Festivalvergleich: WACKEN OPEN AIR, SUMMER BREEZE, ROCKHARZ und FREAK VALLEY Teil 1 Festivalvergleich: WACKEN OPEN AIR, SUMMER BREEZE, ROCKHARZ und FREAK VALLEY Teil 1
Festivals gibt’s ja wie Sand am Meer – auch für nur ein einziges Genre. Deutschland ist reich an Metalfestivals und da fragt man sich:... Festivalvergleich: WACKEN OPEN AIR, SUMMER BREEZE, ROCKHARZ und FREAK VALLEY Teil 1

Festivals gibt’s ja wie Sand am Meer – auch für nur ein einziges Genre. Deutschland ist reich an Metalfestivals und da fragt man sich: wo soll’s denn hingehen? Dieses Jahr hat sich auf vier verschiedenen Festivals blicken lassen: dem Klassiker WACKEN OPEN AIR; der inzwischen „Alternative“ für Wacken, dem SUMMER BREEZE; dem ROCKHARZ, das so ist, wie ein Festival sein sollte; und dem FREAK VALLEY, dem jedes mal ausverkauften „New“comer-Festival mit dem Schwerpunkt Stoner Rock, das sich wohl nicht zuletzt wegen seiner familiären Atmosphäre größter Beliebtheit erfreut. Sie hat für Metalogy einen Vergleich der vier Festivals zusammengestellt. Lest hier Teil 1 der zweiteiligen Serie.

So schön ein Festival auch ist, so gerne wir dort auch sind: der Preis kann schon ein relevanter Faktor sein. Also steigen wir damit einfach ein:

PREIS

Seitdem Wacken auf 2017 seinen Ticketpreis auf 220 € erhöht hat, scheinen eine gute Menge Leute abgeschreckt zu sein – so schien es. Für 2017 wurden noch in relativer Eile Tickets bestellt, für 2018 dann war das Festival erst im Juli ausverkauft. Für nächstes Jahr jedoch sind die Tickets längst weg – nach wenigen Tagen. Das mag am 30-jährigen liegen oder an Sabatons 20th Anniversairy Show, oder am tollen Wetter in 2018 oder an etwas ganz anderem. Fakt ist: Wacken bleibt das teuerste Festival, bietet aber auch bedeutend mehr als alle anderen.

Direkt auf dem zweiten Platz ist das zweitgrößte Metalfestival und für viele in den letzten Jahren vielleicht auch eine Wacken-Alternative: das Summer Breeze in Dinkelsbühl liegt etwa mittig zwischen Nürnberg und Stuttgart und bot zu diesem Jahr Tickets für 99 € (sozusagen Blind-Ticket), 111 € (einige Bands schon bekannt) oder 129 € (seit Januar 2018) an. Dazu rechnet sich aber noch die Parkgebühr von 10 € sowie 10 € pP Frühcampergebühr.

Deutlich geldbeutelfreundlichere Preise haben hingegen das Rockharz mit 99 € (102, 80 € Gebühren) und das Freak Valley mit 89 €.

Das Rockharz steigt in Ballenstedt mittig von Magdeburg und Leipzig, aber etwas weiter westlich. Das Freak Valley findet ihr in Netphen bei Siegen, der südöstlichsten Ecke von Nordrhein-Westfalen.

Ob sich die Preise lohnen, müsst ihr natürlich selber entscheiden. Das Summer Breeze hat seine Preise für nächstes Jahr übrigens erhöht: Bis 1. November kostet das Blind-Ticket nun 111 €, ab dem 2.11. 2018 bis zum 12.02.2019 122 € (Early Bird – Ticket) und ab da 133 €. Das Parken kostet immer noch 10 € pro Auto extra.

