ENCIRIDION – THE REALM OF BLACKENED PERDITION ENCIRIDION – THE REALM OF BLACKENED PERDITION
Mit ihrem Debüt-Album "The Realm of Blackened Perdition" wurden ENCHIRIDION zum Wacken Metal Battle Halbfinale 2017 eingeladen und das aus sehr gutem Grund. Melodic... ENCIRIDION – THE REALM OF BLACKENED PERDITION

Mit ihrem Debüt-Album „The Realm of Blackened Perdition“ wurden ENCHIRIDION zum Wacken Metal Battle Halbfinale 2017 eingeladen und das aus sehr gutem Grund. Melodic Death Metal vom Feinsten präsentieren ENCHIRIDION gleich zehn mal mit Hochgeschwindigkeitsattacken, filigraner Instrumentierung, groovenden Rhythmen und atmosphärischen Melodieführungen. Die Göteborger Death Metal Schule kann zwar als Basis gesehen werden, wurde aber mit eigenen Ideen und viel Kreativität weiterentwickelt. So ist „The Realm of Blackened Perdition“ ein sehr starkes Debütalbum und ein erstes deutliches Ausrufezeichen von ENCHIRIDION.

Das Melodic Death Metal Quintett ENCHIRIDION aus Würzburg ist seit 2016 mit seinem Debüt-Silberling „The Realm of Blackened Perdition“ am Start. Hierauf bietet ENCHIRIDION energiegeladenen Melodic Death Metal, der sich an Genre-Größen wie Children of Bodom orientiert und der durch die Stärken der Band verfeinert wird.

Besonders hervorzuheben ist die unglaubliche Gitarrenarbeit von Philipp Grehl in Zusammenarbeit mit Sänger und Gitarrist Louis Friedrich und Keyboarder David Maiberger. Bärenstarke Soli, groovende Harmonien und gnadenlos abgehende Riffs werden reihenweise dahergezaubert. Einige Passagen erinnern durchaus an frühe Yngwie Malmsteen Stücke (z.B. „Doomsday“), was sicherlich nicht die schlechteste Referenz darstellt. Atmosphärisch werden die Songs durch die Keyboads getragen, die zwischendurch immer wieder auch als Klavier oder Cembalo eingesetzt werden. Gesanglich sind die hohen Death Meal Growls von Sänger Louis Friedrich kraftvoll und authentisch aggressiv (Marke Alexi Laiho). Drumer Stephan Funck und Bassist Tobias Radler hauen begleitend ein unglaubliches Rhythmus-Brett aus den Boxen, gehen aber zusätzlich alle filigranen Finessen gekonnt mit und steuern zwischendurch progressive Aspekte bei. Aber nicht nur die einzelnen Instrumentierungen machen die Songs so stark, sondern das Zusammenspiel. In den Songs passt alles zusammen, ist stimmig und wirkt als Einheit, was für ein Debüt-Album durchaus keine Selbstverständlichkeit ist.

„Garden of Sin“ leitet die Scheibe als sehr atmosphärisches, fast apokalypisches Klavier/Cembalo/Keyboard-Intrumental-Intro fast hollywoodreif ein.

ENCIRIDION – THE REALM OF BLACKENED PERDITION

ENCIRIDION – THE REALM OF BLACKENED PERDITION

Beim eigentlichen Opener „Doomsday (for our sins)“ geht es direkt mit Hochgeschwindigkeit in die Vollen. Der Songs entwickelt dann bei den Gitarren-Soli und zum Ende hin bei weniger Geschwindigkeit ordentlich Metal-Groove.

„The Martyr“ zeigt alle Stärken des Stils von ENCHIRIDION auf: Eine geniale Gitarrenarbeit, brutal treibende Drums, melodieführende Keyboards, authentisch dreckige Growls und jede Menge Ideen. Zudem brennt sich der Refrain gnadenlos in die Metalhead-Gehirnwindungen ein.

„Dead Man´s Calling“ brilliert als trashige mid-tempo Nummer.

„Nevermore“ funktioniert als rockig groovende Death Metal Nummer mit progressiven und atmospärischen Einstreuungen inklusive Klargesang und orchestraler Keyboardeinlage extrem gut.

„Abscent Minded“ geht nach kurzem Intro zunächst in Hochgeschwindigkeit ab, um dann als melodischer Death Metal vor allem im Refrain ordentlich zu grooven. Beim atmosphärischen Gitarrensolo darf zwischendurch kurz Luft geholt werden.

