Review: MadBrain – „Retribution“ Review: MadBrain – „Retribution“
Thrash und Death über euch, Unwürdige! Mit viel Ambition und Können eingespielte Death/Trash Scheibe, die dem Genre nichts Ungehörtes hinzufügt. Review: MadBrain – „Retribution“

Thrash und Death über euch, Unwürdige! Mit viel Ambition und Können eingespielte Death/Trash Scheibe, die dem Genre nichts Ungehörtes hinzufügt.

Um Retribution, also Vergeltung über Wuppertal kommen zu lassen, fanden sich 2003 Stefan und Heiko, 2005 Roman und kurz darauf Robin zusammen, so die HP. Sebastian kommt erst im Presskit vor, Nachnamen wären störend.

Ein ordentlicher Zorn hatte sich bereits auf der EP „Failed Resist“ aus 2010 entladen. Blöd auch, wenn der Widerstand nicht stattfindet. Noch zorniger geworden, überspringt man den Widerstand und übt gleich Vergeltung an einem nicht näher bezeichneten Subjekt.

Das vorliegende Scheibchen eignet sich denn auch in guter alter Thrash-Manier zum Austreten aus dem eigenen Körper, zur Ansicht Gottes und anderer elementarer Erlebnisse. Schneller und lauter als die eigenen Gedanken, kann man sich in den Schoß eines unglaublichen Schallereignisses fallen lassen und Raum und Zeit vergessen.MadBrain - Retribution

Das Cover der achtundzwanzig-minütigen Eigenproduktion lässt, beabsichtigt oder nicht, ein wenig Selbstironie erahnen. Das finde ich sympathisch, denn sich selbst in einem so dunklen Umfeld todernst zu nehmen kommt komisch rüber.

Das Tempo der Scheibe ist durchwegs im roten Bereich, die Gitarren schreddern um den Grundton C herum und verhalten sich allgemein unauffällig. Die Songs bieten abgesehen vom obligaten Intro, Zwischenteil, dem notwendigen Solo, und dem Outro nicht viel Abwechslung.

Zombie Bukkake als Titel, könnte es nur jenem Teil der Leserschaft grausen, der eh schon alles grausliche gesehen hat, somit bin aber auch ich überführt. Die gegolten Lyrics versteht ohnehin niemand.

Die vorliegende Scheibe endet dann mit einem „Thrash Massacre“, das auch nicht böser ist, als die anderen Songs.

Fazit: Mit viel Ambition und Können eingespielte Death/Trash Scheibe, die dem Genre nichts Ungehörtes hinzufügt. Eine gelungene Eigenproduktion, der Sound passt. Die Songs könnten in sich und zueinander mehr Abwechslung bieten. Auch Breaks, oder langsamere Stellen würden wieder Platz finden.

Review: Michael Neumann
Hörprobe auf YouTube:

Tracklist:
1. Retrospective
2. Zombie Bukkake
3. Virtues
4. Aviator
5. Cult Of Death
6. MadBrain
7. Retribution
8. Trash Massacre

MadBrain sind: Stefan – Gitarre, Sebastian – Gitarre, Robin – Vocals, Stephan – Bass, Kay – Drums

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de