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Metal-Review: BOILING BLOOD – LOST INSIDE A MORBID WORLD Metal-Review: BOILING BLOOD – LOST INSIDE A MORBID WORLD
In den heißen Kesseln der Chemiestadt Ludwigshafen haben BOILING BLOOD eine deftige Suppe Old-School Thrash Metal zusammengekocht. Dabei ist das Debütalbum von BOILING BLOOD... Metal-Review: BOILING BLOOD – LOST INSIDE A MORBID WORLD

In den heißen Kesseln der Chemiestadt Ludwigshafen haben BOILING BLOOD eine deftige Suppe Old-School Thrash Metal zusammengekocht. Dabei ist das Debütalbum von BOILING BLOOD „Lost Inside A Morbid World“ eher ein fettes Brett als ein Süppchen. Die Thrash Metal-Truppe lässt es mit viel Spielfreude richtig krachen. Man leiht dabei zwar hier und da was von Slayer, Anthrax, Metallica und anderen Thrash Metal-Größen aus, schafft sich aber trotzdem einen eigenständigen Sound. Und mit diesem Sound lassen BOILING BLOOD heftig die Haare fliegen und die Nacken rotieren.   

BOILING BLOOD firmierten sich 2003 in der Chemiestadt Ludwigshafen und entstiegen förmlich den heißen Kesseln dort. Seit dieser Zeit haben sich die Jungs beinhartem Old-School  Thrash Metal verschrieben. Im Jahre 2019 war es dann endlich Zeit für das Debütalbum von BOILING BLOOD. Dafür wurden eine enorme Spielfreude und ein fetter Thrash Metal-Sound zu einem knallharten Trash Metal-Brett verlötet.

Beim Songwriting orientierten sich BOILING BLOOD klar an Thrash Metal-Ikonen. So finden sich genauso  Anleihen von SLAYER („Queen Of Mutilation“), den frühen METALLICA („Morbid Delusion“) oder ANNIHILATOR („The Evil Inside“), wie den teutonischen Größen, wie KREATOR („Burning Decision“). Trotz dieser Einflüsse schaffen es BOILING BLOOD trotzdem eigenständig zu klingen. Das kann besonders daran liegen, dass die Musiker der Band jeweils ganz eigene musikalische Vorlieben mit sich bringt. Da klingt es auch mal nach Death Metal („Emerged From Blood“) oder es weht ein symphonischer Hauch („Abomination“) oder elektronisch („Lost“). BOILING BLOOD setzen dazu auf melodische Twin-Guitar-Momente und Gang-orientierte Choruses. So gibt es aber auch genug Songs, die sich weniger an irgendwelchen Größen orientieren. Besonders im hinteren Teil von „Lost Inside A Morbid World“ wird die Truppe mutiger („Poisened Throne“, „Torment In Fire“, „Impostor“) und entwickelt mehr ihren eigenen Sound.  Was die Texte anbetrifft gehen BOILING BLOOD in guter Old-School-Thrash-Metal-Tradition sehr sozialkritisch vor.

Insgesamt hat BOILING BLOOD ein knallhartes Thrash Metal-Brett als Debütalbum abgeliefert. Die Gitarren sind bärenstark. Lediglich der Gesang könnte an der einen oder anderen Stelle geschliffen werden, was aber eigentlich zu Old-School Thrash Metal passt. Der Sound von „Lost Inside A Morbid World“ ist für eine Eigenproduktion erstklassig. Mit etwas mehr Wumms durch eine fettere Produktion wäre „Lost Inside A Morbid World“ unaufhaltbar. Aber auch so sind die Songs einfach heftig für Haupthaar und Nackenmuskulatur.

Anspieltipps: Devoured, Emerged From Blood, Abomination, Torment In Fire,

Tracks

  1. The Evil Inside 03:47
  2. Devoured 03:47
  3. Morbid Delusion 04:26
  4. Queen Of Mutilation 03:27
  5. Circle Of Life 02:18
  6. Emerged From Blood 04:49
  7. Lost 05:18
  8. Abomination 04:54
  9. Burning Decision 02:39
  10. Poisoned Thorne 04:27
  11. Torment In Fire 04:59
  12. Soul Mutation 05:32
  13. Impostor 02:38

Line up:

Peter Rummel – Vocals
Jochen Olbort – Guitar / Vocals
Ingo Renne – Guitar
Michael Groß – Bass Guitar
Christian Jotter – Drums

 

Review: Michael Glaeser

 

Veröffentlichungstermin: 10.08.2019

 

Label: Housemaster Records (Eigenproduktion)

 

Hörprobe auf Youtube von „Morbid Dilusion“:

 

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