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Meka Nism –  The War Inside (EP) Meka Nism –  The War Inside (EP)
„Meka Nism“ mit ihrem dritten Kurzspieler „The War Inside (EP)“ Meka Nism –  The War Inside (EP)

„Meka Nism“ mit ihrem dritten Kurzspieler „The War Inside (EP)“

Wenn eine Musikgruppe mit einem etwas innovativerem oder außergewöhnlicherem Stil auffällt, schießen oftmals Bands ähnlichen Kalibers aus dem Erdboden.

Wer zuerst da war, interessiert im Nachhinein kaum noch jemanden. Die Präsenz ist entscheidend. Und davon ist bei den US – Alternative Metallern „Meka Nism“ und ihrer gleichnamigen Schamanin und Sängerin eine gute Prise vorhanden.

Und wie auch bei vielen vergleichbaren Kombinationen beweist die Frontfrau dabei eine bemerkenswerte Bandbreite zwischen Zart und Hart. Einem kleinen Piano-IntrMeka Nism –  The War Inside_Artworko folgt ein kraftvoller Einstieg in The War Inside“, das mit einer eindrucksvollen Mischung aus ordentlich krachenden und dezenteren Tönen brilliert. Hier zeigt vor allem die Hohepriesterin des Musikerstammes ihre besonderen Fähigkeiten.

Nach diesem fulminanten Beginn flaut die Energie der folgenden Klangkonstrukte etwas ab.

Anschließend dominiert maßgeblich die zuckersüße Variante ihrer Stimme und der Umfang ihres eigentlichen Könnens kommen scheinbar ein wenig zu kurz.

Lediglich Lied Nummer drei „Trailblazer“ kommt als symphonisches Metal-Stück mit Growlunterstützung vom Stil her an die Anfangsmarschrichtung heran. Schön anzuhören sind diese Lieder trotzdem allemal, auch wenn sie nicht ganz im Einklang mit der ersten Nummer stehen, die einfach eine prägnantere Frequenz bietet.

Zum Schluss weiß man noch mit der schön tristen Ballade „Black Sky“ zu glänzen, in der kenntlich gemacht wird, dass man auch melancholische Momente stimmungsvoll mit Geschrei garnieren kann.

„The War Inside (EP)“ ist eine Kreation, die mit Hochspannung beginnt und dann die Voltzahl merklich herunter fährt ohne dabei aber schal oder uninteressant zu werden.

Nach drei EPs wäre es nun mal an der Zeit für ein komplettes Album der US-Amerikaner. Für das dann hoffentlich kommende Vollwerk würde man sich dann mehr Momente wie im starken, einheizenden Anfangstitel „The War Inside“ oder dem letzten, gefühlvollen „Black Sky“ wünschen.

Anspielempfehlung: The War Inside, Black Sky

Review: Daniel Oestreich 

Besetzung:  Ms. Meka Nism  – Gesang, Bobby Keller – Gitarre, Danny Arrieta – Gitarre, Jarret Robinson –  Baß, Nick Colvin – Schlagzeug, James C. Lane – Schlagzeug (Additional),  Jay Adkisson – Keyboard

Titelliste:

  1. The War Inside 4:49
  2. These Years of Silent Screams 3:32
  3. Trailblazer 4:32
  4. Arrows of Alchemy 5:22
  5. Black Sky 4:03 auf Youtube von „The War Inside“

Hörprobe /Video auf YouTube:

 

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de