Rock richtig geht. Dabei brillieren sie vor allem beim Songwriting, denn jeder einzelne Song sitzt einfach perfekt.

Anspieltipps:   Burning Star, Nothing Ever Changes, Musical Chair

Veröffentlichungstermin: 31. Mai 2019

Review: Michael Glaeser

Tracks:

  1. Burning Star
  2. A Prayer For The Loud
  3. Nothing Ever Changes
  4. The Sky Is Made Of Blues
  5. The Real Me
  6. No Doubt About It
  7. A Drug For The Heart
  8. Musical Chairs
  9. Time Is A Train
  10. Happy Days In Hell
  11. If The World Just

 

Line up:

Jesper Binzer – Vocals, Guitar
Stig Pedersen – Bass, Vocals
Jacob Binzer – Guitar
Laust Sonne – Drums

 

Einbettungscode Youtube von „Burning Star“:

 

Link zu Jesper Binzer Nachbericht:

https://metalogy.de/nachbericht-gus-g-jesper-binzer-am-09-05-2018-im-colos-saal-aschaffenburg/

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