Sede Vacante – Skies Infernal Sede Vacante – Skies Infernal
„Skies Infernal“ ist ein Musikprojekt des griechischen Duos Sede Vacante und klingt, kurz gefasst, wie Evanescence in manchmal flotter, vielleicht etwas weniger virtuos und... Sede Vacante – Skies Infernal

„Skies Infernal“ ist ein Musikprojekt des griechischen Duos Sede Vacante und klingt, kurz gefasst, wie Evanescence in manchmal flotter, vielleicht etwas weniger virtuos und mit Synthie. Abgesehen davon leiht bei Sede Vacante nicht nur Constantine Alex den Liedern ihre schöne, klare und weiche Stimme, sondern auch ihr Bandkollege Michael Tiko, auch für Gitarre und Synthie-Effekte verantwortlich, wird ausgibig ans Mikro gelassen.

Der Opener „Skies Infernal“ baut sich mit einem Chor langsam auf – hat sich da jemand an typischer Fantasy-Filmmusik orientiert? – und geht dann nahtlos über in das Klavier und die wie ein Flummi hüpfenden Synthietöne von „Hate Eternal“. Die Strophen teilen sich die beiden Vokalisten auf, und singen den Refrain im Duett – etwas, was auf diesem Album öfter zu hören sein wird. Die Stimmen passen schön zusammen, das Tempo ist moderat, weder trödelt noch eilt es. Das im gleichen Tempo gehaltene „Against My Tear“ ist eigentlich genauso aufgebaut und sozusagen die Männerversion  von „Hate Eternal“, denn hier wird Michael Tikos mittelhoher und manchmal leicht heiserer Stimme viel Raum gegeben.
Langsamer, mysteriöser und dunkler beginnt dagegen „Dark Refrain“, in der Constantine Alex‘ Stimme diesmal tiefer und ruhiger problemlos ihren Weg bahnt. Die technisch modernen Synthie-Klänge brechen irgendwann ein und auch dieses Lied verfällt in das übliche Tempo mit Klavierbegleitung, der Klang von Gothicbildern mit schönen Frauen in noch schöneren Kleidern in einer weniger schönen Umgebung.Sede Vacante – Skies Infernal

Und genau dann wenn der eine oder andere sich denken möge, jetzt reicht’s langsam mit diesem Liedstil, da kommt auch schon zum richtigen Zeitpunkt mit „Shepherd and Lamb“ etwas härteres und cooleres um die Ecke. Ein flottes und in den Strophen stockendes Synthie-Schlagzeug begleitet Michael Tikos jetzt etwas stärkeren Gesang; inklusive coolem Gitarrenpart, von dem es auf dem Album ja nicht übermäßig viele gibt. „Cruelty in Disguise“ fängt ebenso anders an, nämlich dunkel und bedrohlich, und knallt dann mit dem Schlagzeugersatz rein. Hier schwingt sich Constantines Stimme in höhere Sphären; auch das klingt schön.

Dann geht es mit „Faithless Art“ wieder zurück zum langsamen, melacholischen und verträumten Klavieranfang, bis die Synthie-Effekte in das ruhige Lied einbrechen und die Tonwellen sich langsam aufbauen. Gesanglich ist Tiko hier zwar sehr gut, aber die Melodien und Parts sind etwas repetitiv, nur einmal unterbrochen durch ein hohes Klavier, weckerartiges Piepen und eine sehr traurige Geige.

Das folgende „Lips Denied“ ist verspielter und verträumter, sehr langsam und sehnsüchtig. Das Synthie-Saiten-Gezupfe und die Gesangsart von Tiko in „The Other Side“ lassen in einigen Sekunden an einige Ayreon-Lieder denken – oder auch beim Synthie-Zwischengedudel an das Shadow Beast Thema aus Zelda: Twilight Princess, nur weniger dumpf…

Das stärkste Stück ist meiner Meinung nach das letzte: A Thousand Shades Of Moon, ein sehr langsames, trauriges, ruhiges Lied und eigentlich sehr schön und mal etwas anderes. Auch dieses Lied baut sich langsam auf, um dann abrupt zu enden, nur das Klavier spielt das Ende und klingt wie ein Abschiedsglitzern zwischen den Sternen.

„Skies Infernal“ von Sede Vacante ist jedem anzuraten, der auf Klavier, leichtes Synthie und viiiel dunklen Gothic-Kram steht. Einige musikalische Parts sind etwas oft verwendet, das Album klingt melancholisch, manchmal heavy und bei Constantines Liedern Evanescence-orientiert. Es ist ein durchaus gelungenes Album für Fans des Genres und ein Reinhören auf jeden Fall wert.

Review: Clara C. Wanning

Anspieltipp: Shepherd And Lamb

Hörprobe auf YouTube

 

Tracks:
1. Skies Infernal
2. Hate Eternal
3. Against My Tear
4. Dark Refrain
5. Shepherd And Lamb
6. Cruelty In Disguise
7. Faithless Art
8. Lips Yet Denied
9. The Other Side
10. A Thousand Shades Of Moon

Constantine Alex (Gesang), Michael Tiko (Gesang, Gitarre, Synthie)

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