Nachbericht Orden Ogan CD Präsentation im Fort Fun am 8.7.2017 Nachbericht Orden Ogan CD Präsentation im Fort Fun am 8.7.2017
Das neue, vergangenen Freitag (7.7.17) erschienene Album der Power Metal Band Orden Ogan, „Gunmen“, hat, wie schon das Cover mit dem halstuchmaskierten Typen verrät,... Nachbericht Orden Ogan CD Präsentation im Fort Fun am 8.7.2017

Das neue, vergangenen Freitag (7.7.17) erschienene Album der Power Metal Band Orden Ogan, „Gunmen“, hat, wie schon das Cover mit dem halstuchmaskierten Typen verrät, eine Westernthematik. Wie macht man eine Wild West-Power Metal-Releaseparty noch cooler, als sie ohnehin schon sein kann? Genau, indem man das Konzert nicht in irgendeinem Club gibt, sondern am Drehort des Musikvideos: dem Saloon des Fort Fun Themenparks im beschaulichen Sauerland, fernab der Autobahn und zu erreichen durch sehr schöne und recht kurvige Straßen durch Berg und Wald.

Samstagabend, schönes Wetter, laues Lüftchen, der Abend wirft ein Tuch auf’s Land und auf die Wege am Waldesrand. Eigentlich schließt das Fort Fun jetzt, doch den letzten rauströpfelnden Familien strömen schwarz gekleidete Konzertbesucher entgegen. Viele in den schick designten und stets toll aussehenden Orden Ogan-Shirts. Der Saloon im Westernviertel ist noch geschlossen, auf den Bänken davor wird sich schonmal das eine oder andere Bierchen gegönnt oder eine letzte Stärkung in Form von Pommes für die folgenden Konzertstunden.

Draußen - Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Draußen – Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Die Läden und Häuschen drumherum, alle in „diesem einen“ Westernfilm-Stil errichtet, bauen schon einmal die Stimmung auf für „Gunmen“. Wer die Videos zu den Singles gesehen hat, fühlt sich jetzt schon direkt im Thema – wären da eben nicht die hunderte von Musikgeschmackkollegen in den obligatorischen schwarzen Bandshirts.

Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Los geht’s

Sieben Uhr, Einlass, die ersten traben in den Saloon, viele sitzen noch draußen, Soundcheck. Solange der Saloon noch halbwegs leer ist, ist es ziemlich laut, grenzwertig vielleicht sogar. Eine passendere Bühne für die Releaseparty und Livepremiere hätte sich die Arnsberger Band nicht aussuchen können. Das Konzert in Hamburg, das für den Vortag angesetzt war, musste übrigens wegen der G20-Unruhen auf ein bisher unbekanntes Datum verschoben werden.

Der Bereich vor der Bühne senkt sich etwas ab, der Weg drumherum, vom Geländer getrennt, ist etwas erhöht, kleine Merchstände der anwesenden Bands sind an beiden Seiten der großen Eingangstür. Zwei Treppen in den Ecken des Saals führen nach oben auf eine Galerie, die einen guten, etwas erhöhten Blick auf die Bühne bietet und den Bühnenraum dreiseitig umschließt.

Human Fortress_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Human Fortress_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Während einige draußen noch ihr letztes Glas austrinken, legt drinnen schon einmal die erste Band, Human Fortress los. Der klassische Power Metal Stil; schnelles Schlagzeug, etwas langsamerer Gesang. Das Publikum ist anfangs noch etwas dünn gesät, doch die sechköpfige Band aus Hannover schafft es mit ihren klassischen Power Metal Liedern, schnell und melodisch, den Saloon relativ zügig zu füllen. Der Keyboarder erinnert übrigens an die südländischere Version von Joakim Brodén (Sabaton), aber mit Brille und Schnurrbart. Defenders Of The Crown (nicht zu verwechseln mit dem Song von Edguy) hallt durch den Raum und macht live echt Spaß, es wird geheadbangt und mitgemacht.

Mob Rules_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Mob Rules_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Als das letzte Lied vorbei ist, geht die Band  – übrigens ebenfalls aus Niedersachsen, allerdings aus Hannover – unter lautem Applaus und Jubel von der Bühne. Dann eine kurze Umbaupause: gar nicht so schlecht, Human Fortress haben nämlich ganz gut vorgelegt.

