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Heavy Metal – warum die Musik gut für unser Kreislaufsystem ist Heavy Metal – warum die Musik gut für unser Kreislaufsystem ist
Nicht nur klassische Musik von Komponisten wie Bach oder Beethoven haben einen therapeutischen Effekt. Heavy Metal soll eine ähnlich positive Wirkung auf unser Herz-Kreislauf-System... Heavy Metal – warum die Musik gut für unser Kreislaufsystem ist

Nicht nur klassische Musik von Komponisten wie Bach oder Beethoven haben einen therapeutischen Effekt. Heavy Metal soll eine ähnlich positive Wirkung auf unser Herz-Kreislauf-System haben wie die Musik der alten Meister.

Der positive Zusammenhang zwischen Musik und der Gesundheit des Menschen ist schon lange bekannt. Laut einer Studie konnten Wissenschaftler beobachten, dass zum Beispiel beim Hören von Orchestermusik von Johann Sebastian Bach Blutdruck und Herzfrequenz gesunken sind, denselben Effekt beobachtete man aber auch beim Hören von Heavy Metal. So lässt es sich ja zum Beispiel auch mit Musik besser Trainieren, denn die Musik hat einen direkten Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem, das unsere lebenswichtigen Körperfunktionen steuert und maßgeblich für den Stoffwechsel ist. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, ob man  klassische Musik oder Heavy Metal hört.

Bluthochdruck gilt als Risikofaktor für Schlaganfälle oder Herzinfarkte, doch das Tückische am Bluthochdruck ist, dass man ihn kaum bemerkt. Paula Kloiber schreibt für das Magazin ArzneimittelFakten, sie sagt: “Bluthochdruck ist in Deutschland zu einer Volkskrankheit geworden, fast jeder dritte Deutsche leiden darunter und häufig lassen sich die Folgeerkrankungen wie eine Herzschwäche  oder eine Gefäßverkalkung nur noch durch die Einnahme von  Medikamenten regulieren”. Ursachen für zu hohen Blutdruck sind neben langanhaltendem Stress auch Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht.

Doch was tun, damit es erst gar nicht so weit kommt? Neben dem Verzicht auf Nikotin und moderatem Alkoholgenuss  und einer gesünderen Ernährung, soll auch Heavy Metal, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Immerhin soll Metal ja auch ein “Mittel” gegen Depressionen sein. So fand die Psychologin Tasha Howe heraus, dass Metal-Fans häufig glücklicher sind, vor allem wenn sie schon während ihrer Jugend viel Heavy Metal gehört haben. Glaubt man dieser Studie, sind Metal-Fans deutlich zufriedener als andere Menschen.

Bei einer Studie in Bochum, spielte ein Forscherteam 120 Probanden Musik von Bach, Mozart, Johann Strauss, der Gruppe Disturbed und die größten Hits von ABBA vor. Beim Vergleich der Werte stellte sich heraus, dass sich die Musik von Bach günstig auf den Blutdruck und die Herzfrequenz auswirken, bei Mozart, Strauss und auch Heavy Metal sank der Blutdruck. Nur bei der Musik von ABBA gab es keinen Effekt. Grund für die Wirksamkeit kann neben der persönlichen Empfindung aber auch die Summe an Instrumentalmusik innerhalb der Stücke sein.

Musik kann also die Funktionsweise des Körpers messbar beeinflussen. Sie verändert den Herzschlag, den Blutdruck, die Atemfrequenz und auch die Muskelspannung. Dabei bestimmt aber die Musikart inwiefern und wie stark sich die Musik auf unser Kreislaufsystem auswirkt. Bei schnellen und impulsiven Musikarten wird beispielsweise nur Adrenalin ausgeschüttet – bei ruhigen und sanften Klängen dann das Gegenteil, nämlich Noradrenalin. Aber auch Metal ist gut für unser Herz, und konnte trotz ihrer Geschwindigkeit positive Auswirkungen zeigen. der Zusammenhang zwischen Musik und Gesundheit wird noch gar nicht so lange erforscht und steckt noch in den Kinderschuhen – so darf man gespannt darauf sein, was die Welt der Wissenschaft noch so alles herausfinden wird.

Foto: Quelle: unsplash.com – jesse orrico

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de