ANREISE

An allen Anreisetagen ist meist phänomenales Wetter und die Wiesen sind grün, in Wacken wegen der bis dahin schon langen Hitze sogar etwas gelblich.
Und ab nun chronologisch. Was macht man zuerst? Ankommen natürlich. Wir waren bei allen Festivals mit dem Auto, das sind die meisten von euch wahrscheinlich auch.
Hier fange ich mal mit dem Freak Valley an, denn das ist das erste Festival und fand dieses Jahr Ende Mai statt. Der Campground des Freak Valley ist ein teilweise doch recht steiler (aber smooth-steiler) Hügel mit Wiese. Den Hügel – bzw. für Leute aus dem Flachland Berg – herunter sieht man ein kleines Dörfchen, ansonsten viel Wald drumherum und an den Campground grenzt eine Pferdeweide. Das heißt, ihr könnt zum Entspannen auch mal Pferde streicheln, gelegentlich kommen auch Reiter vorbei. Rettungsgassen wurden beachtet, möglicherweise wurde auch eingewiesen, aber da wir erst am Donnerstagmorgen kommen (das Festival beginnt Mittwochabend), fahren wir einfach auf den Berg und erwischen meist  glücklicherweise einen freien Platz in der Nähe der Gruppe, der wir uns dort anschließen. Unser Auto war dieses mal nur familiärer Taxidienst und fuhr danach wieder weg. Wer sich wundert: wir wohnen dort in der Nähe. Viel Kontrolle scheint dort nicht zu sein – also benehmt euch und sorgt dafür, dass das weiterhin so bleibt! Die Bändchen gibt’s am Infieldeingang.

Dann das Rockharz: Laut Internet sollten wir hier auf Glaskontrolle vorbereitet sein. Als wir auf dem Gelände ankommen – es ist früher Abend des ersten Anreisetages – stehen wir aus irgendeinem Grund einige Minuten in einer Autoschlange, Personal drückt uns Mülltüten in die Hand, die Schlange löst sich auf und wir fahren einfach irgendwo hin, wo Platz ist. Im Verlauf des nächsten Tages füllt sich auch eine kleinere Campstraße neben uns, die Hauptwege und Rettungsgassen bleiben aber bestehen. Der Vorteil dieses Vorgehens: man kann sich den Platz suchen, den man braucht. Wir waren zwar zu zweit, haben allerdings ein sehr großes Zelt. Platz freihalten für einen Nachzügler scheint auch zu funktionieren. Auch hier gibt es die Bändchen beim Infieldeingang und man kann sie holen, wann man das für richtig hält. Genau genommen ist beim Rockharz eh alles Relevante auf einer Stelle.

Dann Wacken: hier habe ich nie etwas zu meckern. Man steht zwar vielleicht in einem kleinen Einlassstau, kommt aber schnell und ohne Verwirrung auf seinen Platz, wenn man den zugewiesenen Campground erreicht hat. Das Personal steht an den richtigen Stellen und ist deutlich und effizient. Kaum aus dem Auto gehüpft, scannt ein Einlasspersonal-Mann unser Ticket, ob wir auch hierhin gehören, und zack, alles fertig. Bändchenholen kann man demnach, wann man möchte. Wir laufen Dienstagvormittag ein und es ist praktisch leer.

Helloween_W:O:A_Wacken 2018_ Foto_Lydia Polwin-Plass

Das Summer Breeze hingegen ist mal wieder eine ganz eigene Nummer, die trauen einem nämlich nicht zu, schlau genug zu sein, um zu verstehen, wieso man kein Glas mitschleppt bzw. es rumliegen lässt, und kontrollieren tatsächlich jedes Auto!!!!  Ich halte das für eine sehr süddeutsche Eigenschaft und habe das noch nirgendwo sonst erlebt. Das kann euch jedenfalls, je nach Ansturm, mehr als eine Stunde kosten. Oder auch mehr als zwei. Bevor ihr hier auf’s Campinggelände dürft, müsst ihr nämlich erstmal in einer Autoschlange stehen, es gibt zum Glück mehrere. Leider sind die Schlangen immer noch recht lang und nur die Hälfte aller Gates ist auf. Dort wird dann in jedes Auto geschaut, ob man Glas dabei hat. Oder Einmalgrills. Oder Gaskocher. Die sind nämlich beide wegen der Brandgefahr auch verboten. Das ist zumindest dieses Jahr nachvollziehbar. Das stellt einen nur vor ein Problem: außer mit großen Stand-Grills hat man theoretisch kaum eine Möglichkeit, Essen zuzubereiten. Das weiß auch das Prüfpersonal und lässt sich dazu erweichen, einen Gaskocher mitzunehmen, wenn wir versprechen, ihn auf einen großen Teller und auf einen Tisch zu stellen. Und wenn wir gefragt werden, haben sie uns das nicht erlaubt. Mal ehrlich: wer legt seinen Gaskocher direkt ins Gras, vor allem bei dem Wetter? Wenn es brennt, dann wohl eher, weil jemand eine Zigarette weggeschnippt oder seinen Grill zu früh ausgeschüttet hat…

Zurück zur Kontrolle am Summer Breeze: es ist eine Glücksfrage, ob ihr jemanden erwischt, der euch nur fragt „Glas? Einmalgrill? Spitzer Hammer? Gaskocher?“ oder doch jemanden, der euch dazu anhält, mal eure Rückbank auf den Kopf zu stellen und doch auch mal eure Rucksäcke zu öffnen. Aber wie ihr wisst: ein Auto GANZ zu filzen, würde ewig dauern, das heißt, ihr kriegt eh rein, was ihr wollt, sofern ihr euch nicht komplett dämlich anstellt. Das wissen wohl auch alle anderen Veranstalter und lassen die Kontroll-Farce, mit der das Summerbreeze seine Besucher beglückt, einfach ganz sein. Und, oh Wunder: auch auf anderen Festivals habe ich so gut wie gar kein Glas gesehen.

