Review: BLEEDING GODS – DODEKATHLON Review: BLEEDING GODS – DODEKATHLON
DODEKA ist das griechische Wort für 12. Genau 12mal lassen es die neuformierten BLEEDING GODS auf ihrer neuen Scheibe "DODEKATHLON" mächtig krachen. Die Holländer... Review: BLEEDING GODS – DODEKATHLON

DODEKA ist das griechische Wort für 12. Genau 12 mal lassen es die neuformierten BLEEDING GODS auf ihrer neuen Scheibe „DODEKATHLON“ mächtig krachen. Die Holländer lehnen sich dabei thematisch an die 12 Aufgaben des griechischen Halbgotts Herkules an. Musikalisch ist „DODEKATHLON“ aber alles andere als mystisch, sondern ein gewaltiger, stürmischer Death/Black Metal-Ritt.  

Im Jahr 2012 gründete Gitarrist Ramon Ploeg BLEEDING GODS kurz nachdem er bei seiner vorherigen Band Houwitser ausgetreten war. Nach ihrem Debütalbum „Shepherd Of Souls“ wurde das Line-up kräftig umgebaut und im Jahr 2018 stehen BLEEDING GODS mit ihrer neuen Werk „Dodekathlon“ zum Extreme Metal-Sturm bereit.

Auf „Dodekathlon“ hauen BLEEDING GODS zwölf Extreme Metal Urgewalten raus, die sich in unterschiedlichem Maße im Death Metal, Black Metal oder Thrash Metal bedienen. Ohne zu sehr in eine der Richtungen auszuschlagen, pendeln BLEEDING GODS dazwischen und kreieren gekonnt eine brutale Extrem Metal-Mischung. Sänger Mark Huisman growlt hierbei mit einem Krächzen, das perfekt zu der Symbiose zwischen Death- , Thrash und Black Metal passt, denn ohne eine stimmlich feste Tendenz in eine der Stilrichtungen vorzugeben ist Huisman´s Organ einfach nur extrem.Bleeding Gods - Dodekathlon - Artwork

Bereits der Opener „Bloodguilt“ ist eine Extreme Metal Urgewalt und enthält ein paar Reminiszenzen an gefeierte Thrash Metal-Götter. Das folgende „Multiple Decapitation“ ist nicht minder monströs, aber eher zum Black Metal tendierend und deutlich komplexer mit mystisch atmosphärischen Keyboards. Zudem ist eine kurze und musikalisch gekonnt eingesetzte Verschnaufpause eingebaut. „Beloved by Artemis“ dagegen ist ein direkter Voll-auf-die Fresse-Death Metal-Brecher, auch wenn auch dieser Song eine kurze, mit Mystik verzierte Pause zum Durchatmen enthält.

Diese ersten drei Songs geben für das Album in etwa den Takt vor. Die Songs sind geniale Symbiosen der Extrem Metal Stile indem diese genutzt werden bestimmte Atmosphären zu erzeugen – mal eine mystische Schwärze, mal eine monströse, tödliche Urgewalt, mal ein brutaler Sturmangriff.

Mit „Tyrannical Blood“ wird zwischendurch sogar ein Instrumental Song eingestreut inklusive griechischen Spoken Words. Beim zweiten Durchhören wird deutlich, dass die Songs mehr Tiefgang haben, als man ihnen zunächst anhört und durch Facettenreichtum glänzen.

Thematisch befasst sich „Dodekathlon“ mit dem griechischen Mythos um Halbgott Herakles (römisch = Herkules). Jeder Song handelt von einer der zwölf Aufgaben, die Herkules bestehen muss und für deren Erfüllung er mit Unsterblichkeit belohnt wird.

Fazit: Insgesamt ist „Dodekathlon“ ein Extreme Metal-Kracher der ersten Güteklasse. Die gekonnte Symbiose der drei Stilarten lässt die Songs frisch und kreativ wirken und verleiht ihnen eine atmosphärische Dimension. „Dodekathlon“ schwingt zwischen brachial, monströs und mystisch und das mit Tiefgang, auch wenn die Thematik etwas ungewohnt ist. BLEEDING GODS zeigen sich facettenreich und kreativ in ihrer Neuausrichtung und kennen keine Gnade. In dieser Form wird man von BLEEDING GODS sicherlich noch einiges an geilem Extreme Metal in den nächsten Jahren erwarten können.

Anspieltipp: Multiple Decapitation, From Feast To Beast, Bloodguilt, Saviour Of Crete, Hound of Hell

Review: Michael Glaeser

Tracks:

  1. Bloodguilt (Nemean Lion) 5:41
  2. Multiple Decapitation (Lernaean Hydra) 5:23
  3. Beloved By Artemis (Ceryneian Hind) 4:23
  4. From Feast To Beast (Erymanthian Boar) 5:27
  5. Inhuman Humiliation (Augean Stables) 4:48
  6. Birds Of Hate (Stymphalian Birds) 4:07
  7. Saviour Of Crete (Cretan Bull) 5:02
  8. Tyrannical Blood (Mares Of Diomedes) 3:38
  9. Seeds Of Distrust (Belt Of Hippolyta) 4:48
  10. Tripled Anger (Cattle Of Geryon) 6:54
  11. Hera´s Orchard (Apples Of The Hesperides) 5:40
  12. Hound Of Hell (Cerberus) 3:29

Line up:

Mark Huisman – Gesang, Ramon Ploeg – Gitarre, Rutger Van Noordenburg – Gitarre, Gea Mulder – Bass & Backing Vocals, Daan Klemann – Schlagzeug

Einbettungscode Youtube von „Beloved By Artemis“:

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