Review: Steve’n’Seagulls – Brothers in Farms Review: Steve’n’Seagulls – Brothers in Farms
Hard Rock und Heavy Metal ohne E-Gitarren? Ja, das geht. Die Bluegrass Band „Steve'n'Seagulls“ aus Finnland ist der beste Beweis dafür. Am 9. September... Review: Steve’n’Seagulls – Brothers in Farms

Hard Rock und Heavy Metal ohne E-Gitarren? Ja, das geht. Die Bluegrass Band „Steve’n’Seagulls“ aus Finnland ist der beste Beweis dafür. Am 9. September 2016 veröffentlichten sie ihr aktuelles Album Brothers in Farms.

Mit „Brothers in Farms“ ist bereits der zweite Tonträger des Quintetts erschienen, auf dem sie Bands würdigen, die sich rund um die harte Musik verdient gemacht haben. Und diese Ehrerbietung bieten sie auf einer sehr eigentümlichen, aber ebenso unterhaltsamen Art und Weise dar.

Mit Banjo, Kontrabass, Akustischen Gitarren und sonstigen eher ungewöhnlichen Instrumenten, sowie mit überzeugenden Gesangsorganen gewappnet, zaubern sie geniale Interpretationen von bekannten Klassikern.

Dabei verleihen sie selbst Liedern mit nicht ganz so fröhlichen Themen einen Gute Laune versprühenden Anstrich ohne dem Klamauk oder gar der Lächerlichkeit zu verfallen, auch wenn ihnen ein kleiner Hang zur Selbstironie innewohnt.

Ob AC/DC, Guns’n’Roses, Iron Maiden, Megadeth, Metallica, sämtliche Imitationen sind hervorragend in Szene gesetzt und es gelingt ihnen vorzüglich ihre eigene Spielfreude auf den Hörer zu transferieren.

Man hat obendrein das Gefühl, daß Steve’n’Seagulls es sogar manches Mal schaffen wohlfeiler als das Original zu klingen, wie es bei Nirvanas „In Bloom“ oder „The Pretender“ der Foo Fighters der Fall zu sein scheint. Das liegt dann jedoch jeweils im Auge des Betrachters, beziehungsweise im Ohr des Lauschenden.Steve'n'Seagulls – Brothers in Farms

Zwischen den ganzen Honorierungen ist eine kleine Besonderheit zu finden, denn mit „Fill up the Tank“ hat es sogar eine Eigenkreation auf den Silberling geschafft, die sich passend zu den bekannten Hits gesellt.

Noch besser zur Geltung kommt ihr unvergleichbarer Sound bei ihren Live-Vorstellungen, denen man unbedingt mal beigewohnt haben sollte. Denn der von ihnen auf der Bühne produzierte Wirbel ist ansteckend. Lest dazu auf Metalogy den Steve’n’Seagulls – Konzert-Nachbericht

Das Hören der klasse arrangierten Nummern bereitet einem immer wieder Freude. Und es gibt noch zahlreiche tolle Lieder, die darauf warten in diesem speziellen Gewand vertont zu werden.

Einziger Wermutstropfen ist, daß der Albumname sehr offensichtlich an „Brothers in Arms“ der  Rockband „Dire Straits“ angelehnt ist, sich aber leider kein Titel der Briten auf der Scheibe findet. Eine Vertonung durch die fünf sympathischen Finnen hätte auch Titeln wie  „Money for nothing“ oder „Walk of Life“ gut zu Gesicht gestanden.

Anspielempfehlung:  Aces High, Sad but true, Bur

Review: Daniel Oestreich

Besetzung:  Remmel  – Gesang / Akustikgitarre / Mandoline / Balalaika, Hermann – Banjo / Gesang / Akustikgitarre , Pukki –  Kontrabaß / Gesang, Puikkonen – Schlagzeug / Percussions / Gesang, Hiltunen  – Akkordeon / Keyboard / Kantele / Mandoline / Flötenspiel

Titelliste:

  1. Aces High 4:17
  2. Sad but true 4:07
  3. Wishmaster 4:18
  4. It’s a long Way to the Top 3:57
  5. You could be Mine 4:33
  6. November Rain 5:03
  7. In Bloom 2:51
  8. Symphony of Destruction 3:41
  9. Fill up the Tank 3:04
  10. Burn 4:17
  11. The Pretender 4:09
  12. Self Esteem 3:44
  13. Out in the Fields 3:24
  14. Born to be Wild 5:25

Hörprobe auf Youtube von „Aces High“

Lest dazu auch auf Metalogy.de:

Steve’n’Seagulls – Konzert-Nachbericht

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