Review: Samadhi Sitaram – Kaliyuga Review: Samadhi Sitaram – Kaliyuga
Russischer Progressive Death-Metal, das klingt als hätte man einen Duden in den Deckenventilator geworfen. Tatsächlich ist es aber eine Beschreibung vom neuesten Album der... Review: Samadhi Sitaram – Kaliyuga

Russischer Progressive Death-Metal, das klingt als hätte man einen Duden in den Deckenventilator geworfen. Tatsächlich ist es aber eine Beschreibung vom neuesten Album der sibirischen Experimental-Musiker Samadhi Sitaram.

Kaliyuga beginnt mit einer sogenannten Intro-Finte, oder kurz einem Fintro. Denn mit epischen Streichern, die von harten Gitarren unterstützt werden wird dem unschuldigen Zuhörer eine möglicherwise Within Temptation-esque Synphonic Metal Erfahrung suggeriert (Spoiler: Das wird nicht passieren). Der Titeltrack „Kaliyuga“ (ironischerweise ein hinduistischer Begriff) enthüllt dann das Death-Metal Gesicht der Platte. Es klingt nach Slipknot, es klingt nach Meshuggah, aber am interessantesten ist, dass man kein Wort versteht, denn hier wird russisch gesungen. Den textlichen Inhalt der Songs kann ich somit nicht bewerten, nur aus den Titeln der Songs lässt sich ableiten, dass es sich hierbei um wichtige Themen der menschlichen Existenz handelt und nicht um eine sehr brutale Einkaufsliste.

Die nächsten zwei Songs, „The Death of a Stone“ und „Apotheosis“ schlagen in eine ähnliche Kerbe: Mal schnell, mal nicht so schnell aber immer auf die Fresse und ab und zu ein Gitarrensolo um das ganze aufzulockern.Samadhi Sitaram – Kaliyuga

Dann folgt aus heiterem Himmel ein zweites Intro mitten in der Platte. Q.Prelude kommt mit düsteren Akustik-Gitarren daher und geht fließend in den sechsten Song „Qliphoth“ über, der zwar auch reinhaut, sich aber kontinuierlich an den eben genannten Gitarren orientiert und somit für den wohl melodischsten und meiner Meinung nach besten Sound auf dem Album sorgt.

Mit 16 Minuten Laufzeit ist der vorletzte Song „Orgy“ zweifellos der abwegigste und progressivste Song auf der Platte. Nach einem zweiminütigen Intro voller Gewehrfeuer und schreiender Frauen zeigt sich diese Progressivität vor allem dadurch, dass zwischendurch immer wieder geredet wird und da ich nach wie vor kein Wort verstehe fällt dieser Song leider für mich und wohl auch die meisten anderen nicht russisch sprechenden Zuhörer zum Teil flach.

Mit „Shangri LA“ legt die Band einen fulminanten Abschluss hin, der mit seinen kreischenden Gitarrenriffs und Core-Elementen ein wenig an In Flames erinnert und garantiert live richtig abgehen würde.

Fazit: Wer Bock auf soliden Death-Metal hat, der auch mal was anderes probiert, und wem Texte sowieso nicht so wichtig sind (oder wer russisch spricht), dem kann ich Kaliyuga durchaus empfehlen.

Review: Marius Moll

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