Review: NO LIMITED SPIRAL – INTO THE MARINESNOW Review: NO LIMITED SPIRAL – INTO THE MARINESNOW
Mit ihrem zweiten Album "Into The Marinesnow" haben die Japaner NO LIMITED SPIRAL eine Hochgeschwindigkeitsgranate im Gepäck. Die Combo aus Osaka spielt Melodic Death... Review: NO LIMITED SPIRAL – INTO THE MARINESNOW

Mit ihrem zweiten Album „Into The Marinesnow“ haben die Japaner NO LIMITED SPIRAL eine Hochgeschwindigkeitsgranate im Gepäck. Die Combo aus Osaka spielt Melodic Death Metal als ob sie die Flitzefinger von Dragonforce überholen wollten. Hier erwartet den Metalhead ein wahrer musikalischer Wirbelwind. 

NO LIMITED SPIRAL aus Osaka in Japan lassen nach ihrem 2014 Erstling „Precode:Slaughter“ nun Ihre zweite Langrille „Into The Marinesnow“ auf die europäische Metalgemeinde zuwirbeln.  Grundlegend orientiert sich der Fünfer an Genregrößen wie In Flames, At The Gates oder Children of Bodom, mischen diesem Sound aber verschiedene moderne Einflüsse unter und katapultieren alles zusammen auf Höchstgeschwindigkeit der Marke Dragonforce.

Dieser besondere Sound wird durch die unglaublichen Fingerfertigkeiten von NO LIMITED SPIRAL erst ermöglicht. Hervorzuheben sind vor allem die Gitarristen Ren und Pon, sowie Drummer Kegoi. Die Gitarren schwingen zwischen atemberaubenden Soli, mitreißenden Harmonien und fetten Riffs hin und her und tragen damit hauptsächlich die Struktur der Songs. Drummer Kegoi treibt die Songs dazu mit wahrer Schlagzeugakrobatik voran. Neben Double-Bass-Attacken finden sich progressive Spielweisen, Blastbeats, fast jazzige Parts und viele andere Variationen in seinem Repertoire.Into the Marinesnow

Für die atmosphärischen und melodiösen Anteile von „Into The Marinesnow“ sind vor allem die Keyboards zuständig. Gelegentlich werden diese in den Song auch als Klavier eingesetzt. In dieser Form liefern sie im Instrumentalstück „Daffodil“ den einzigen Punkt an dem der Metalhead sozusagen im Auge des Wirbelsturms kurz durchatmen kann.

Einziges Fragezeichen in musikalischer Hinsicht ist der Gesang. Dieser wird solide als recht hohe Growls angesetzt und tendiert ein bisschen in Richtung Grindcore-Growls. Generell ist auch hier die Qualität hoch. Der Knackpunkt ist aber die Eindimensionalität. Die geringe Variabilität nimmt dem Gesang die Möglichkeit, die Songs noch einprägsamer zu gestalten. Ein ausdrucksstärkerer Gesang hätte den Songs an mancher Stelle gut getan.

Die Songs sind bis auf das Intro und das Klavier-Intermezzo durchweg Hochgeschwindigkeitskracher mit durchgetretenem Gaspedal. Hierbei sind die Songs vor dem Intermezzo etwas stärker und besser strukturiert als die danach. Besonders „Nyx“ und „Kalra – The Everlasting Red“ sind mitreißende Pitgranaten. Die zweite Hälfte ist musikalisch zwar sehr stark, aber genau hier hätte gesangliche Variabilität gut getan, um den Spannungsbogen hoch zu halten. Einen krönenden Abschluss findet „Into The Marinesnow“ mit dem genialen „Clockwork Serenade“, der das ganze Potential von NO LIMITED SPIRAL zeigt, wenn der Fuß auch nur mal ein bisschen vom Gas genommen wird.

Insgesamt ist „Into The Marinesnow“ ein starkes zweites Album von NO LIMITED SPIRAL. 2016 nahm die Truppe am Japanischen Ableger des W:O:A Metal Battle teil und zeigte schon damals ihre Ambitionen, ihre Interpretation des Melodic Death Metal nach Europa bringen zu wollen. Die musikalische Qualität und der zudem sehr gut Sound von „Into The Marinesnow“ sollten hierfür ein gutes Fundament sein. Sollten NO LIMITED SPIRAL unseren Kontinent live beehren, sind wirbelnde Pits garantiert.

Anspieltipp: Nyx, Kalra – The Everlasting Red, Clockwork Serenade

Review: Michael Glaeser

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