Review: EKTOMORF – FURY Review: EKTOMORF – FURY
Nachdem sich bei EKTOMORF das Personalkarussell zuletzt ordentlich gedreht hat, durfte man auf das neue Werk „Fury“ gespannt sein. Bis auf die Mannen um... Review: EKTOMORF – FURY

Nachdem sich bei EKTOMORF das Personalkarussell zuletzt ordentlich gedreht hat, durfte man auf das neue Werk „Fury“ gespannt sein. Bis auf die Mannen um Mastermind  Zoltán Farkas hat sich aber nichts geändert. EKTOMORF sind wütend und ballern mit „Fury“ ein heftiges Neo-Trash-Brett aus den Boxen. Ohne Schnörkel direkt auf die Zwölf.

Mit der neuen Dampframme aus dem Hause EKTOMORF „Fury“ wird schnell deutlich, dass sich bis auf die Personalien wenig geändert hat. Der ungarische Abrisstrupp fährt den gewohnten groovenden Neo-Trash Metal mit satten Hardcore Einschlägen auf, der sich gerne an den alten Sepultura orientiert. Der Sinti-Hintergrund von Mastermind Zoli ist ein Hauptgrund dafür, dass sich EKTOMORF von Anfang an mit Rassismus und Vorurteilen konfrontiert sahen. Entgegen aller Widerstände hat es die Band aber geschafft, sich durch jahrelange harte Arbeit eine internationale Karriere aufzubauen. Hieraus haben EKTOMORF zudem ihren eigenen, kraftvoll wütenden Sound entwickelt.EKTOMORF – FURY

Die brutal wilden Shouts von Zoltán Farkas treiben die Songs voran, die von tiefgestimmten Gitarren und einem stiltypischen krachenden Schlagzeug geformt werden. Die Gitarrensoli kommen ebenfalls stilecht eher schrabbelnd jaulend daher. So liefern EKTOMORF auf “Fury” zwölf wütende Granaten, die thematisch sozialkritischen Frust abarbeiten. EKTOMORFs Songtexte handeln von Diskriminierung, gesellschaftlichen Problemen, Schmerz und Hass, aber zeigen auch einen starken Willen, diese Missstände zu überwinden. Passenderweise sind die Songs kurz und knackig gehalten und gehen gnadenlos in den Nacken.

Produziert wurde „Fury“ von Tue Madsen in den Antfarm Studios, Dänemark, der dem Ganzen einen besonders direkten Voll-auf-die-12-Sound verpasste.

Experimente wagen EKTOMORF auf „Fury“ keine. Mit den ersten drei Songs „The Prophet of Doom“, „AK-47“ und „Fury“ ist bereits die musikalische Spannweite des Werks weitestgehend abgegriffen. Auf den hinteren Plätzen glänzen noch „Blood for Blood“ und der Thrash-Kracher „Skin Them Alive“. Die Songs dazwischen krachen zwar ordentlich, fallen aber eher unauffällig aus.

Fazit: Insgesamt liefern EKTOMORF das, was man von ihnen kennt. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Neuorientierung gibt es nicht, auch wenn das Personal gewechselt hat. Überraschungen und Experimente gibt es nicht, sondern schlicht das, was man erwartet – wütend groovende Kracher, die in den Nacken gehen.

Anspieltipps: The Prophet of Doom, Skin Them Alive

Review: Michael Glaeser

Tracks:

  1. The Prophet Of Doom 03:03
  2. AK 47 03:02
  3. Fury 03:37
  4. Bullet In Your Head 03:14
  5. Faith And Strength 03:07
  6. Infernal Warfare 02:59
  7. Tears Of Christ 04:01
  8. Blood For Blood 03:19
  9. If You’re Willing To Die 03:50
  10. Skin Them Alive 03:09

Line up: Zoltán Farkas – Vocals, Guitar, Szebasztián Simon – Guitar, Attila Asztalos – Bass, Dániel Szabó – Drums

Einbettungscode Youtube von „The Prophet Of Doom“:

 

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