Summer Breeze 2017 – Nachbericht Nummer 2 Summer Breeze 2017 – Nachbericht Nummer 2
Das Summer Breeze Festival im mittelfränkischen Dinkelsbühl feierte sein 20-jähriges Bestehen. Strahlender Sonnenschein, nur mit ein paar Wolken durchsetzt, empfing die am Mittwoch Angereisten. Die... Summer Breeze 2017 – Nachbericht Nummer 2

Das Summer Breeze Festival im mittelfränkischen Dinkelsbühl feierte sein 20-jähriges Bestehen. Strahlender Sonnenschein, nur mit ein paar Wolken durchsetzt, empfing die am Mittwoch Angereisten. Die Wettergötter zeigten sich zunächst gnädig. Nur am Freitag Abend zog ein kleines Unwetter über das Gelände, versehrte einige Pavillons und führte aus Sicherheitsgründen zu einer kurzen Unterbrechung des Festivalprogramms. Dies tat aber der durchweg tollen Stimmung bei den Anwesenden keinen Abbruch.

Die oftmals vorgeworfene musikalische Intoleranz der Metaller ist auf dem Summer Breeze nicht zu vernehmen. Hier tummeln sich Liebhaber der harten Musik aller Couleur aus ganz Europa und feiern gemeinsam ein großes, ausgelassenes Fest. Von den Vertretern der Core-Fraktionen, über  Heavy-, Black-, Death- und Thrash- Formationen, bis hin zu diversen Spaß- und Ulktruppen ist für Jeden etwas dabei.

Mittwoch

Wie schon seit Anbeginn Usus, stimmt der Musikverein Illenschwang mit seinem Blasorchester die grölende Masse auf die kommenden Festtage ein.

Crowdsurfer_Summer Breeze 2017_©Lydia Polwin-Plass

Crowdsurfer_Summer Breeze 2017_©Lydia Polwin-Plass

Mit ein bisschen Wehmut mußte man feststellen, daß das Zelt mit einem gewissen Kultstatus durch eine offene, vergrößerte Bühne ersetzt wurde. Bei Regen wurde sich damals gerne untergestellt und sicherte den dort spielenden Bands ein größeres Publikum.

Doch die Veranstalter haben sich etwas dabei gedacht. Das nun geschaffene Areal wird dem höheren Personenandrang gerecht. Das dahingehend limitierte Zelt konnte dem Besucherstrom auf Dauer nicht mehr Raum bieten.

Ein weiterer Grund der Umstellung dürfte gewesen sein, der seit 2014 nach dem viel zu früh verstorbenen Geschäftsführer Michael „T“ Trengert benannten T-Stage noch mehr Würde zu verleihen.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Summer Breeze fanden sich am Mittwoch mehrere Überraschungsgäste ein, die freundschaftliche Wegbegleiter des Bühnennamensgebers waren. Dazu gehörten Hochkaräter wie Powerwolf und Destruction, In Extremo und Amon Amarth, wobei die beiden letzteren gleich zwei Auftritte auf dem Festival verbuchen konnten.

Ein freudiger Anblick für die Nachtschwärmer des ersten richtigen Konzerttages waren Steve ’n‘ Seagulls. Die urigen Finnen gaben, mit Banjo, Kontrabass und Akkordeon gewappnet, bekannte Rock- und Metalnummern im Bluegras-Stil zum Besten.

Unbekannter aber doch erwähnenswert:  purer Heavy Metal aus dem sonnigen Kalifornien, dargeboten von Night Demon.

Korn _Summer Breeze 2017_©Lydia Polwin-Plass

Donnerstag

Am Donnerstag wurde erneut ein neues Bühnenkonzept eingeweiht. Früher befanden sich zwei Hauptbühnen, die im Wechsel bespielt wurden, nebeneinander. Nun gab es einen großen Aufbau in der Ausrichtung der früheren „Main Stage“. Der Clou des Ganzen bestand in einer drehbaren Bühne. Während eine Band spielte, konnte hinter den Kulissen umgebaut werden. Somit wurde nicht nur Zeit eingespart. Auch dem Auditorium wurde ein Umherwandern zwischen den beiden Hauptbühnen erspart, sofern es einen nicht zu einer der anderen beiden Spielstätten zog.

Besondere Auftritte auf der Hauptbühne waren Devin Townsend Project, Megadeth, In Extemo und Amon Amarth. Unbekannter aber ebenfalls erwähnenswert: die belgischen „Todesmetaller“ von Carnation

Freitag

Zunächst zeigte sich der Freitag wettertechnisch ebenso freundlich wie die Tage zuvor.

Gegen Abend trübte ein kleines Unwetter ein wenig die Freude, konnte jedoch den wahren Metaller nicht davon abhalten seiner Musik zu frönen. Top-Akte waren unter anderem Battle Beast, Kreator, Children of Bodom und Wintersun.

Rollisurfer_Summer Breeze 2017_©Lydia Polwin-Plass

Samstag

Nach nächtlichem Regen klarte es am Morgen auf und die zwar nicht mehr ganz so warme Sonne trocknete nach und nach den Schlamm der ausgetretenen Wege. Höhepunkte am Samstag waren unter anderem Primal Fear, Knorkator, Korn und die beiden fast zum Schluss auftretenden Cantus Buranus und Haggard, die stimmungsvoll harte Gitarren mit mittelalterlichen und / oder klassischen Klängen verbanden. Unbekannter aber ebenso erwähnenswert:  Cypecore, futuristisch anmutende Endzeitrecken aus Mannheim im modernen Deathmetal-Gewand.

Fazit:

Auch dieses Jahr war das Summer Breeze wieder sehr gelungen und der geneigte Besucher wurde ausreichend akustisch befriedigt. Natürlich gibt es immer etwas, das sich noch verbessern lässt. Aber alles in Allem können Veranstalter und die Metalljünger zufrieden zurückblicken und die Jubiläumsbecher hebend auf die hoffentlich nächsten zwanzig Jahre anstoßen.

Rückblick von Daniel Oestreich

Weitere Nachberichte  findet Ihr unter dem Menüpunkt „Rückblicke“ auf Metalogy.de, dem etwas Metal Magazin.

Rudern_Summer Breeze 2017_©Lydia Polwin-Plass

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Denn Heavy Metal ist nicht nur eine Musikrichtung sondern eine Lebenseinstellung.

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de