„The Realm of Blackened Perdition“ ist wiederum eine Paradebeispiel für die Art von ENCHIRIDION Melodic Death Metal zu interpretieren. Zwischen groovenden Riffgewittern, krachenden Doublebass-Attacken und den typischen Growls der Marke Alexi Laiho finden sich atmosphärische Keyboard-Einlagen, ein filigranes Gitarren-Solo, tolle Harmonien und anspruchsvoller Bass, der dem Rhythmus zusätzliches Leben einhaucht. Was den Song, wie auch die anderen aber so unglaublich stark macht, ist, dass die einzelnen Elemente als Einheit in der kompletten Songstruktur glänzen. Hier passt wieder einmal einfach alles zusammen.

„Heavy Rain“ startet etwas düsterer, um es dann in gewohnter Art krachen zu lassen. Hierbei sind die Drums zwar gewohnt schnell, die restlichen Instrumente halten sich dabei ein kleines Bisschen zurück und wirken eher dunkel und schwermütig.

„Resentful Reminisce“ wird von melodiösen Keyboards, die zwischendurch auch als Klavier glänzen, dominiert. Anfänglich kommt der Song als mid-tempo Groove-Nummer daher, entwickelt aber nach der Klaviereinlage unerwartere Facetten, wie einen Hochgeschwindigkeitsausbruch, eine kurze Zirkuseinlage a la Cirque de Soleil und einem krachend groovenden Ende.

Akustische Gitarren dominieren das Instrumentalstück „Fallen Eden“, das die exzellente Qualität der Instrumentalarbeit von ENCHIRIDION verdeutlicht.

„Aeon“  stampft sich zunächst in die Gehörgänge, um dann richtig todesmetallisch zu grooven. Besonders die Gitarrenarbeit glänzt mit feinen Harmonien, einen tollen Riff, das sich im Gehörgang festsetzt und einem tollen Solo.

Bei „The Distress and the Cure“ erinnern die Keyboards etwas an die Bandvorbilder aus Bodom. Der Song glänz zudem durch seinen Facettenreichtum. Hochgeschwindigkeitsattacke, stampfender Refrain, kurze Slayer-Anleihe und Klaviereinlage werden mehr als gekonnt in einen weiteren starken Song gegossen.

Insgesamt ist „The Realm of Blackened Perdition“ ein unglaublich starkes Debüt-Album von ENCHIRIDION und das in allen Facetten. Kreativität und Ideenreichtum meets exzellente Instrumentierung meets gutes Songwriting meets Authentizität meets guten Sound. Als Metalhead kann man dazu nur anerkennend sein Haupthaar schütteln. Hörner hoch und das gleich mehrfach.

Anspieltipp: The Martyr, Resentful Reminisce, Doomsday, The Realm of Blackened Perdition

Review: Michael Glaeser (Metalogy Michael)

 

Hörprobe auf Youtube:

Tracks

  1. Garden of Sin (Interlude in G# Minor)
  2. Doomsday (For Our Sins)
  3. The Martyr
  4. Dead Man´s Calling
  5. Nevermore
  6. Absent Minded
  7. The Realm of Blackened Perdition
  8. Heavy Rain
  9. Resentful Reminisce
  10. Fallen Eden
  11. Aeon
  12. The Distress and the Cure

Line up:

Louis Friedrich – Guitar, Vocals, Philipp Grehl – Guitar, Backing Vocals, Tobias Radler – Bass Guitar, Stephan Funck – Drums, David Maiberger – Keyboards

Weitere Releases findet Ihr unter dem Menüpunkt “Releases” auf Metalogy.de, dem etwas anderen Metal Magazin.
Metalogy.de, das Wissensmagazin für Metalheads und Rockfans sucht übrigens dringend Sponsoren, Werbekunden und Unterstützer.

Im Google-Ranking befindet sich Metalogy auf Platz 3 /Seite 1 der Metal-Magazin-Suche.
Wir würden uns sehr freuen, wenn du unsere Artikel, Termine und Beiträge in den sozialen Netzwerken teilen und die neue Metalogy.de Facebook Seite unter https://www.facebook.com/metalogy.de liken und deine Freunde dazu einladen würdest.

Denn Heavy Metal ist nicht nur eine Musikrichtung sondern eine Lebenseinstellung.
Vielen Dank für deinen Support.

Das interessiert euch bestimmt auch:

Reviews