Nachbericht – Testament, Annihilator und Death Angel Nachbericht – Testament, Annihilator und Death Angel
Im Wiesbadener Schlachthof versammelten sich drei Bands unter einem Banner, wobei jede für sich als Headliner fungieren könnte und das in der Vergangenheit auch... Nachbericht – Testament, Annihilator und Death Angel

Im Wiesbadener Schlachthof versammelten sich drei Bands unter einem Banner, wobei jede für sich als Headliner fungieren könnte und das in der Vergangenheit auch oft getan hat: Testament, Annihilator und Death Angel bei einem Gig – was will man mehr?

Der Abend des  22. Novembers stand ganz im Zeichen des Nordamerikanischen Thrash Metals und halb Rhein-Main gab sich ein Stelldichein. Viele bekannte Gesichter der regionalen Szene waren im Publikum zu erkennen. Und die wollten sich die Chance, drei der Großen ihres Fachs auf einen Streich zu sehen, nicht entgehen lassen.

Testament im Schlachthof Wiesbaden

Testament im Schlachthof Wiesbaden

 

Gemessen an den Gründungsjahren hatten die Protagonisten, die quasi mit zu den Genrepionieren gehören, an die hundert geballte Jahre Erfahrung auf dem Buckel, was sich auch in mitreißender Bühnenperformance und technischer Finesse äußerte.

Und zur Freude ihrer großen Anhängerschar hatten sie allesamt neue Langspieler im Gepäck.

Der Gig – die Bands

Den Anfang machte die von philippinisch stämmigen Familienmitgliedern gegründete Formation „Death Angel“. Diese legten gleich mit  Mordselan los und der Moshpit ließ nicht lange auf sich warten und stieg voll mit ein. Vom ersten Moment an röhrte der Old School Thrash Metal satt aus den Boxen, so daß es selbst in den hintersten Reihen der Halle ordentlich schepperte. Auch Titel der neuen Scheibe „The Evil Devide“ kamen gut an und der Saal feierte die Mannen aus Kalifornien.

Mit einer jungen, internationalen Truppe wartete Jeff Waters, Kopf der Kultkanadier „Annihilator“, auf. Sie spielten ihre beachtenswerte Diskographie, mittlerweile mit dem neusten Werk „For the Demented“ auf sechzehn Alben angewachsen, rauf und runter. Dabei hatten sie so prägnante Nummern wie „King of the Kill“, „Set the World on Fire“, „Welcome to your Death“ und auch das neue „Twisted Lobotomy“ im Repertoire.

Testament im Schlachthof Wiesbaden

Testament im Schlachthof Wiesbaden

Die harten Stücke trieben das Metalvolk weiter an und die eingängigen Refrains entlockten ihm rege gesangliche Beteiligung. Im Übrigen zeigte der Frontmann, der sich, wie nicht anders zu erwarten, als Gitarrenvirtuose betätigte, daß er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und mit dem „Vernichter“ weiterhin zu rechnen ist.

Derart in Hochgefühle versetzt erwarteten die Zuhörer gespannt den Endspurt. Den setzte an diesem Abend „Testament“. Normalerweise fristet der Schlagzeuger optisch ein eher unscheinbares Dasein, stets im Hintergrund und hinter seinem Instrument versteckt. Die Batterie prangte bei ihnen jedoch mittig auf einer Empore. Durch diese erhöhte Zurschaustellung wurde ihm eine höhere visuelle Aufmerksamkeit zuteil. Doch seine Kumpanen standen ihm im Wetteifer der Inszenierung in nichts nach.

Death Angel im Schlachthof Wiesbaden

Death Angel im Schlachthof Wiesbaden

Ausgiebig wurde jeder Zentimeter der mehrere Ebenen umfassenden Bühne genutzt, um sich und seine Künste zu präsentieren. Ständig wirbelte einer der Gitarristen auf den Podesten umher, mal schwang der Sänger seinen mobilen Mikrofonständer wie ein Schwert mal betätigte er sich als eifriger Luftgitarrist.

Aber nicht nur optisch war viel los. Genauso wild wie die Musiker über das Podium flogen, so hallten auch deren produzierten Töne durch die Halle. Bedächtig wurde es nur, als fast jedes Mitglied Einsatzzeit bekam, um einen Solovortrag zu vollführen, was nicht bei jedem Besucher gut ankam.

Die jeweiligen Intermezzi störten ein wenig den Spielfluss und dadurch wurde etwas von der tollen Stimmung eingebüßt. Somit brannte das beim Publikum entfachte Feuer der musikalischen Leidenschaft, trotz einer technisch einwandfreien Darbietung, merklich nicht ganz so heiß wie bei den beiden Bands zuvor.

Trotzdem gingen alle Schlachthofgäste recht zufrieden nach Hause, schließlich gibt es diese Konstellation nicht alle Tage zu sehen und hören. Nur hätte sich manch einer ausgeglichenere Spielzeiten gewünscht, um dem Vermächtnis aller drei Bands gerechter zu werden.

Annihilator im Schlachthof Wiesbaden

Annihilator im Schlachthof Wiesbaden

 

Nachbericht : Daniel Oestreich, Fotos: Martin Henkel und Michael Glaeser

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Testament im Schlachthof Wiesbaden

Testament im Schlachthof Wiesbaden

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