Review: The Temple – Forevermourn Review: The Temple – Forevermourn
Welchem passenderen Charakter als Apollon selbst, dem Gott der Künste, ist das Emotionen weckende Debüt „Forevermourn“ der Griechen „The Temple“ geweiht. Review: The Temple – Forevermourn

Welchem passenderen Charakter als Apollon selbst, dem Gott der Künste, ist das Emotionen weckende Debüt „Forevermourn“ der Griechen „The Temple“ geweiht.

Das aus Zentralmakedonien stammende Quartett erbringt mit seinem stimmungsvollen Doom Metal den Beleg, dass auch in Langsamkeit eine ungeheure Energie stecken kann. Durch ihre Spiel- und Wirkungsweise könnten sie durchaus bei einer gleichwertigen Fortführung ihres Wirkens den Status einer „Ereb Altor“ des Südens erreichen.

Elf Jahre nach der Gründung der Truppe liegt nun das erste Album „Forevermourn“ vor. Dieses ist in dieser Zeit zu etwas außerordentlich Gutem gereift.

Mit Hilfe ergreifender Melodien und elegischer, teils mehrstimmiger Gesänge verpacken The Temple die tragenden Themen Leid, Pein und innere Zerwürfnisse in ihren lang im Gedächtnis verweilenden Liedern so, dass Trauer und Entzücken zugleich auf den Hörer niederprasseln und somit die Gemütslage aufwühlen.

Schon die ersten beiden Stücke „The Blessing“ und  „Qualms in Regret“ versetzen den Hörer in eine Stimmung sakral anmutenden Hochgefühls und vermitteln eine Empfindung von Erhabenheit.

„Death is the only Mourner“ und „Until Grief reaps us apart“ perfektionieren nahezu dieses Stilmittel und können als wahre Meisterwerke des Genres angesehen werden.The Temple – Forevermourn

Die vier Hellenen haben mit sehr viel Hingabe eine edle Scheibe erschaffen, auf der wahrlich kein Lückenfüller zu finden ist. Alle Nummern beinhalten eine Seelen berührende Wirkung und entfalten demgemäß magische Hörmomente. Einige Kritiker behaupten zwar, die Stimme des hauptamtlichen Sängers „Father Alex“ wäre zu dünn geraten, dem sei jedoch hinzugefügt, dass gerade diese angeblich bemängelte Vortragsweise stimmig zum melancholischen Tongerüst paast und einwandfrei damit harmoniert.

Fazit: So bleibt nur als einziges zu Hoffen, dass das nächste Album keine weitere Dekade Entwicklungszeit benötigt und „The Temple“ auch gebührend Gehör abseits des Olymp erfahren.

Anspielempfehlung: Death is the only Mourner, Until Grief reaps us apart

Review: Daniel Oestreich

Besetzung:  Father Alex  – Gesang / Bass, Phelipe –  Gitarre (Lead), Stefanos – Gitarre (Rhythmus), Paul – Schlagzeug

Titelliste:

  1. The Blessing 5:15
  2. Qualms in Regret 7:28
  3. Remnants 7:20
  4. Death is the only Mourner 8:49
  5. Mirror of Souls 5:57
  6. Beyond the Stars 6:55
  7. Until Grief reaps us apart 12:30

Anspieltipp auf Youtube von „Remnants“

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