Abgesehen von der Gepäckkontrolle gibt es eine weitere eher undurchdachte Idee: WÄHREND ihr in der Kontrolle steht und alle paar Minuten eine Autolänge vorfahrt, soll mindestens einer pro Auto auch sein Bändchen schon holen. Die Bändchen gibt es auf Bierbankständen zwischen den Kontrollgates. Dort müsst ihr auch ein Parkticket für 10 € kaufen und noch einmal 10 € pP Frühcampergebühr. Ihr gebt also dem Bändchenmann einfach nochmal 10 €. Ein extra Frühcamper-Bändchen gibt es nicht.

Wenn ihr es also da rausgeschafft habt, werdet ihr auf die Campingwiese geschickt und an euren Platz gelotst. In der Mitte des Geländes ist ein winziges Stück Wald, durch das man angeblich letztes Mal noch durchgehen durfte, was aber nun wegen Brandschutz gesperrt ist. Das heißt, wer hinter dem Wald landet, muss drumherum gehen. Ihr lauft so gut 20 Minuten zum Infieldeingang, und das bei trockenem Boden. Und ich bin sogar noch überdurchschnittlich schnell zu Fuß. Das Einweisen klappt jedenfalls, wobei auch ein bisschen weniger Einweiser auf dem Campground anstatt Kontrolleure bei der Kontrollschleuse hätten sein können.

Weiteres Ärgernis am Summer Breeze: obwohl wir noch am Dienstagabend ankommen, haben wir wirklich den entferntesten Platz, obwohl ein bisschen weiter unten (und nicht GENAU hinter dem Wald) noch Platz ist und auch einige Autos dorthin fahren dürfen. Andere sind darüber auch nicht so begeistert. Und es läuft später auch kein Kontrolleur durch und schaut nach, ob auch ja jedes Auto seinen Parksticker hat. Ich weiß nicht, wer sich das ausgedacht hat, aber die Einlasskontrolle des Summer Breeze beweist für mich immer wieder, wie eine Organisation NICHT sein sollte. Dazu kommt, dass es wirklich so wirkt, als ob einfach nur noch überall nochmal 10 € abkassiert werden sollen. Wer braucht ein Parkticket, wenn er schon durch eine Kontrolle ist? Und wenn man wirklich nur sichergehen will, dass sich da keiner zuschmuggelt, wieso nicht einfach ein Parkticket kostenlos mit dem Bändchen austeilen?

Turisas_Summer Breeze_Foto_Daniel Oestreich

Fazit: Die Freak Valley-Anreise scheint sehr relaxt zu sein, wobei diese Angabe ohne Gewähr ist, da wir ja eher später kamen. Das Rockharz scheint zu etwas späterer Stunde auch lascher zu werden und die etwas liberalere Platzwahl kann auch von Vorteil sein – und sie funktioniert anscheinend: ich habe niemanden gesehen, der unangemessen viel Platz wegnimmt. Das kann aber auch daran liegen, dass das Rockharz nur etwa 15 000 Besucher hat. Wacken gewinnt aber für mich: die Einweisung geht schnell und problemlos, die Leute sind bei der Sache. Das Summer Breeze verliert eindeutig, und das nicht nur kurz und knapp, sondern auf ganzer Linie. Als ich am Summer Breeze endlich mein Zelt aufbaue, hab ich nämlich schon fast keine Lust mehr auf das Festival.

CAMPING

Wer hat das beste Campinggelände? Kann man so ganr nicht sagen. Das Freak Valley ist auf einem Berg und wenn der Sonnenaufgang über die Baumwipfel leuchtet und der Morgennebel noch zwischen den rauschenden Blättern hängt, ist das fast unschlagbar. Die Luft ist auch sehr gut. Der Boden kann gelegentlich halt etwas schief sein, weil man vielleicht auch am Berghang sein Zelt aufschlagen muss.

