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Heavy Metal Festivals in Zeiten der Corona-Krise Heavy Metal Festivals in Zeiten der Corona-Krise
Noch immer hat die Corona-Krise die Welt fest im Griff. Die Folgen, die bereits jetzt durch das Virus sichtbar werden, verschärfen sich auch noch... Heavy Metal Festivals in Zeiten der Corona-Krise

Noch immer hat die Corona-Krise die Welt fest im Griff. Die Folgen, die bereits jetzt durch das Virus sichtbar werden, verschärfen sich auch noch in den kommenden Monaten. Neben den Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben aller Bundesbürger werden auch die Rufe nach finanzieller Unterstützung immer lauter. Besonders hart getroffen hat es in diesem Jahr natürlich neben Gastronomie, Tourismus oder der Kulturbranche auch Festivalbetreiber, die bereits Anfang des Jahres alle Veranstaltungen komplett absagen mussten.

Selbst das kommende Jahr bleibt ungewiss, es verkaufen zwar schon Veranstalter wie die des Wacken Open Air, Rock im Park oder Rock am Ring Tickets für 2021, jedoch ist das natürlich immer auch abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie. Da dieses Jahr alles ausfallen musste, konnten Metalfans die Tickets gegen eines für das neue Jahr eintauschen. Das Wacken Open Air ist schon jetzt komplett ausverkauft. Lediglich 21 Stunden hat es gedauert, bis alle Tickets vergriffen waren. Auch die Bands für das Wacken Open Air 2021 sind schon zu Teilen bestätigt, Metal-Größen wie Slipknot, Judas Priest oder die Hardrocker Lordi werden die Fans 2021 begeistern. Die Veranstalter Thomas Jensen und Holger Hübner hoffen natürlich darauf, dass alles reibungslos funktioniert und das berühmteste Festival der Welt in Schleswig-Holstein im Juli wieder ohne Probleme stattfinden darf.

Darauf hoffen aber nicht nur alle Fans des Heavy Metal, sondern natürlich auch die Mitarbeiter, Künstler und Bands. Jensen ist bereits jetzt im ständigen Austausch mit Virologen und Veranstaltern aus anderen Ländern, um genaue Pläne für den Ablauf zu entwerfen, sollte das Coronavirus bis Sommer nächsten Jahres noch so ein großes Thema sein. Einzig das Aufstellen von Desinfektionsspendern sowie das Einhalten der Abstandsregelung, wie es bei kleineren Veranstaltungen möglich ist, wird bei der Masse an Zuschauern kaum etwas nützen, hier sind schon etwas gefinkeltere Strategien gefragt. In den letzten Jahren mauserte sich das Festival zu einem der bekanntesten Heavy Metal Festivals der Welt. Von anfänglich etwa 800 Zuschauern, strömen nun etwa 75.000 in das Städtchen der Provinz.

Die aktuelle Lage hat auch vor allem eines, nämlich finanzielle Auswirkungen auf die Entertainmentlandschaft in Deutschland. Zwar sei das Wacken Open Air laut Jensen noch glimpflich davongekommen, jedoch ist und bleibt der Ausgang für 2021 weiterhin ungewiss. Wie es dann aussieht, kann wohl niemand voraussagen, geht es dabei um Gelder in Millionenhöhe. Mehrere Monate Planung stecken schließlich in solch einer Veranstaltung. Zudem sind zahlreiche Dienstleister und  Hotels daran beteiligt, welche natürlich normalerweise im Festivalsommer extrem hohe Umsätze generieren.

Vor allem viele der kleineren Veranstalter warten demnach auf ein Rettungspaket auch für den Kulturbetrieb Deutschlands, denn die Festivals sind ein Teil, der maßgeblich zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt und nicht nur Spaß und Freizeit bedeutet. „Allein im Jahr 2019 lag der Beitrag der Kultur- und Kreativwirtschaft zum Bruttoinlandsprodukt bei 3,1 Prozent“, weiß Herr Sattler von fitformoney.de. Besonders die Musik wird unter der Pandemie leiden, was nicht nur Festivals betrifft, sondern auch freischaffende Künstler. Natürlich laufen auch Versicherungen und andere Kosten weiter, während die Einnahmen aufgrund der Pandemie stagnieren und ausbleiben, so Sattler.

Besonders kleinere Festivals können den Ausfall nicht ganz so leicht verkraften, wie größere Veranstalter. Auch Künstler und Bands, die noch in den Anfängen ihrer Karriere stehen, trifft das natürlich besonders hart. Die Ticket- und Sponsoreneinnahmen machen einen großen Teil der Finanzierungsstruktur aus, was durch die Corona-Verordnungen jetzt wegbricht.

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