Mob Rules_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Mob Rules_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Die Umbaupause ist lang genug, um kurz frische Luft zu schnappen und eine der thematisch passend gestalteten, großen und sauberen Toiletten aufzusuchen oder noch ein Bier zu holen. Dann erklimmen Mob Rules die Bühne. Sänger Klaus Dirks strahlt in die Runde, auch die übrigen fünf Bandmitglieder sprühen vor Spielfreude und stecken das Publikum mühelos an. Die Stimmung kocht hoch. Ihr neuestes Album, „Tales From Beyond“, ist auch erst von letztem Jahr. Eine kurze Zeit später – die Bühnenwand ziert nun das Albumcover, groß, in dunklen Blautönen, der Maskierte mit dem roten Halstuch und kalten Augen im Vordergrund, dahinter sein schwarzes Pferd. An den Seiten der Bühne sind zwei große, mechanische, zombiecowboyartige Puppen mit rot leuchtenden Augen, die ihre Köpfe hin und her drehen und das Gewehr im Anschlag halten.

Die Helden des Abends betreten die Bühne

Eine kurze Zeit später jedenfalls ist der Soundcheck praktisch durch, der ausverkaufte Saal wird ungeduldig, das klassische Bandnamen-rufen-Phänomen greift um sich, bis die hintere Hälfte des Saals die „ORDEN!“-Rufe übernimmt, wonach die vordere Hälfte laut „OGAN!“ brüllt und endlich, nach lauten und deutlichem Fordern, die (Wild-West-)Helden des Abends die Holzplanken der Bühne betreten, inklusive braunen Mänteln und Ventilator, der die langen Haare von Sebastian Levermann (Gesang) flattern lässt.

Orden Ogan_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Orden Ogan_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Der Sound ist klasse, zwar sehr laut, aber auch sehr deutlich, die einzelnen Töne rutschen nicht in ein lärmendes Getöse ab, sondern sind gut zu hören. Es geht direkt los mit einer Reihe neuer Lieder, die allesamt nicht ohne sind; mit ihrem neuen Album „Gunmen“ haben Orden Ogan mit Sicherheit keine schlechte Sache abgeliefert, im Gegenteil. Der Saal feiert kräftig mit, die Band ist in Topform. Obwohl noch sehr neu, ist das titelgebende „Gunman“ (das Lied offenbar mit a, das Album mit e-Plural) schon recht bekannt; die Singleauskopplung war vor einigen Wochen mit Video rausgekommen, das neben schönen Canyontotalen auch die Band in ebenjenem Saloon spielend zeigt.

Orden Ogan_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Orden Ogan_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Der eingängige und einfache Refrain „I AM THE GUNMAAAAN!“ („ … I bring salvation on this day / here comes the Gunman / you know that vengeance is my name“) sitzt sofort, klingt toll mit Livepublikum und ist absolut hitverdächtig. Fields of Sorrow, die zweite ausgekoppelte Single, funktioniert live (noch) besser als auf der CD-Version, wo sie (meiner Meinung nach) am Anfang etwas generisch und im Refrain etwas verwischt klingt; live ist sie aber sehr cool, vor allem der Instrumentalteil macht unheimlich Spaß. Auch die anderen Lieder beweisen: „Gunmen“ ist ein weiteres gutes und auch livetaugliches Album. Nach einigen neuen Songs werden die alten Hits ausgepackt: F.E.V.E.R schlägt ein wie gewohnt und die Menge feiert, jubelt, headbangt, und zack, viel zu schnell ist die Setlist durch. Am Ende reißt DAS Orden Ogan-Lied schlechthin, Things We Believe In, noch einmal den Saal ein. Entgegen dessen Text sind Orden Ogan ganz sicher nicht „cold, dead and gone“ sondern ganz klar auf einem noch steiler aufsteigendem Ast, energetisch, gut und am Start einer vielversprechenden Livetournee. Klasse Location, klasse Album, klasse Band, klasse Publikum und klasse Stimmung!

Orden Ogan_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Orden Ogan_Orden Ogan Releaseshow Fort Fun

Text und alle Bilder: Clara C. Wanning

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Lydia Dr. Polwin-Plass

Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Kultur, Wirtschaft, Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Naturheilkunde und Alternativmedizin. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website: http://www.text-und-journalismus.de