Und was auffällt: es ist wirklich schockierend leise. Man hört so gut wie keine Musik und wenn, dann nur leise und in adäquater Camplautstärke. Und auch nur vereinzelt. Nur selten schreit jemand rum und insgesamt ist die Stimmung sehr ruhig. Vielleicht riecht man stattdessen hin und wieder etwas Gras. Nicht das Wiesengras natürlich. Das Personal besteht größtenteils aus Freiwilligen, die für gelegentliche Schichten ihr Ticket frei kriegen, und die sind (fast?) alle sehr nett und entspannt und wenn ihr eure Gaskocher nicht direkt auf den Boden stellt, dann sehen die sie auch nicht. Es gibt auch einen Frühstücksstand (eher ein Tischchen) mit belegtem Brot und hartgekochten Eiern, allerdings zu festivalüblichen Preisen und jetzt auch nicht GANZ frisch aus dem Backofen.

Die Dixieklos werden regelmäßig gereinigt und sind vertrauenswürdig. Fast immer ist Klopapier da. An einem Tag gibt es besonders viel Regen inklusive Gewitter, das man in der Ferne über den Bergwipfeln sehen kann, aber der Boden ist so trocken, dass er den Regen problemlos aufnimmt. Des Nachts liegt ein wirklich dichter Nebel, dichter noch als einige Besucher, auf den Feldern. Wenn man dann von der Infield-Shuttlebus-Stelle (dazu kommen wir gleich) zurückläuft, ist das wirklich sehr mysteriös und sehr schön.

Auch das Rockharz findet in einer tollen Gegend statt. Das Gelände ist insgesamt abschüssig, aber nur wenig und das einzelne Zelt steht gerade. Zur einen Seite steht ein großer Felsblock, dort kann man in annehmbarer Zeit hinlaufen – der Berg ist steil hier – und auf diesen Fels draufgehen und von dort aus den Campground überblicken. Rundherum sonst sind Felder und ein paar weitere Felsen und Bäumchen, auf, unter und neben denen man auch sehr gut sitzen kann. Auf dem Fels ist es sehr windig.

Mein Tipp: wenn ihr Zeit habt, nehmt euch etwas zum Essen und zum Trinken mit und chillt dort etwas, allein oder in einer Gruppe. Aber nehmt euren Müll wieder mit!

Zur Klosituation: wirklich viele Dixieklos hab ich nicht mal gesehen, vielleicht kann man sie privat mieten, das würde erklären, wieso alle paar Meter ein einzelnes stand. Vor dem Infield-Eingang ist eine lange Reihe kostenloser Spülklo-Container, die auch immer von einem Sanidienst betreut werden und dementsprechend sauber und oft auch mit Toilettenpapier sind. Einige Türchen gehen aber gelegentlich nicht zu, die muss man festhalten. Da wir sehr nah am Infield dran waren, habe ich mich um andere Toiletten gar nicht mehr gekümmert.

Selten wird überlaute Musik gespielt, aber normal laut ist es schon. Unsere Campnachbarn sind freundlich und es herrscht eine angenehme und entspannte Atmosphäre. Der Campground ist eine rechteckige Fläche, an der einen Seite thronen die gut sichtbaren Bühnen und das Infield ist somit leicht zu finden. Verlaufen kann man sich dort praktisch nicht, dafür ist das Gelände zu klein und übersichtlich.

Den Wacken Campground kennen bestimmt viele von euch: endlose Weiten an Zelten und Wiese. Wir hatten dieses Jahr das große, große Glück, an der Ecke von D zu sein, praktisch eine Nebenstraße zu den letzten Metern des Hauptweges, und wir waren in fünf Minuten am Eingang zum Gelände. Der Kaffeewagen hat 24/7 geöffnet, die Duschcamps und Spülklos sind seit 2017 im Preis inbegriffen, sind auch immer gut gewartet und es gibt nun auch einen stets gefüllten Desinfektionsspray-Spender bei den Sanitärbereichen. Die Schlangen zur Dusche können übrigens wirklich lachhaft lang sein. Das Wetter ist aber so heiß, dass man sich einfach im Camp einen Eimer Wasser übergießen und sich so das Duschcamp eigentlich sparen kann. Aber jedem das Seine.

