Peter Beck – KORROSION Peter Beck – KORROSION
Ein grausamer Mord, ein Millionenerbe und ein beinharter Ermittler. Peter Beck führt mit seinem neuen Thriller „Korrosion“ seine Geschichte um den toughen Ex-Polizisten Tom... Peter Beck – KORROSION

Ein grausamer Mord, ein Millionenerbe und ein beinharter Ermittler. Peter Beck führt mit seinem neuen Thriller „Korrosion“ seine Geschichte um den toughen Ex-Polizisten Tom Winter fort. Obwohl dies der zweite Band ist, findet man auch als Neueinsteiger ohne Probleme sofort in die Story.Der Protagonist Tom Winter arbeitet als Sicherheitschef in einer angesehenen Bank in Bern.
Nach dem Mord an einer wohlhabenden Kundin muss er im Namen seiner Bank ermitteln. Die millionenschwere Frau Berger hat für die Erbauszahlung in ihrem Testament eine ungewöhnliche Bedingung gestellt: es soll geklärt werden, wer vor Jahren den Mord an ihrem Ehemann begangen hat. Sie war sich sicher, dass eines ihrer Kinder damals dafür verantwortlich war.
Deswegen macht sich Winter auf die Suche nach den drei Erben und deckt dabei so manches auf, das lieber verborgen geblieben wäre.
Parallel zu der Ermittlung wird die Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings erzählt, der unter allen Umständen ins verheißungsvolle Europa fliehen möchte.

Peter Beck hat einen angenehmen Schreibstil, durch den man der Handlung gut folgen kann und den Charakteren schnell näher kommt. Flüssig und mit einer guten Portion trockenen Humors erzählt er von Winters actiongeladenen Abenteuern.
Er bedient sich dabei auch eines aktuellen Themas. So schildert er in kurzen Einschüben die Leidensgeschichte von Obado, einem Flüchtling aus dem Sudan.

Peter Beck - Korrosion

Peter Beck – Korrosion

Obwohl die Hintergründe gut recherchiert sind, die Handlung raffiniert ist und einen die Zusammenhänge am Ende durchaus überraschen, stören die Einschübe der Flucht Obados den Spannungsaufbau. Vor allem deshalb, weil man zunächst keinen Bezug zwischen den beiden Handlungsverläufen herstellen kann.
Auch der Schluss des Thrillers klärt zwar Motiv und Täter, aber obgleich die Motivation zum Mord eine originelle Idee ist, kommt einem die Wende ein wenig unrealistisch vor.
Man wird zudem das Gefühl nicht los, dass unbedingt das Thema Flüchtlinge eine Rolle spielen sollte, um Vorurteile zu wiederlegen oder zu bestätigen. „Den vielen namenlosen Flüchtlingen“ widmet Beck auch dieses Buch.

Tom Winter erinnert ein wenig an einen Helden aus Actionfilmen, der von einer misslichen Lage in die nächste fällt und dabei ganz nach Heldenmanier trotz gebrochenem Arm und erheblichem Schlafmangel immer am Ball bleibt und ordentlich austeilt.
Die Geschehnisse stapeln sich, und doch hat man gleichzeitig das Gefühl bis zum Ende nicht wirklich vorangekommen zu sein. Winters „Ermittlungen“ bleiben trotz seiner Anstrengungen doch häufig ohne nennenswerte Erfolge. Die Ereignisse, die die Handlung voranbringen, geschehen meist durch Zufall.

Das Buch ist wegen seiner Kriminalermittlung eher ein Krimi als ein Thriller und trotz der ungewöhnlichen Mordfälle, bleibt die Gänsehaut leider ein wenig aus.

„Korrosion“ ist wegen der spannenden Stellen und der interessanten Idee trotzdem lesenswert. Man kann sich leicht in die Geschichte einfinden. Tom Winter ist zwar teilweise übertrieben robust, überlebt Lawinen, Messerangriffe, Vergiftungen und Gletscherstürze, zeigt aber an den richtigen Stellen Gefühl und bringt den Leser mit seinem trockenen Humor zum Schmunzeln.

Über den Autor:

Peter Beck studierte Psychologie, Wirtschaft und Philosophie, promovierte in Psychologie und machte einen MBA in Manchester. Er trägt im Judo den schwarzen Gürtel, war in der Geschäftsleitung eines Großunternehmens und in mehreren Aufsichtsräten. Heute leitet er seine eigene Firma und schreibt an der rasanten Thriller-Reihe mit Tom Winter.
Peter Beck ist Mitglied des Syndikats und der International Thriller Writers, ITW

Rezension: Sarah Leichner

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