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Metal-Review: Architects of Aeon – Koloss Metal-Review: Architects of Aeon – Koloss
„Architects of Aeon“ errichten mit „Koloss“ ein facettenreiches, musikalisches Metal-Bauwerk. Metal-Review: Architects of Aeon – Koloss

„Architects of Aeon“ errichten mit „Koloss“ ein facettenreiches, musikalisches Metal-Bauwerk.

Die mittlerweile zum Trio angewachsene Band aus dem geographischen Zentrum Deutschlands vereint geschickt Bausteine aus Doom / Death und Black Metal und lässt dazu progressive Noten einfließen. Die Aeon-Architekten gehen somit nicht einem immer baugleichen Schema nach, um ihre Klangschöpfungen zu entwerfen, sondern gehen da recht abwechslungsreich zu werke.

Ein dunkles, aber nicht zu düsteres, Tongebilde mit nachdenklich stimmenden, poetisch angehauchten Zeilen eröffnet sich mit der ersten Nummer „Koloss“, bei dem Notenwände aus geschwärztem Doom und markigen Death-Growls erschafft werden .

Sind „Terra“ und „ Where the Wolves go to die“ bereits von krachend polternder Natur, so wird bei „Abyssos“ nochmal nachgelegt. Es ist eines der intensivsten Lieder auf dem Silberling, das langsam beginnt und dann seine geballte Kraft dem Hörer entgegen schlägt, aufgelockert durch prägnante, sphärische Melodien.

„ Aidelos“ führt diesen Pfad in ein wenig abgemilderter Form weiter, bis das Sinne erweckende Instrumental „Kurgal“ (sumerisch mythologisch : der große Berg)  die eindrucksvoll entworfene Platte beschließt.

Beim Einführungs- und zugleich Titellied „Koloss“ lautet eine Zeile poetisch anmutend: „Ein  Sonnenstrahl die Haut erbeben lässt.“ Diese Wirkung erreicht die durchaus mit gehoben dunkler Stimmung angereicherte Musik nicht immer in voller Gänze, obwohl sie keinesfalls den aufmerksam Lauschenden völligst unberührt lässt.

Die „Architects of Aeon“ haben mit „Koloss“ also noch kein als gigantisch anzusehendes Gebilde konstruiert. Allerdings haben sie bereits ein absolut solides Fundament gegossen, um darauf ihr musikalisches Bauwerk zu errichten und erschufen ein doch erstaunliches, hörenswertes Konstrukt.

Anspielempfehlung: Koloss, Terra, Abyssos

Review: Daniel Oestreich

Besetzung: Chris „SC“ – Gitarre / Gesang, Philipp „TP“ – Bass / Gesang, Frank „SF“ – Schlagzeug / Gesang

Titelliste:

  1. Koloss 6:46
  2. Terra 5:57
  3. Where the Wolves go to die 4:53
  4. Abyssos 5:20
  5. Aidelos 6:57
  6. Kurgal 9:04

Hörprobe auf Youtube von „Abyssos“

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