Der Hauptweg zum Infield hat auch ein Upgrade erfahren: Dort liegen nun nicht mehr Plastikplatten, sondern solide, bronze-graue Platten aus Eisen, Stahl oder einem ähnlichen Metall. Die halten sehr gut, sehen aber auch aus, als könnten sie bei Regen rutschig werden. Diese Frage wurde aber wetterbedingt dieses Jahr nicht geklärt. Die Stimmung ist auch immer gut, aber in Wacken trefft ihr manchmal doch auf sehr laute Camps. Wir hatten Glück. Auch neu, denke ich, sind die Fress- und Patch-Stände, die noch VOR dem Eingang zum Infieldgelände sind, also auch streng genommen auf dem Campingplatz. Stände mit Essen waren da vielleicht sogar schon vorher, aber die Patch-und-Zeug-Stände bestimmt nicht. Daneben auch ein Stand von Metalheads against Bullying und von Tesa (mit einer Gaffatape-Reparierstation), ein Foodsharing-Stand sowie ein Motodrom. Ja, ein Motodrom. Das sind diese Mini-Arenen, wo Leute mit Motorrädern so schnell fahren, dass sie waagerecht an der Wand entlangfahren können und man kann sich das dann ansehen. Eigentlich steht sowas auf einer Kirmes und ich weiß tatsächlich nicht ganz, wer auf die Idee kam. Wacken geht allerdings immer wieder an die Grenzen des Geschmacks, was das leichte Pseudo-Redneck-Image des Metal(festivals) an sich angeht. Ließe sich zumindest drüber streiten.

Das Summer Breeze hat auch ein ganz hübsches Gelände und der Vorteil davon, neben bzw. hinter dem Wald zu sein, ist, dass wir an unserer Stelle direkt an der Kante waren und somit statt endlosen Zeltreihen einfach direkt eine Baumreihe auf der anderen Seite der Rettungsgasse hatten. Das ist schon ein besseres Feeling; und pragmatisch gedacht: auch zum Zaun war es nicht weit. Es gibt Dixieklos, und die sind auch immer benutzbar sauber. Zumindest einige stehen am Asphaltweg, der durch den Campingplatz führt, und haben somit keine Ausrede, NICHT saubergemacht zu werden. Die Spülklos kosten immer noch Geld.

Auf unserem Platz steht ein Burgertruck. Die Burger dort sind zwar nicht billig, aber für Veranstaltungspreise vertretbar, schmecken gut und sind auch wirklich großzügig und mit vernünftigen Buletten bestückt. Außerdem spielt er die ganze Zeit fast durchgehend exzellente Musik (für mich – ich bin die Heavy Metal/Power Metal/Classic Rock-Fraktion).

Ansonsten ist der Campground des Summerbreeze übersichtlich und navigierbar, wenn man einmal den Aufbau verinnerlicht hat. Eine wichtige Neuerung gibt es auch: die kleine Ficken-Party-Stage (der Schnaps natürlich), die früher am Infield war, steht nun auf dem Campinggelände einfach mittendrin. Daneben auch ein paar Bierbänke und Fressstände, ein eigenes Mini-Festival auf der Fläche einer bescheidenen Stadthalle.

Versteht mich nicht falsch: die Bühne ist wirklich klein, fünf Leute müssen da schon sehr zusammenrücken. Ich weiß nicht, wie frequentiert diese Bühne ist, weil ich nur einmal dort war. Laut ist sie allerdings. Große Teile des Campingplatzes sind Sondergebiete: das Green Camping (wie Camping, aber leiser und in der Theorie sauberer und umweltschonender) nimmt mehr Platz ein und es gibt eine reservierbare Fläche für große Gruppen (und auch andere?).

Fazit: Am schönsten und angenehmsten insgesamt ist sicherlich das Freak Valley; die Gegend finde ich subjektiv am ansprechendsten und es ist dort angenehm ruhig. Auch das Areal des Rockharz ist schön: es ist weitläufig und punktet mit seinem glasklaren und einfachen Aufbau. Wacken hingegen kann ein Irrweg sein, aber die Organisation klappt im Großen und Ganzen immerhin sehr gut. Das Summer Breeze hat ebenfalls keine wirklich schlimmen Mängel. Der Umweg um den Wald ist blöd, gewiss, allerdings läuft man auf Wacken mit Pech auch so lange, das ist der Fluch der großen Festivals. Die Idee, die Ficken-Party-Stage mitten auf den Campground zu stellen, finde ich interessant und einerseits cool, andererseits bestimmt auch nervig für die unmittelbar umliegenden Camps. In Punkto Gelände sind dieses Jahr also alle Festivals sehr passabel.

Lest morgen den zweiten und letzten Teil meines Vergleichs

Bericht und Fotos: Clara C. Wanning

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