Review: Drop of Rage – Open the D.O.R. Review: Drop of Rage – Open the D.O.R.
Die junge Truppe „Drop of Rage“ aus Saarbrücken hat die Seele des mit Blues behafteten Rock'n'Roll der amerikanischen Südstaaten aufgegriffen und daraus ihren eigenen... Review: Drop of Rage – Open the D.O.R.

Die junge Truppe „Drop of Rage“ aus Saarbrücken hat die Seele des mit Blues behafteten Rock’n’Roll der amerikanischen Südstaaten aufgegriffen und daraus ihren eigenen Sound kreiert. Das Debut-Album Open the D.O.R. ist der klingende Beweis dafür.

Zunächst gewinnt man ein wenig den Eindruck, dass Drop of Rage die sprühende Dynamik der Live-Auftritte nicht ganz auf Silizium zu bannen vermochten. Um nicht missverstanden zu werden, es ist ihnen mit „Open the D.O.R.“ eine tolle, erste Scheibe gelungen, die sich als guter Türöffner in die Welt des moderneren Southern-Rocks erweist. Nach einigen Durchläufen haben sich die Ohren dann gut darauf eingestimmt und das vorgesehene, zum Mitschwingen einladende Gefühl eingestellt.

Es ist immer schön zu sehen wie junge Musiker so viel Herzblut in Stile legen, die zu Jugendzeiten ihrer Eltern angesagt waren und somit die Tonkunst und das dadurch erzeugte Lebensgefühl für nachfolgende Generationen greifbarer machen.

So entstanden Lieder über eine unbändige Freiheitsattitüde, die Folgen des Alkoholkonsums, aber auch die Einsamkeit und die Leiden, die mit dem Dasein eines Aussätzigen verbunden sind.

Die Einstiegsnummer „Faceless“ erzählt die Geschichte eines Ausgestoßenen, der lediglich auf der Suche nach Gerechtigkeit ist und dabei immer mehr sein Gesicht verliert.

Ein lässiges Intro entspringt „Devil in a Bottle Blues“, das die Abhängigkeit und Aussichtslosigkeit eine Trinkers aufgreift. Trotz des eigentlich traurigen Inhalts entwickelt sich durch den dargelegten Groove eine recht leger wirkende Nummer.

I am what I am“ kommt als klarer Standpunkt daher, mit der Message, dass man sich selbst nicht verbiegen sollte.

No Way back“ und „Rebel’s Life“ zeigen aber auch Schattenseiten des Lebensweges eines Rebellen auf, die aus den nach Freiheit und Identifikation strebenden Entscheidungen resultieren.

Obzwar die Themen einen etwas schwermütigen Charakter aufweisen, sind die drei Saarländer in der Lage durch ihre lockere Art der musikalischen Darbietung gute Laune zu verbreiten.

Einen Wuttropfen, wie der Bandname „Drop of Rage“ suggeriert, ist allerdings in ihrem Schaffen eher weniger auszumachen. Dafür hat die dargebotene Musik auf „Open the D.O.R.“ einen zu entspannten, fast schon fröhlich anmutenden Rhythmus. Dadurch eignet sich ihr Debütwerk, auch wenn nur gut eine halbe Stunde während,  ideal als Soundtrack für längere, gemütliche Überlandfahrten.

Anspielempfehlung:  Devil in a Bottle Blues, What I am, No Way back

Review: Daniel Oestreich

Besetzung:  Michael Wilhelm  – Gesang / Gitarre,  Markus Schulz –  Bass (Album) Lars Paulußen –  Bass (Aktuell), Dennis Milde – Schlagzeug

Titelliste:

  1. Faceless 6:20
  2. Devil in a Bottle Blues 4:39
  3. Stalker 2:50
  4. What I am 6:21
  5. No Way back 6:38
  6. Rebel’s Life 3:29

Hörprobe auf Youtube von „Devil in a Bottle Blues“

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