X-VIVO – PETRICHOR X-VIVO – PETRICHOR
Die Berliner X-VIVO haben mit ihrem vierten Werk „Petrichor“ ein facettenreiches, stilübergreifendes Konzeptalbum am Start. „Petrichor“ ist gekonnt variabel und ab dem ersten Song... X-VIVO – PETRICHOR

Die Berliner X-VIVO haben mit ihrem vierten Werk „Petrichor“ ein facettenreiches, stilübergreifendes Konzeptalbum am Start. „Petrichor“ ist gekonnt variabel und ab dem ersten Song packend, insbesondere dank der vier Gesangstimmen. Zwischen krachenden Riffs, synthetischen Beats und melancholischen Klavierklängen werden mal atmosphärisch, mal energisch dem Zuhörer die Empfindungen eines Wesens näher gebracht, das unter lebensfeindlichen Bedingungen existiert.

X-VIVO haben sich 2005 gegründet und sind seit 2014 in der aktuellen Besetzung unterwegs. Als Quartett lag der Fokus darin verschiedenste Stilrichtungen, wie Post-Industrial der Marke Nine Inch Nails oder Slipknot, Alternative Metal a la Evanescence und modernen Metal Richtung Bring Me The Horizon zu vermischen und mit „Petrichor“ ein sehr facettenreiches und stimmungsmäßig hochvariables Konzeptalbum zu kreieren.

X-VIVO – PETRICHOR

X-VIVO – PETRICHOR

Im Mittelpunkt des Konzepts von „Petrichor“ steht ein Lebewesen, das unter lebensfeindlichen Bedingungen existiert und der Wandel, den dieses Wesen durchlebt. Gefühle wie Kampfgeist, Verwundbarkeit und Wut werden in den Songs sehr atmosphärisch und vor allem durch die gekonnt eingesetzten unterschiedlichen Stilrichtungen umgesetzt.

Musikalisch findet sich neben synthetischen Industrial-Beats, krachenden Metal-Riffs und gefühlvollen Klavierklängen die Besonderheit, dass X-VIVO mit vier sehr unterschiedlichen Gesangsstimmen arbeiten. Jede der Stimmen wird geschickt mit einer Stilrichtung verknüpft und spiegelt im Konzept eine Emotion des Wesens dar.

Hervorzuheben ist hierbei sicherlich die sehr gefühlvolle Stimme von Alina, die sehr stark an Amy Lee von Evanescence erinnert. Die Industrial-Parts werden dagegen durch Sprechgesang unterstützt und die härteren Sektionen durch energische Shouts und dunkle Growls.

Die stilübergreifende Variabilität weiß nicht nur über das gesamte Album, sondern auch innerhalb der Songs sehr zu gefallen, da sie harmonisch abgestimmt und konzeptionell passend ist. Bereits der Opener „Echo Of The Unseen“ deutet diese Variabilität an. Atmosphärisch ruhig dahinplätschernd wird der Song zwischendrin emotional durch Metal-Growls verdunkelt. Bei „Hail The King“, „Aphelion“, „The Eyes Of The Wolves Awake“ oder „Legion“ wird von einem synthetischen Industrial-Kern entweder in Richtung gefühlvollen Alternative Rock oder krachenden Metal gependelt. Bei „Walk In The Flames“ und „Reviving The Ground“ geht es dann mehr rockig bis metallisch zu. Besonders gefühlvoll sind das Instrumentalstück „At The Guillotine Gate“ und das sanft gehauchte „The Waves Of The Ocean Are Gone“. Zu guter Letzt wird in „Perihelion“ alles noch einmal als großes Finale zusammengeführt.

Insgesamt ist „Perichor“ eine musikalische Symbiose, bei der die einzelnen Elemente wirklich zusammenleben und aneinander wachsen. Die Übergänge sind stimmig und gefühlsmäßig passend. Es gibt keine Ungereimtheiten. Jeder Song ist interessant und saugt den Hörer in sich ein. Einziges Manko des Albums ist, dass bei vier Gesangsstimmen nicht alle vier gleichermaßen brillieren können. Zweifelsohne hat X-VIVO mit „Petrichor“ ein hochinteressantes Konzeptalbum geschaffen, in das jeder reinhören sollte, da sich auch bestimmt jeder darin wiederfinden kann.

Anspieltipp: The Waves Of The Ocean Are Gone, The Eyes Of The Wolves Awake, Walk In The Flames

Review: Michael Glaeser (Metalogy Michael)

Hörprobe von „The Eyes Of The Wolves Awake“ auf Youtube:


Tracks

  • Echo Of The Unseen
  • Hail The King
  • Legion
  • Aphelion
  • At The Guillotine Gate
  • Walk In The Flames
  • Written In Stains
  • The Waves Of The Ocean Are Gone
  • The Eyes Of The Wolves Awake
  • The Dust I Breathe
  • Reviving The Ground
  • Perihelion

Line up:  Kai – Vocals, Alex – Guitars, Vocals, Alina – Bass, Vocals, Olli – Sounds, Vocals

Weitere Releases findet Ihr unter dem Menüpunkt “Releases” auf Metalogy.de, dem etwas anderen Metal Magazin.

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