Warnhinweise auf ungesunden Lebensmitteln unterstützen Konsumenten bei der Auswahl Warnhinweise auf ungesunden Lebensmitteln unterstützen Konsumenten bei der Auswahl
Aktuell wird vielerorts darüber diskutiert, ungesundes Essen wie Fastfood oder Fertigprodukte mit ähnlichen Gesundheitshinweisen zu versehen, um die Konsumenten zu vernünftigeren Entscheidungen zu animieren.... Warnhinweise auf ungesunden Lebensmitteln unterstützen Konsumenten bei der Auswahl

Aktuell wird vielerorts darüber diskutiert, ungesundes Essen wie Fastfood oder Fertigprodukte mit ähnlichen Gesundheitshinweisen zu versehen, um die Konsumenten zu vernünftigeren Entscheidungen zu animieren. Wissenschaftler der University of Melbourne haben für die Einführung solcher Warnungen nun einen wichtigen Grundstein gelegt.

Laut neuen Forschungsergebnissen der Wissenschaftler der University of Melbourne und des Cancer Council Victoria können Gesundheitshinweise und -warnungen auf ungesunden Nahrungsmitteln den Konsumenten beeinflussen gesunde Produkte zu wählen und Krankheiten, die im Zusammenhang mit Übergewicht stehen, zu verhindern. Dabei gilt, je anschaulicher und negativer desto nachhaltiger.

Im Rahmen der Studie wurden fünfundneunzig Teilnehmern Farbbilder von fünfzig Snacks wie Chips, Schokolade, Kekse, aber auch Obst und Gemüse gezeigt. Sie wurden am Ende des Experiments gebeten zu bewerten, wie gern sie den jeweiligen Snack essen würden. Danach wurden verschiedene Gesundheitswarnungen gezeigt, und ein ähnliches Set von fünfzig Snacks sollte bewertet werden.

Die Studie, die in den Magazinen NeuroImage Clinical und Appetite veröffentlicht wurde, konnte belegen, dass negativer Text in Kombination mit Bildmaterial doppelt so viel Einfluss auf die Wahl der Teilnehmer hatte, als negativer Text allein oder Bildmaterial kombiniert mit positivem Text. Zusätzlich wurde die Hirnaktivität der Teilnehmer mit Elektroden gemessen. Die Studie konnte belegen, dass die Warnhinweise zur erhöhten Selbstkontrolle anstatt zu Impulshandlungen beitrug.

Stefan Bode von der University of Melbourne und Co-Autor sagt dazu: „Wenn man wirklich erreichen möchte, dass die Menschen aufhören, fettige und viel zu süße Fertigprodukte zu wählen, können Warnhinweise wirklich helfen. Dank unserer Studie konnten wir das nun belegen. Sie beleuchtete wie die Hirnmechanismen bei Warnhinweisen ablaufen“.

Die Co-Autorin vom Cancer Council Victoria, Helen Dixon fügt hinzu: „Starke Schlüsselreize, wie etwa der zu erwartende Geschmack, beeinflussen uns unbewusst. Deshalb müssen Gesundheitshinweise genau diese impulsiv hedonistischen Reaktionen unterbrechen und dafür sorgen, dass Menschen bewusst die gesundheitlichen Auswirkungen ihrer Entscheidungen bedenken“.

Sie fordert die Regierung dazu auf, das „Health Star Rating“ auf Nahrungsmitteln verpflichtend zu machen. Das „Health Star Rating“-System wurde 2014 in Australien erfolgreich eingeführt.

Quelle der Pressemitteilung: Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund und Beipress

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de