Review: LOUDNESS – Rise of Glory Review: LOUDNESS – Rise of Glory
Thunder in The East - Osaka's Aushänge-Samurai reiten wieder! Japanischer Flair, gut abgehangen: "Rise For Glory" bringt klassischen Hair - Metal mit der gewissen Schräge... Review: LOUDNESS – Rise of Glory

Thunder in The East – Osaka’s Aushänge-Samurai reiten wieder! Japanischer Flair, gut abgehangen: „Rise For Glory“ bringt klassischen Hair – Metal mit der gewissen Schräge und Eastern Karate-Feeling!

Nach kaum zweijähriger Schaffenspause war es höchste Zeit für das bereits 32. Album der Samurai- Rocker in ihrer siebenunddreißig – jährigen Karriere!  Der Japaner, an Erdbeben gewöhnt, stellt sich schon einmal unter den Türrahmen, bevor er oder sie die Lautstärke auf Elf von Zehn dreht. Im Land der aufgehenden Sonne, aus der auch die besten Mopeds kommen, sind die vier Mannen eine fixe Größe. Allein in Amerika und Europe haben sie nie so richtig abgehoben.

Sänger Minoru Niihara, Gitarrist Akira Takasaki und Bassist Masayoshi Yamashita haben sich als Gründungsmitglieder 2001 wiedervereinigt. Schlagzeuger Masayuki Suzuki, nicht verwandt mit den heissen Mopeds, ersetzte den zu früh verstorbenen Munetaka Higuchi.

CD eins der Doppel-CD ist die eigentliche Neuerscheinung. Als fetten Bonus gibt es auf CD zwei das Album „Samsara“ aus 2016. Dieses wurde anlässlich des fünfunddreissigjährigen Jubiläums neu aufgenommen(!) und beinhaltet dreizehn gut abgelegene absolute Loudness – Bringer, wie „Loudness“, oder „In The Mirror“. Es ist als „Best Of“ Album zu verstehen.

Der Titel „Rise To Glory“ gibt bereits einen Hinweis auf den Inhalt, nämlich klassischen Heavy Metal, im Sinne von – wie damals in den Achtzigern. Man hat dem Stil ewige Treue geschworen, es gibt nach wie vor jede Menge Liebhaber der Anfangszeit allen Happy-Metals.LOUDNESS - Rise of Glory

Wer das mag, wird hier bestens bedient, inklusive Minoru Niiharas sehr eigener, auch innerhalb der Band umstrittener Stimme, samt japanischem Akzent.

Die zahlreichen Lebensjahre haben den Mitgliedern der Band das Rockerdasein in’s zerfurchte Antlitz gezeichnet, was ihre Glaubwürdigkeit massiv erhöht. Auch Slayer haben nie besser ausgesehen!

Zwölf Songs plus Intro decken das volle Spektrum einer klassischen Metal-Scheibe ab. Der fetzige Titelsong macht richtig Druck und Speed. Die  Power-Ballade „Until I See The Light“andererseits lässt einen glücklich zurück. Das Instrumentalstück „Kama Sutra“ zeigt eine Band, die zu Musik mit anspruchsvoller Struktur, fast schon Prog-Rock in der Lage ist. „No Limits“ bringt gemutete Saiten bei den klassischen Akkorden, alles schon gehört, immer noch gemocht. Das hymnenhafte „Rain“ besticht mit pathetischer Stimmung und einem Gitarrensolo, das keine Wünsche offen lässt.

Ohrenzeugen wissen zu berichten, daß Loudness eine hervorragende Liveband sind, sie sind ja auch alte Hasen und können ihre Instrumente im Schlaf bedienen. Unten findet ihr ein paar Termine!

Fazit: Durchaus launiges, hörenswertes Album, klassischer Hair Metal mit schrägem Einschlag. Das Album bietet durchgängig Gutes, aber nichts wirklich Herausragendes. Die Kompositionen sind durchwegs gut gelungen,

die Stimme des Sängers muß man mögen, bringen aber auch dieses gewisse Etwas.

Loudness kommen mit der neuen CD auch nach Europa, hier ein paar interessante Gig-Termine:

Bang Your Head Festival in Balingen, 12. – 14. Juli

Metal Days,  22-28 Juli in Tolmin, Slowenien

Headbangers Open Air, 26. – 28. Juli in Brande – Hörnerkirchen (schöner Name für Metal)

Review: Michael Neumann

Loudness sind: Minoru Niihara Gesang, Akira Takasaki Gitarre, Masayoshi Yamashita Bass, Masayuki Suzuki Schlagzeug.

Tracklist:

CD 1
1  8118
2  Soul On Fire
3  I’m Still Alive
4  Go For Broke
5  Until I See The Light
6  The Voice
7  Massive Tornado
8  Kama Sutra
9  Rise To Glory
10 Why And For Whom
11 No Limits
12 Rain
13 Let’s Rock

CD 2
1  Street Woman
2  The Law Of Devil’s Land
3  Loudness
4  In The Mirror
5  Black Wall
6  Rock Shock (More And More
7  Lonely Player
8  Devil Soldier
9  Burning Love
10 Angel Dust
11 Road Racer
12 Rock The Nation
13 To Be Demon

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