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COLD YEARS – PARADISE COLD YEARS – PARADISE
Fans von The Gaslight Anthem, Hot Water Music, Against Me aufgepasst! Die Rockband COLD YEARS aus Aberdeen kündigt ihr Debütalbum an, "Paradise" erscheint am... COLD YEARS – PARADISE

Fans von The Gaslight Anthem, Hot Water Music, Against Me aufgepasst! Die Rockband COLD YEARS aus Aberdeen kündigt ihr Debütalbum an, “Paradise” erscheint am 4. September über Inside Job/eOne.

PARADISE nennen Sänger Ross Gordon, Gitarrist Finlay Urquhart, Bassist Louis Craighead und Schlagzeuger Fraser Allan ihren ersten Longplayer. Der Opener „31“ ist nach Gordons aktuellem Alter betitelt und sollte eigentlich das Album abschließen. Letztlich zeigte er sich würdig als atmosphärisches Eröffnungsstück. „Ich mag diesen verhaltenen Einstieg mit der Akustikgitarre und wie es dann kurze Zeit später total mächtig wird“, so Gordon über den Song.

Die Story des Songs selbst ist ein klassisches Epos zwischen Teenager-Angst und Aufbruch, zwischen Sehnsucht und Verlust. Die Geschichte vom Gras, das auf der anderen Seite immer grüner erscheint.  Er erzählt von Gordons Schwester, die den Mittelgang der Kirche hinabschreitet, um ihrem Liebsten das Ja-Wort zu geben, und von Gordon selbst, der mit seinem Leben und seinem Job unzufrieden ist, zwischen Euphorie und Verzweiflung. Das echte Leben ist der Stoff, der niemals zu Ende geht. Durch die Musik wird jedoch Trauer und Frustration in schiere Energie und neue Hoffnung verwandelt.

Eigentlich geht es um eine gesamte Generation am Abgrund, im von Brexit und Polit-Elite gebeutelten Königreich. Je offensichtlicher sich der Gegner zeigt, umso effektiver der Kampf. Cold Years führen ihn mit musikalischen Mitteln. Mit kraftstrotzenden Songs wie „Breathe“, dem von Chorus-Chören zum Fliegen gebrachten „Burn The House Down“ oder dem unwiderstehlich melodiösen „Dropout“, einem Soundtrack, der allen Widerständen zum Trotz, nach Rebellion, neuen Ufern und nicht zuletzt nach einem besseren Leben schmeckt.

Stilistisch ist in PARADISE eine gewisse Punk-Grundierung zu hören. „Ich bin mit Rancid und Green Day groß geworden, Bands wie Bad Religion und die Ramones bedeuteten eine wahre Explosion für mich“, so Gordon über seinen Background. Auch eine Verwandtschaft zu schottischen Größen wie etwa Big Country ist da zu finden, mit einem typisch schottischem Melodielement, das die Songs mit Melancholie und weiten Melodiebögen über den bloßen Punk-Kontext erhebt.

Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de