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Metal darf auch beim Workout nicht fehlen Metal darf auch beim Workout nicht fehlen
Um den Alltag zu meistern und auch die Strapazen des einen oder anderen Festivals zu überstehen, muss der Körper in Schwung gehalten werden. Dies... Metal darf auch beim Workout nicht fehlen

Um den Alltag zu meistern und auch die Strapazen des einen oder anderen Festivals zu überstehen, muss der Körper in Schwung gehalten werden. Dies bedeutet zwar nicht, dass der Bierkonsum gänzlich eingestellt werden muss – ein möglichst fördernder Ausgleich sollte jedoch vorhanden sein. In diesem Zusammenhang haben Anhänger des Schwermetalls jedoch Glück. Schnelle Metal-Riffs und schweißtreibende Workouts harmonieren nämlich auf eine ganz spezielle Art und Weise.

Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass abgespielte Musik während des Trainings einen ganz besonderen Effekt mit sich bringt – welcher mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen wurde. “Mit dem Hören von vertrauten Melodien oder Stimmen werden Assoziationen hervorgerufen und das Training wird massiv beeinflusst”, schildert Sportwissenschaftler Matthias Sommer des Magazins Fitforbeach. “Diese Assoziationen bewirken eine individuelle Veränderung – dies betrifft die Hautatmung der Körperoberfläche, die Körperhaltung oder den Muskeltonus. Dieser psychosomatische Effekt von Musik kann für die Steigerung der sportliche Leistungsfähigkeit genutzt werden.”

Entgegen allen Unkenrufen von Außen können Anhänger des Metal ihre Lieblingsbands somit als Unterstützung zur Fitness nutzen. Doch damit sei nicht genug. Die Forschung ist auch in weiterem Sinne auf der Seite der Metalheads. Eine an der australischen “University of Queensland” durchgeführten Studie konnte belegen, dass “extreme Musik” eine positive Wirkung auf den Körper hat. Heavy Metal reduziert auch nachhaltig das eigene Stresslevel. Außerdem könnten dadurch wesentliche Emotionen des Menschen reguliert werden. Positive Gefühle keimen auf, während Traurigkeit und Ärger in Zaum gehalten werden. In Bezug auf Stress wurde ebenfalls ein Zusammenhang festgestellt. Angesichts der Tatsache, dass ein zu hoher Cortisolwert die Konzentration beeinträchtigt, sollte mit der Lautstärke nicht gespart werden. Laute Blast-Beats, hämmernde Riffs und gutturale Gesänge bieten somit die beste Voraussetzung, die richtige mentale Umgebung für das nächste Workout zu kreieren.

Um die gewünschte Fitness zu erreichen, ist es oft notwendig, die eigene Komfortzone mit neuen Leistungsstufen zu überwinden. Größere Gewichte und auch an die Schmerzgrenze gehende Übungen mit dem Körpergewicht sind zu Beginn oft leichter gesagt als getan. Läuft nebenbei ein besonders harter Soundtrack, fällt die Trainingsroutine mit Sicherheit leichter. All jene Aggressionen, die durch die verursachten Schmerzen hervortreten, können wesentlich besser genutzt werden. Mit dem zusätzlichen Antrieb von harter Musik fällt es leichter, gewohnte Schmerzgrenzen zu durchbrechen. Dieser Effekt führt auch zu einer erhöhten Endorphinproduktion – bereits eingetretene Beschwerden werden somit ebenfalls zur geringeren Belastung.

Auch wenn die Klänge des Heavy Metal durchwegs für den notwendigen Adrenalinlevel sorgen können, ist die breite Fächerung des Genres ein zusätzlicher Bonus für die eigene Fitness. Die verschiedenen Subkategorien können bestens dafür genutzt werden, eine passende Playlist für den Trainingsverlauf zu erstellen. Wird noch für die härteren Übungen aufgewärmt, sind Bands aus der frühen Zeit zu empfehlen. Die Songs von Legenden wie Metallica oder auch Black Sabbath eignen sich aufgrund ihrer gleichmäßigen Rhythmen ideal für die Vorbereitung. Für die Momente, in denen die Zähne zusammengebissen werden müssen, sollte die Playlist etwas Schnelleres parat haben. Slipknot, Lamb Of God oder Sepultura liefern den besten Soundtrack, um schweißtreibende Übungen mit dem Körper, Maschinen oder Gewichten zu meistern.

Bild von Pexels auf Pixabay

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de