Review: KINO – RADIO VOLTAIRE Review: KINO – RADIO VOLTAIRE
Die Progressive-Rocker KINO sind zurück. 13 Jahre nach ihrem vielbeachteten Debüt-Album darf sich die Fangemeinde der Supergroup am zweiten Werk "Radio Voltaire" erfreuen. KINO... Review: KINO – RADIO VOLTAIRE

Die Progressive-Rocker KINO sind zurück. 13 Jahre nach ihrem vielbeachteten Debüt-Album darf sich die Fangemeinde der Supergroup am zweiten Werk „Radio Voltaire“ erfreuen. KINO haben eine hochinteressante Mischung aus mitreißendem Rock mit poppigen Elementen und progressiver Spielart geschaffen, die exzellent gespielt ist und dem Debüt-Album in Nichts nachsteht.

2005 veröffentlichte die Progressive Rock Supergroup KINO ihr Debüt-Album „Picture“. 13 Jahre später veröffentlichen sie ihr zweites Werk „Radio Voltaire„. Von der Besetzung des Debüt-Albums sind Sänger und Gitarrist John Mitchell (Lonely Robot/It Bites) und Marillion’s Bassist Pete Trewavas übrig geblieben. Die Drums übernimmt diesmal Craig Blundell (Steven Wilson). Zudem übernimmt John Beck (It Bites/Fish) als Gast auf einigen Songs die Keyboards.

Im Sommer 2017 begannen John Mitchell und Pete Trewavas als Kern der Band mit dem Schreiben neuer Songs. „We actually began the writing process in late August. Pete had a few tunes and so did I, and we went from there, erklärt John Mitchell. Auch Keyboarder John Beck, der auch in Mitchell´s Band In Bites spielt, ist mit von der Partie, dieses Mal aber nur als Gastmusiker. „Yes, I am delighted to say we’ve gone John on board. His keyboard playing is splattered throughout the album, and I’ve also done the odd keyboard part myself,“ führt John hierzu aus. Zur Auswahl des Schlagzeuger erklärt er weiterhin: „This time around Craig was the obvious choice to be the drummer, as far as I was concerned. I have worked with him so much that there was nobody else in the frame.“KINO - Radio Voltaire

Das Grundkonzept und den Titel von „Radio Voltaire“ beschreibt John Mitchell: “The title sounds are very cool and obviously there’s a connection with the band Cabaret Voltaire. But Voltaire himself (the 18th century French philosopher) had a fascination with death, which appealed to me. He also stood for freedom of speech and freedom of religion. On top of that, I love the idea of a radio station that would reflect his views on life and cut through the bullshit which seems to be all over politics. Now, that is the type of radio station I think would reflect what a lot of us want to hear.”

Musikalisch brilliert die Supergroup mit abwechslungsreichem Progressive Rock, der zwischen poppigen Rock-Melodien, progressiver Spielart und gefühlvollen Balladen pendelt. „Radio Voltaire“ wirkt dadurch interessant, dass diese Stile abwechselnd verwendet werden.

Bereits der ausdrucksstarke Opener „Radio Voltaire“ ist ein stilgerechter Anfang, bei dem besonders die hervorragende Gitarrenarbeit von John Mitchell einen ersten Maßstab für das Album setzt. Mit „The Dead Club“ folgt darauf eine progressivere Nummer. Mit „Idlewild“ folgt eine geniale, gefühlvolle und mitreißende Ballade. Gefühlvoll und ruhig geht es auch bei „Temple Tudor“ „Warmth Of The Sun“ und “ Keep The Faith“ zu, was durch Klavierklänge und Akustikgitarren gekonnt unterstrichen wird. Dagegen wird der Mainstream Rock durch Nummern, wie „I Don’t Know Why“ und „Out Of Time“ repräsentiert. Die progressive Ausrichtung kommt zudem bei „Grey Shapes On Concrete Fields“ und „I Won’t Break So Easily Any More“ durch. Das abschließende „The Silent Fighter Pilot“ startet zunächst bedächtig und gefühlvoll, um sich schließlich zu einer mächtigen Rocknummer aufzubauen.

Insgesamt hat sich das Warten auf KINO´s zweites Werk mehr als gelohnt. Die vier Vollblutmusiker zeigen den ganzen Facettenreichtum des Progressive Rock auf. Sie schaffen gefühlvolle Momente durch unterschiedliche Interpretationen von Balladen und reißen im nächsten Moment den Hörer durch schwungvollen Rock mit. „Radio Voltaire“ ist ein Kunstwerk des Progressive Rock, in das jeder einmal reinhören sollte. Songs wie „Idlewild“ und „I Don’t Know Why“ sind definitive mainstream-kompatibel, dabei aber gleichzeitig qualitativ hochwertig. Bleibt zu hoffen, dass uns KINO nicht noch einmal 13 Jahre auf ihr nächstes Album warten lassen.

Anspieltipp: Radio Voltaire, The Dead Club, Idlewild, Grey Shapes On Concrete Fields

Review: Michael Glaeser

Tracks

  1. Radio Voltaire 7:06
  2. The Dead Club 4:12
  3. Idlewild 6:03
  4. I Don’t Know Why 5:25
  5. I Won’t Break So Easily Any More 5:30
  6. Temple Tudor 4:32
  7. Out Of Time 6:22
  8. Warmth Of The Sun 1:50
  9. Grey Shapes On Concrete Fields 4:42
  10. Keep The Faith 5:38
  11. The Silent Fighter Pilot 4:50

Line up: John Mitchell – Vocals, Guitars, Pete Trewavas – Bass, Synths, Craig Blundell – Drums, Special guest: John Beck – Keyboards

Einbettungscode Youtube von „Grey Shapes On Concrete Fields“:

Das interessiert euch bestimmt auch:

Reviews