Overkhaos – Beware of Truth Overkhaos – Beware of Truth
Fetziger Progressive Metal hat einen Namen: Overkhaos. Obwohl hier gerade erst ihr Debütalbum, das natürlich, wie es sich gehört, ein Konzeptalbum ist, vorliegt, überzeugt... Overkhaos – Beware of Truth

Fetziger Progressive Metal hat einen Namen: Overkhaos. Obwohl hier gerade erst ihr Debütalbum, das natürlich, wie es sich gehört, ein Konzeptalbum ist, vorliegt, überzeugt die italienische Band schon jetzt auf ganzer Linie.

Schon beim ersten Track, dem instrumentalen „Prelude“, hört man Qualität, Talent und Leidenschaft. Da kribbelt und zuckt es dem Hörer schon ganz schön im Nacken. Das Stück legt schonmal ordentlich Tempo vor und macht Lust auf mehr, das man natürlich prompt bekommt.

Sänger Mimmo D’Oronzo beweist ordentliches Stimmvolumen beim folgenden „Silent Death“- und über die folgenden Lieder steigert er sich sogar noch.  Neben sehr hoch gehaltenen Tönen, die teilweise ab einer gewissen Lage etwas anklagend klingen, ist auch tief und ruhig drin – wie z.B. beim letzten „Deadline“.

Ein solides, temporeiches Schlagzeug lädt gelegentlich zum Headbangen ein, was manchmal melodisch etwas herausfordernd wird. Der Gesang überzeugt und die Instrumentalspur reißt das Ganze erst richtig raus. Aber D’Oronzo kann nicht nur von weit unten nach hoch weiter oben singen, ihm gelingen auch verhältnismäßig lange, kräftige, zum Ende höher und kreischiger werdende Screams wie z.B. in „Solar Starvation“. Die Musik wirkt trotz des permanenten hohen Tempos nie übertrieben und schon gar nicht langweilig.Overkhaos - Beware of Truth

Sobald die ersten Töne von „Khaos“ erklingen, will man schon direkt live die Hände in die Luft reißen und mitklatschen, ehe die Gitarrenseiten sich im gestreckten Galopp zum dahinjagenden Schlagzeug gesellen und die Musik zu einem lauten, melodischen Chaos wird, um dann innezuhalten und sich in einem aufbauenden, geordneten Tempo zu sammeln. Überhaupt haben die Gitarren viel zu tun und viel zu sagen bei Khaos, und nichts davon klingt schlecht, im Gegenteil.

Nachdem sich die rockigen Klänge in einen plötzlich ruhigen, melodischen See begeben haben – wie beim ruhigen Wasserbecken nach einem Wasserfall – bietet ein stockendes Schlagzeug für raues Gegrowle eine Bühne, ebenfalls gesungen von D’Oronzo.

Auch „The Lie You Need“ und „Crumbling“ rocken ähnlich cool ab und die Gitarrentöne turnen über die Schlagzeugspur. Wenn „White Light“ auch sehr ruhig anfängt, reißt kurze Zeit später die wunderbar funktionierende Kombo von Schlagzeug und Gitarren das Lied in den progressiven Rockorkan, indem im nächsten Lied, „Die Catsaw!“, ein laaaang gehaltenes Growlen, angekündigt von einem bedrohlichen, recht epischen Anfang das Klanggewitter eröffnet und sich auch im Folgenden nicht aus dem Lied raushält.

„Anna’s Song“, vielleicht die Bassistin Anna Digiovanni gemeint?, besticht durch sehr melodische Parts von verschiedenen Klängen auf Keyboardbasis, die wohl Gastmusiker Derek Sherinian geschuldet sind, und dreht total ab.

Nach Genuss des letzten Liedes, „Deadline“, was wie fast jedes Lied relativ knapp und schnell endet, kann man nur sagen: fantastisch.

Fazit: Solides Schlagzeug (Andrea Mariani), toller Bass (Anna Digiovanni), zwei absolut eskalierende Gitarren (Davide Giancane und Giuliano Zarcone) und eine überraschend weite Stimmvarianz von Mimmo D’Oronzo machen Beware Of Truth, den Erstling des italienischen Quintetts Overkhaos, zu einem Must-hear für jeden Progressive Metal Fan. Fans von Symphony X oder fetzigen Dream Theater-Sachen und eigentlich  jeder der gegen viele Gitarrensoli nichts hat, sollte eigentlich seinen Spaß dran haben. Sollte Overkhaos nach Deutschland kommen: hin da!

Review: Clara C. Wanning

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